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Gedenken an Robert Blum

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Karben . Genau 175 Jahre und drei Tage nach seiner Hinrichtung in Wien wird am 12. November eine Gedenkveranstaltung für Robert Blum (1807-1848) im Petterweiler Albert-Schäfer-Haus stattfinden. Dazu wird es eine Ausstellung über den Revolutionär und Paulskirchen-Abgeordneten geben, berichtete der Geschichtsverein bei der Sitzung des Stadtparlaments am Freitagabend.

Der AfD-Stadtverordnete Christian Rohde hatte noch mehr gewollt. Die Stadt solle doch das Manuskript der Petterweiler Rede Robert Blums vom 9. Juli 1848 im Eingangsbereich des Bürgerzentrums für alle Karbenerinnen und Karbener präsentieren, beantragte er in der Stadtverordnetenversammlung. Die Begründung: »Robert Blum wurde erschossen aus Angst der Obrigkeit vor der Revolution - er starb für die Freiheit - aber seiner eingedenk ist heute fast niemand mehr bekannt.«

Alle anderen Stadtverordneten finden Blum ausreichend beachtet. Der Grüne Achim Wolter entgegnete: »Wir haben das Denkmal, die Straße, die Robert-Blum-Plakette. Ich denke, dass es heute nicht mehr braucht.«

Mario Beck (CDU) ergänzte: »Die Sprache der Rede ist veraltet. Wo fängt man an, wo hört man auf? Da könnte man auch eine Rede von Steinmeier im Kasten aufhängen.« Denn der jetzige Bundespräsident habe auch einmal in Karben geredet. Am Ende stimmte nur Christian Rohde für seinen Antrag. kni

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