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Führungen und Schnupperunterricht

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Chemie-Experimente. © Red

Karben (pm). Über 200 Viertklässler mit ihren Eltern nutzten kürzlich die Gelegenheit, sich über die Angebote der Karbener Kurt-Schumacher-Schule (KSS), einer kooperativen Gesamtschule, zu informieren. Besonders die Schulführungen und der Schnupperunterricht waren gefragt.

Rundgang übers Schulgelände

Schon vor 9 Uhr zog es viele Familien zur KSS, um sich über die Angebote der weiterführenden Schule zu informieren. Für die Viertklässler, die häufig noch etwas schüchtern an der Seite ihrer Eltern das Foyer der KSS betraten, wirkte die große Gesamtschule sicherlich zunächst unüberschaubar. Doch bereits am Eingang wurden sie freundlich von Lehrkräften empfangen, die mit hilfreichen Tipps zur Seite standen: »Am besten meldet ihr euch gleich zu einem Schnupperunterricht an und dann könnt ihr bei einer Führung über das Schulgelände teilnehmen.« Bei der Anmeldung galt es dann, eine interessante Fächerkombination auszuwählen: Mathe - Biologie - Englisch oder vielleicht doch lieber Erdkunde - Deutsch - Geschichte? Am Ende waren alle 17 Touren mit jeweils zehn Kindern ausgebucht, und die Eltern konnten sich parallel dazu den Informationsvortrag der Schulleitung anhören.

Begeistert erzählten die Kinder danach, dass sie auf Papyrus schreiben durften, oder untersuchten, warum man morgens größer ist als abends. Begleitet wurden die Schnuppertouren von Schülerinnen und Schülern der Q-Phase (12. und 13. Klasse/Oberstufe), die - genau wie alle anderen Mitwirkenden an diesem Tag - freiwillig für die Betreuung der Gäste in ihre Schule gekommen waren. Die Führungen über das Schulgelände wurden von Schülerinnen und Schülern der E-Phase (11. Klasse/Oberstufe) durchgeführt, sodass die Besucher sich auf dem weitläufigen Schulgelände besser zurechtfinden konnten. Mit viel Engagement und auch mit ein wenig Stolz wurden die Räume der Naturwissenschaften gezeigt, bevor es über den Schulhof zum Altbau ging.

Förderverein und AGs stellen sich vor

Über die Stationen der pädagogischen Mittags- und Hausaufgabenbetreuung und die Schulküche ging es zu den Werk- und Kunsträumen, wo Ergebnisse des handwerklichen und künstlerischen Arbeitens präsentiert wurden. Der Rückweg führte über die Mensa und durch die Aula zurück zum Hauptgebäude. Hier galt es, die Bücherei zu besichtigen, bevor die nächste Besuchergruppe die Schulführer bereits für die nächste Runde beschlagnahmte. Aus der Bücherei mit ihren gemütlichen Sitzsäcken waren manche Kinder gar nicht mehr herauszubekommen. Andere fanden in der Sporthalle einen Balancier-Parcours vor und Möglichkeiten, sich mit Waveboard-Fahren oder Ballspielen auszutoben. Im Foyer boten acht Stände einen »Marktplatz« der Informationen über die Schule an. Ganztagsbetreuung, Förderverein, Elternvertretung, die Schulsozialarbeit, das Beratungs- und Förderzentrum und die Berufsorientierung standen ebenso wie die Schulleitung den ganzen Vormittag über zu Gesprächen zur Verfügung und konnten Auskunft über ihre Arbeit geben. Die Schach-AG und die Mathe-AG stellten sich vor und präsentierten ihre Erfolge.

Chemie ganz ohne Zauberstab

In der Pausenhalle gab es Kaffee, Getränke, Waffeln und Pizzabrötchen sowie ein Kuchenbuffet. Die Abschlussklassen des Realschulzweiges sowie die künftigen Abiturienten versorgten hier die Besucher. Am Ende wurden 250 Waffeln und 260 Pizzabrötchen sowie 20 Kuchen und ungezählte Liter Kaffee an den Mann und die Frau gebracht.

In den Fachräumen durften die Grundschüler in die naturwissenschaftlichen Fächer hineinschnuppern: »Farbenzauber« der Chemie konnte - ganz ohne Zauberstab - mit Pipette und fünf mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllten Reagenzgläsern unter Anleitung von Neuntklässlern selbst gehext werden. Die Biologie bot ein Quiz zum Thema »Organe« sowie Blicke ins Mikroskop an. Wie man hart gekochte von rohen Eiern unterscheiden kann und andere Hingucker gab es im Physikraum zu bestaunen. Im Obergeschoss faszinierte die Robotik-AG mit ihren Lego-Robotern, die im Computerraum präsentiert wurden. Nebenan bei den »digitalen Helden« konnten Kinder und Erwachsene ihr Wissen zur Datensicherheit überprüfen und einiges über Apps im Smartphone lernen.

Im 1. Stock wiesen bunte Fahnen den Weg zum Stand der Fremdsprachen. Hier erfuhr man, welche Sprachen an der KSS angeboten werden. Für die neuen Fünftklässler steht zunächst einmal Englisch auf dem Stundenplan, die Qual der Wahl kommt für sie dann erst Ende der 6. Klasse. Als 2. Fremdsprache können Französisch, Spanisch und Latein gewählt werden. Hier war es für viele Eltern interessant, zu erfahren, dass jedes Kind seine gewünschte Sprache erlernen darf und dass ein USA-Austausch für die Klasse 10 angeboten wird.

Die Gesellschaftswissenschaften präsentierten ihre Schwerpunkte, zu denen die Organisation der Projektwoche und weitere Aktionen zum Thema »Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage« gehören. Dies wurde in zahlreichen Bildern vorgestellt. Im Religions- und Ethikraum konnte man sich in ruhiger Atmosphäre über diese Fächer informieren und auch selbst aktiv werden.

Bläserklassen spielen in der Aula

Besonders gefragt waren die Angebote der Fachschaft Musik. Die Chorklassen- und Bläserklassenstunden zum Zuschauen waren mit Besuchern gefüllt. Nebenan durften die Viertklässler gleich selbst mal in ein Instrument hineinblasen. Die kleine Mia brachte aus dem Horn bereits erstaunlich harmonische Töne hervor und lächelte stolz. Der Abschluss des Vormittags fand um 12.15 Uhr in der Aula statt: Ein Konzert der Bläserklassen 6 bewies, dass die KSS zu Recht die Auszeichnung »Schule mit musikalischem Schwerpunkt« verdient hat.

»Tolle Organisation«, lobten Eltern. »Hier ist für jeden etwas dabei«, meinte eine Mutter beim Abschied. »Auf jeden Fall möchte ich auf die KSS«, beteuerte ein junger Besucher beim Gehen.

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Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper informiert über die KSS. © Red
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Infos über Fremdsprachen. PV © Red

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