1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Karben

Großes Interesse an Infos über schnelles Internet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jürgen W. Niehoff

Kommentare

kai_jwn_ndk_k_Ortsbeirat_4c_1
Ortsvorsteher Martin Menn (rechts) und Vize-Ortsvorsteher Markus Dreßler (Grüne) verfolgen die Präsentation zum Breitbandausbau in Karben. © Jürgen W. Niehoff

Karben (jwn). Zu langsames Internet, oftmals ärgerliche Störungen und deshalb auch kaum Chance für einwandfreies Arbeiten im Homeoffice. Damit soll in Karben nun endgültig Schluss sein.

»Wir brauchen für unsere Stadt endlich eine zukunftsfähige Technologie im Bereich der Telekommunikation«, leitet Stadtrat Stephan Theiß (CDU) den Tagesordnungspunkt »Glasfaserausbau in Karben« während der Sitzung des Ortsbeirats Groß-Karben am Dienstagabend im Bürgerzentrum ein. Theiß ist im Magistrat zuständig für den Bereich Digitalisierung.

40 Prozent müssen mitmachen

Nachdem auf Nachfrage sowohl Telekom als auch Vodafone und die Deutsche Glasfaser GmbH einen flächendeckenden Glasfaserausbau für Karben aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt hatten, habe die Stadt Gespräche mit dem Altenstädter Unternehmen Yplay aufgenommen. Sie hat den flächendeckenden Glasfaserausbau zugesagt, vorausgesetzt 40 Prozent der Karbener Haushalte erklärten sich bereit einen Anschluss bei Yplay zu buchen.

So wurde im vergangenen Dezember bereits eine Absichtserklärung mit der Stadt unterschrieben. Mittlerweile läuft bereits die Vorvermarktungsphase, mit der das Interesse der Karbener Bevölkerung an dem Glasfaserausbau erkundet werden soll. Und das scheint gegeben zu sein, denn zu der Ortsbeiratssitzung für die auch die Präsentation der Firma Yplay angekündigt wurde, erschienen fast 40 Interessenten, die auch nach dem Vortrag sehr genaue Fragen zur Technik und zum Anbieterwechsel stellen.

Wenn bis zum Sommer die 40 Prozent erreicht sein sollten, dann werde sofort mit dem Ausbau begonnen, kündigte der Yplay-Mitarbeiter Dominik Weisensell an. Und wenn alles normal laufe, dann verfüge Karben Ende 2023 über ein flächendeckendes Glasfasernetz mit Glasfaseranschluss bis ins Eigenheim.

Heftige Diskussionen lösen anschließend die Mitteilungen von Ortsvorsteher Martin Menn (SPD) zu den Themen Verkehrsberuhigung an der Karbener Straße und Pestalozzi Straße aus.

In beiden Straßen hat es erste Änderungen gegeben. Die seien zuvor auch mit den jeweiligen Anliegern besprochen worden. Nun komme es allerdings zu ersten Protesten.. Vor allem, dass nun die Fahrtrichtung durch die Pestalozzi Straße nun umgekehrt worden ist, wird von Anliegern kritisiert.

Kreuzgassbrunnen: Neubau verschoben

»Bei der Ortsbegehung im vergangenen Jahr waren doch nicht alle Anlieger anwesend«, machte eine Anwohnerin der Pestalozzi Straße ihrem Ärger Luft. Es sei jetzt noch mehr Verkehr als vorher. Mit dem Hinweis, die Maßnahme sei doch erst an diesem Vormittag erfolgt und wahrscheinlich seien noch nicht einmal alle Verkehrsschilder montiert, versucht der Ortsvorsteher die Anwohnerin zu beruhigen. Außerdem müssten die Verkehrsteilnehmer sich erst noch an die neue Verkehrssituation gewöhnen. Menn verspricht jedoch, dass der Ortsbeirat die Situation in einem halben Jahr noch einmal prüfen werde.

Auch die Mitteilungen aus dem Magistrat, die von der Stadträtin Sabine Helwig (CDU) vorgetragen werden, lösen Diskussionen aus. Vor allem der Hinweis, dass der Neuaufbau des Kreuzgassbrunnen erneut aufgeschoben worden sei, weil die Angebote deutlich über der Versicherungssumme liege, und man deshalb auf »günstigere« Zeiten warten würde, stößt bei dem einen oder anderen auf Unverständnis. Zur Erinnerung: Im Juni 2019 kam es zu einem spektakulären Unfall, bei dem ein SUV auf dem Brunnen landete und er zerstört wurde.

»Erst soll auf Vorschlag des Bürgermeisters der Brunnen aus Naturstein anstatt Granit aufgebaut werden und nun soll aus Kostengründen alles auf die lange Bank geschoben werden. Wenn er vor einem Jahr ohne Änderung gebaut worden wäre, hätten wir jetzt die Diskussion nicht«, kritisiert das Grünen-Ortsbeiratsmitglied Markus Dreßler. Er ist auch mit der Auskunft der Stadtverwaltung hinsichtlich der Wünsche des Ortsbeirats zur Begrünung und Bepflanzung der Bahnhofstraße nicht zufrieden. Die sei von der Verwaltung wegen der Verkehrssituation auf der engen Straße abgelehnt worden.

Der Ortsbeirat will diesen Punkt genauso wie den Wunsch der Anwohner der Windbahn (Verbindungsstück zwischen Parkstraße und westliche Ringstraße) nach Absperrung des Weges mit Pollern erneut beraten.

Abschließend wird noch dem Vorschlag des Magistrats der Aufstellung eines öffentlichen Bücherschrankes auf dem Lindenplatz zugestimmt.

Auch interessant

Kommentare