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Iris Müller bekommt Besuch von Chris de Burgh

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Chris de Burgh gefallen diese zwei Postkarten mit »Honigbär«-Motiven von Iris Müller, die er an ihrem Stand bei der Landesgartenschau in Fulda entdeckt hat. © Red

Die Karbener Künstlerin und Illustratorin Iris Müller traf auf der Landesgartenschau in Fulda Weltstar Chris de Burgh. Dem Sänger gefielen vor allem zwei ihrer Motive mit »Honigbär Günter«.

I ch male, seit ich Buntstifte halten kann«, sagt Iris Müller. Ihre Bilder zeigt die bekannte Karbener Illustratorin und Malerin immer wieder in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1988 in ganz Deutschland. Zuletzt hatte sie einen Stand »kreatives Arbeiten vor Ort« auf der Landesgartenschau in Fulda. Dort bekam sie Besuch von Chris de Burgh, der mit Geschäftsführer Ulrich Schmitt über das Gelände bummelte.

Über Kunst geplaudert

»Er kam zu mir, sah sich meine Bilder, Post- und Grußkarten mit 14 verschiedenen Motiven an und unterhielt sich mit mir über meine Kunst«, berichtet die Karbener Künstlerin. Gefallen haben Chris de Burgh vor allem zwei Karten mit Motiven von »Honigbär Günter«.

Der Sänger berichtete, dass er immer wieder gern nach Fulda komme. Hier ist auf der Bühne des Schlosstheaters, die von ihm und Dennis Martin komponierte Mittelalter-Saga »Robin Hood - Das Musical« zu sehen. Nachdem ein Security-Mitarbeiter den Besuch des Sängers bei der Künstlerin auf Fotos festgehalten hatte, setzte der Weltstar seinen Spaziergang über die Landesgartenschau fort. Neben vielen schönen Erinnerungen an ihren Stand und Kontakte zu Kunstfreunden unter den Besuchern, hat Iris Müller auch vier bleibende wie nachhaltige Geschenke von Fulda mit nach Karben gebracht. »Die evangelische Landeskirche, die das Himmelszelt betreut, verschenkte sonntags kleine Eichensetzlinge. Mein Mann und ich bekamen je zwei. Mitarbeiter der Kirche berichteten, dass sie bereits rund 700 000 Setzlinge verschenkt hätten. Wir haben unsere nach unserer Rückkehr Bürgermeister Guido Rahn gebracht für »Lennys Baumprojekt«. Sie sollen im Herbst im Karbener Wald gepflanzt werden«, freut sich die Künstlerin.

Auf dem Gartenschaugelände hat sich Iris Müller sehr wohlgefühlt, denn: »Meine Themen, meine Motive, finde ich oft in der Natur.« Das bestätigt ein Blick auf die Wände in ihrem Karbener Atelier. Zahlreiche Blumen- und Pflanzenbilder sowie idyllische Naturmotive mit bunten Gartenstühlen finden sich dort neben lustigen Tierillustrationen wie prächtig gefiederten Sonnenvögeln. Da zieren »happy frogs« die Etiketten der »Landpartie-Bio-Weine« von Bodenseewinzer Peter Riegel und »Honigbär Günter« wirbt für den Honig von Imker Bruno Kling.

INFO: Termine

Postkarten und Aquarelle von Iris Müller gibt es unter anderem in der Karbener Buchhandlung im Stadtzentrum sowie in der »Strese 4 by Henrys«, Stresemannnstraße 4 in Bad Nauheim und direkt bei ihr zu Hause.

Treffen kann man die Karbener Künstlerin Iris Müller bei der Präsentation einer Auswahl ihrer Illustrationen und Bilder am kommenden Sonntag, 20. August, in Bad Nauheim »by Henrys« in der Stresmannstraße 4 von 13 bis 18 Uhr. Zudem zeigt sie ihre Arbeiten am Samstag und Sonntag 21. und 22. Oktober beim Hagebuttenfest in der Bioland-Rosenschule Ruf in Bad Nauheim-Steinfurth von 10 bis 16 Uhr. cf

»Beide Motive sind Auftragsarbeiten. Für den Bio-Winzer habe ich eine Postkarte und ein Etikett mit ›happy frogs‹ entworfen, für meinen Chef Bruno Kling 2021 ›Bär Günter‹ für seine erste Honigabfüllung.« Inzwischen gibt es vier weitere Motive mit dem Honigbären. Er ist unter anderem als Imker, beim Honig- naschen, beim Bau eines Insektenhotels oder beim Relaxen im Liegestuhl zu sehen. Benannt hat Iris Müller den Honigbären »nach einem manchmal brummigen, aber liebenswerten Arbeitskollegen«.

Mit Gerd Thomson in Venedig gemalt

Ihre Bilder malt sie mit Aquarell-, Acryl-, Pastell- und Ölfarben. Hier wie auch bei ihren Druckgrafiken liebt sie es, unterschiedliche Techniken miteinander zu verknüpfen. »Bei meinen Illustrationen bevorzuge ich Aquarellfarben und -stifte in Kombination mit Pigmenttusche.«

Iris Müller sagt: »Gestaltung lebt von Innovation. Und diese verleiht meiner Kunst Flügel.« Ihre Illustrationen schmückten neben Weinflaschen und Honiggläsern auch einen Garten-Newsletter (07/2017 bis 12/2019) und die Frühlingsaktion von Hit Radio FFH »Wir machen Hessen bunter«. Sie erledigt Aufträge von Firmen, Vereinen, Verlagen und Privatpersonen, illustriert Bücher, gibt kreative Workshops für Kinder und Erwachsene. Und sie arbeitet intensiv an ihrem künstlerischen Œuvre.

Um den Überblick zu behalten, werden ab und zu Entwürfe und Bilder sorgsam eingepackt und im Keller deponiert. »Durch Zufall habe ich vor einigen Tagen beim Stöbern ein lange vermisstes Bild wiederentdeckt, mit dem ich viele schöne Erinnerungen verbinde.« Gemalt hat es der bekannte Künstler Gerd Thomson (1946-2007) in Venedig 1983. Dorthin hat er seinen Freund Thomas Friesenhahn und dessen Kunst-Abiturklasse vom GBG auf ihrer Abschlussfahrt begleitet. »Er hat uns Schüler eingeladen, mit ihm morgens ab sechs Uhr durch Venedig zu laufen und zu zeichnen.« Nach drei Tagen war Iris Müller die einzige Abiturientin, die mit dem Künstler morgens durch die Lagunenstadt lief, um zu zeichnen. Zur Belohnung malte er von ihr ein Bild.

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