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Nachhaltig und lokal einkaufen

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Die FW-Kommunalpolitiker informieren sich über die Geschäftspolitik des Jeansladens »ByteMyStork«. © PRIVAT

Karben/Bad Vilbel (pm). Kurz vor Weihnachten haben sich die Freien Wähler (FW) aus Karben und Bad Vilbel auf die Suche nach dem perfekten Geschenk gemacht. Laura Macho, Pressesprecherin der FW Karben, bedankte sich bei den Inhabern des Jeansladens »ByteMyStork«, Marco Rahn und seiner Frau, für den Empfang in den Geschäftsräumen in Bad Vilbel. Die FW baten um eine Darstellung der Situation des Einzelhandels insgesamt und speziell in der Wetterau.

Sensibilisieren für selektives Shopping

»Onlineshopping ist unkompliziert, und jeder von uns praktiziert es. Und das ist auch okay, aber: Wir möchten für ein selektives Shopping sensibilisieren«, schreibt Macho. Dabei spiele die Überlegung eine Rolle, ob und welches Produkt online gekauft werde und wenn online, ob es von einem internationalen Konzern oder vielleicht doch besser von einem deutschen, regionalen oder sogar lokalen Anbieter bezogen werden könne.

»Auch wir haben einen Online-Shop, ohne geht’s kaum noch«, sagte Rahn. Vor allem kleine und lokale Händler stünden vor großen Herausforderungen, weiß Rahn. Die Mehrheit der Konsumenten dränge ins Internet, auch wenn viele laut einer Studie jetzt den lokalen Einzelhändlern helfen wollen. Bequemlichkeit siege aber oft über die guten Vorsätze.

Lokal einkaufen heiße, in die eigene Nachbarschaft investieren. »Wir glauben, dass jedes Geschäft um die Ecke wichtig für unser Zusammenleben ist, und wir möchten ein Bewusstsein schaffen, dass jeder jeden Tag eine Entscheidung treffen kann«, sagt Fritz Worster (FW) aus Bad Vilbel. Thorsten Schwellnus (FW Karben) verwies auf die neuen Förderprogramme der hessischen Landesregierung zur Stützung des Einzelhandels und der Innenstadtentwicklung mit einem Volumen von 40 Millionen Euro. Hier seien Einzelförderungen von bis zu 100 000 Euro möglich.

Jeans werden recycelt

»Indem du bei lokalen Geschäften in deiner Nachbarschaft einkaufst, sorgst du dafür, dass dein Geld in deiner Stadt bleibt und investiert werden kann«, stellten die Beteiligten einmütig fest.

»Wir alle wollen, dass unsere Innenstädte in Zukunft bunt bleiben und vor allem, dass unsere Lieblingsläden auch weiter existieren. Jeder Euro, den wir im lokalen Einzelhandel ausgeben, landet indirekt - beispielsweise durch Steuern und Mieteinnahmen - wieder in unserer Stadt«, ergänzt der Vilbeler Stadtverordnete Martin Miosga (FW). Es gehe um eine bewusste Entscheidung.

»Das schätzen auch unsere Kunden«, berichtete Rahn. »Wir führen nur solche Produkte, deren Hersteller unsere Sicht auf Nachhaltigkeit teilen. Wir konzentrieren uns dabei auf qualitativ hochwertige und lange haltbare Ware. Nachhaltigkeit kann ein schwieriges Thema sein, vor allem wenn Umwelt, Soziales, Gesundheit und Preis eine Rolle spielen. Wir wollen, dass unsere Kunden ihre Jeans gerne tragen, oft tragen und lange tragen. Viele Jahre. Und wenn mal eine Jeans gar nicht mehr passt oder nicht mehr repariert werden kann, sorgen wir für eine bestmögliche Zweitverwertung. Wir nehmen als Sammelstelle der Jeans-Recycling-Initiative alte Jeans, egal, wo und wann gekauft, zurück und sorgen dafür, dass diese dem Jeans-Herstellerprozess wieder zugeführt werden.«

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