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Hoffen auf Open-Air-Fastnacht - aber wo?

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Von: Jürgen Schenk

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Peter Thilthorphe von der SKG Okarben hat noch ein Fünkchen Hoffnung für Fastnachtsauftritte: Aktuell tüftelt die SKG an einer mögliche Open-Air-Variante. © Jürgen Schenk

Die SKG Okarben hat die Fastnachtsfeiern im Bürgherhaus abgesagt: Im Hinblick auf Corona zu riskant. Nun wird an einem Ausweichprogramm gefeilt, das idealerweise im Freien angeboten wird.

Karben (jsl). Wenige Wochen vor dem Höhepunkt der Fastnachtssaison hat auch die Sport- und Kulturgemeinschaft (SKG) Okarben eine Entscheidung getroffen: Alle geplanten Karnevalsveranstaltungen wurden abgesagt. Ausschlaggebend dafür war und ist die steigende Zahl der Infektionen durch die grassierende Omikron-Variante.

Als zu unsicher erachteten die SKG-Verantwortlichen letztlich die weitere Entwicklung der Pandemie. Bis in den Dezember hinein hatten sie mit der Absage gewartet. Nach dem Entschluss von Sitzungsrat und Vorstand wurden zunächst intern alle Beteiligten informiert. Die Nachricht, dass es auch 2022 keine Veranstaltungen in Präsenz geben wird, kam um die Weihnachtsfeiertage.

Kein Konzept für innen ist sicher

»Wir wollten nicht, dass unsere Mitglieder davon zuerst aus anderen Quellen erfahren«, erklärt Pressewart Peter Thilthorpe. »Wir haben lange gezögert und geschaut, was eventuell machbar ist. Aber es wären so oder so einfach zu viele Menschen im Bürgerhaus zusammengekommen. Dazu zählen ältere Mitglieder genauso wie kleine Kinder aus den verschiedenen SKG-Tanzgruppen, die nicht geimpft sind.« Bei 250 Gästen im Saal, über 100 Akteuren auf der Bühne und ähnlich vielen Helferinnen und Helfern dahinter, sei gegenwärtig kein Konzept sicher genug.

Thilthorpe, selbst aktiver Karnevalist, erinnert an den Charakter solcher Sitzungen: »Fasching besteht aus Kontakten. Das kann gar nicht anders sein und lässt sich auch nicht vermeiden.« In Okarben wurde intensiv auf den Höhepunkt der fünften Jahreszeit hin trainiert. Alle Tanzgruppen der SKG hatten Programme einstudiert. Die Vorfreude unter den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach einer langen Zeit ohne Auftritte war groß.

»Gerade deshalb ist uns die Entscheidung besonders schwergefallen«, bedauert Thilthorpe. »Natürlich wollen die Aktiven ihr Programm präsentieren, das sie in trainingsreicher Zeit zusammen erarbeitet haben.«

Ganz vom Tisch sind die Hoffnungen auf närrisches Treiben in Okarben allerdings noch nicht. Aktuell tüftelt man im Verein an einer Alternative zum Hallen-Fasching. Und da kann es derzeit nur eine Devise geben: Alles nach draußen verlegen.

Eine Open-Air-Veranstaltung mit kontrolliertem Einlass und unter den dann geltenden Restriktionen haben sich die Verantwortlichen als Ziel gesetzt. »Wir wollen auf jeden Fall im Ort bleiben«, teilt Peter Thilthorpe mit. »Die Veranstaltung muss überschaubar sein, vermutlich mit 2G plus. Und wir brauchen einen Eingang mit konsequenter Einlasskontrolle. Wenn es über einen Tag stattfindet, könnten alle Gruppen auftreten.«

Doch er weiß auch, dass dieser Plan mit verschiedenen Unwägbarkeiten verbunden ist. Auf die pandemische Entwicklung und das Wetter Ende Februar habe man sicher keinen Einfluss, sagt der Pressewart. In relativ kurzer Zeit müssten aber noch viele Dinge organisiert werden.

Logistische Herausforderung

Thilthorpe meint damit vor allem die logistischen Herausforderungen, die beim Umzug nach draußen gemeistert werden müssen. Einen passenden Platz habe man bislang noch nicht gefunden. Auch in dieser Frage wolle man zunächst alle Möglichkeiten ausloten und gegebenenfalls Gespräche mit der Stadt führen. Das Motto für die nächsten Wochen laute jetzt: »Aufgegeben wird schnell, wir wollen es trotzdem probieren!« Eine Garantie kann er freilich nicht abgeben. »Wenn etwas Genaues feststeht, werden wir darüber zentrale Informationen folgen lassen.«

Im negativen Fall soll zumindest der »Fasching für zu Hause« aus dem vergangenen Jahr wiederholt werden. Damals hatte die SKG Okarben Tüten mit einer Vereins-DVD, Konfetti, Pappnasen und anderem karnevalistischen Inhalt bei Rewe-Fuchs angeboten. Eine Spendenbox stand bereit, in die man einen Obolus entrichten konnte. Das sei gut angenommen worden, erinnert sich Vereinssprecher Peter Thilthorpe.

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