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Nächste Baustelle kommt

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Von: Jürgen Schenk

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Ortsvorsteher Dennis Vesper (Mitte rechts) informiert über die abgeschlossene Sanierung de Alten Heerstraße/Rodheimer Straße. Ab August steht dann die Sanierung der Sauerbornstraße an. © Jürgen Schenk

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. In Petterweil haben am Wochenende fast zwei Dutzend Interessierte am Ortsrundgang teilgenommen.

Themen waren: Die sanierte Heerstraße, das Finden eines idealer Platzes für Schaukästen, Umgestaltungen am Friedhof und Infos zur nächsten Baustelle an der Sauerbornstraße.Einmal Kommunalpolitiker, immer Kommunalpolitiker. Das haben die Petterweiler am Samstagvormittag beim Ortsrundgang des Ortsbeirats gespürt. Wie selbstverständlich sind der ehemalige Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) und der vor Kurzem aus eigenem Wunsch als Erster Stadtrat ausgeschiedene Friedrich Schwaab (CDU) mit in der Runde. Für Schwaab gab es im Hof des Albert-Schäfer-Hauses Worte des Danks von Ortsvorsteher Dennis Vesper (SPD), dessen Vorgänger Adolf Koch sowie CDU-Stadtrat Stephan Theiß. Als Geschenk überreichten sie ein Lindenbäumchen.

Ein Dorffest im Dezember

»Wenn wir am 1. August das 50-jährige Jubiläum unserer Stadtzugehörigkeit begehen, wird dieses Bäumchen zusammen mit einer zweiten Linde am Friedhof gepflanzt«, kündigte Ex-Ortsvorsteher Koch an. Weiter würdigte er die »stets kollegiale, über alle Parteigrenzen hinausgehende Zusammenarbeit im Ortsbeirat«.

Vom amtierenden Ortsvorsteher Vesper kam die Ankündigung, dass es anstelle des für Sommer geplanten Stadtteilfestes ein Dorffest im Dezember geben werde. Angedacht sei ein Weihnachtsmarkt am vierten Advent, dessen Standort noch geklärt werden müsse. »Wahrscheinlich werden wir die Veranstaltung gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde machen.«

Um das Albert-Schäfer-Haus herum sind Neuerungen geplant. Die zahlreichen Interessierten erfuhren von einer neuen Poststation an der Nordseite und von mehreren Schaukästen an der Südseite des Gebäudes. Die Schaukästen sollen voraussichtlich neben dem Eingang der »Petterweiler Spielgruppe« angebracht werden. Gedacht sind sie für Vereine, Kirchengemeinde und eventuell als Informationsmöglichkeit zur Ortsgeschichte.

»Solche Schaukästen sind besser an der Straße aufgehoben, wo man direkt daran vorbeiläuft«, sagte ein Teilnehmer. Kaum jemand würde bewusst zu einem abseitigen Standort hingehen wollen. Andere mahnten eine geschützte Stelle vor intensiver Sonneneinstrahlung an. Über den finalen Standort soll bei der nächsten Ortsbeiratssitzung entschieden werden.

Sauerbornstraße wird saniert

Ab August beginnt ein weiteres Bauvorhaben in Petterweil. Nach der Sanierung der Alten Heerstraße/Rodheimer Straße, die seit Ende April abgeschlossen ist, geht es an der Sauerbornstraße weiter. Stephan Theiß bereitete die Anwohner auf eine Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren vor. Zunächst stehe der erste Bauabschnitt bis zur Robert-Blum-Straße auf dem Plan. »Dieser Bauabschnitt soll bis März 2023 abgeschlossen sein«, sagte er. »Bis zur Fertigstellung werden noch drei weitere Bauabschnitte folgen.«

Friedrich Schwaab kündigte für die Sauerbornstraße eine Erneuerung der Bürgersteige an, ähnlich wie es bei der vorhergehenden Baumaßnahme an der Hauptstraße geschehen sei. Dort würden nun noch abschließend alle Spiegel und Verkehrsschilder auf ihre Korrektheit hin überprüft.

Am Friedhof an der Rodheimer Straße konnten Koch und Schwaab die renovierte Trauerhalle vorstellen. Das noch aus ihrer Amtszeit herrührende Projekt habe allein durch die Unterstützung von Petterweiler Handwerkern umgesetzt werden können. Koch berichtete, dass dies zum größten Teil unentgeltlich geschehen sei.

Wegen angeblicher Mängel war zuvor der Abriss des Gebäudes empfohlen worden. Nun aber besteht die Trauerhalle weiter und hat ein neues Dach, einen renovierten Innenraum mit Altar und Kerzenständern, eine neue Tür sowie Bänke im Außenbereich spendiert bekommen. »Der Abriss wäre teurer gekommen als die Renovierung«, bilanzierte Koch. Zusammen mit Schwaab und Theiß enthüllte er anschließend zwei Schrifttafeln an der Außenwand.

Das Wegesystem auf dem Friedhof soll an verschiedenen Stellen saniert werden. Ob das Kriegerdenkmal für ältere Friedhofsgäste künftig über gepflasterte Seitenwege erreichbar gemacht wird, stehe noch nicht fest. Adolf Koch warnte diesbezüglich vor Verhältnissen, wie sie schon einmal da gewesen seien. Immer wieder hätten »Mülltouristen« den oberen Rand des Friedhofs zur illegalen Abfallentsorgung genutzt.

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