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Neuer Pfarrer übernimmt Leitung

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Von: Holger Pegelow

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Auch die Katholiken in der Kloppenheimer Gemeinde St. Nepomuk werden sich an ein neues Gesicht gewöhnen müssen: Zu Beginn dieser Woche hat Pfarrer Kai Hüsemann die adminstrative Leitung des Dekanats Mitte übernommen, womit er Kai Wornath folgt. © Holger Pegelow

Schon wieder müssen sich die Katholiken in Karben und Heldenbergen an eine neue Personalie gewöhnen. Denn Pfarradministrator Kai R. Wornath ist mit Wirkung vom 31. Juli von seinen Aufgaben wieder entbunden worden. Das ist in diesem Fall allerdings er planmäßig erfolgt, denn der sogenannte »Pastorale Weg« im Bistum Mainz geht weiter.

Karben (pe).

Im neuesten Gemeindebrief »Unsere Kirche aktuell« teilt Wornath mit, dass er im Februar dieses Jahres von der Bistumsleitung gebeten worden sei, die Pfarradministration für die Pfarrei Heldenbergen sowie die Pfarreien Karben, Kloppenheim und Petterweil in der Pfarrgruppe Karben zu übernehmen.

Wie berichtet, hatte das Bistum Wornath eingesetzt, weil es zuvor Thomas Korfmann von seinen Aufgaben entbunden hatte. Gegen ihn gebe es Vorwürfe, die aus der Zeit vor seinem Amtsantritt in Heldenbergen stammen. Welche Vorwürfe das sind, wurde nicht mitgeteilt. Pfarrer Korfmann war vom Bistum eingesetzt worden als Nachfolger des langjährigen Pfarrers Bernhard Schirmer, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt hatte, woraufhin er von der Mainzer Bistumsleitung freigestellt worden war.

Nun also eine erneute personelle Veränderung. Der Friedberger Pfarrer Kai Hüsemann wird zusammen mit einem Pastoralteam die Administration der Gemeinde übernehmen, teilte die Pressestelle des Bistums Mainz auf Anfrage mit. Karben gehört zum neu gegründeten Pastoralraum Wetterau-Mitte, für den Hüsemann als Leitender Pfarrer ab sofort zuständig ist.

Wer dem Pastoralteam sonst noch angehört, war bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht zu erfahren, weil sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates derzeit im Urlaub befinden. Fest steht jedoch, dass dieser personelle Wechsel sozusagen planmäßig erfolgte. Denn die katholische Kirche ist aktuell im Umbruch. Der von Bischof Dr. Peter Kohlgraf vor allem wegen sinkender Mitgliederzahlen der katholischen Kirche angestoßene »Pastorale Weg« sieht strukturelle Veränderungen vor. Dazu gehört beispielsweise die Auflösung der bisherigen Dekanate, die zum 1. Juni erfolgt ist. Stattdessen werden sogenannte Pastoralräume gebildet. In der Region Oberhessen sind das neun an der Zahl, einer davon ist der Raum Wetterau-Mitte, zu dem die meisten Wetterauer katholischen Gemeinden gehören, aber auch Heldenbergen und Schöneck mit Büdesheim. Das benachbarte Bad Vilbel gehört jedoch zum Pastoralraum Wetterau-Süd, mit Kirchengemeinden im Frankfurter Norden zusammen, oder etwa mit Ober-Eschbach bei Bad Homburg.

Kai Hüsemann ist auch in Friedberg relativ neu, denn zum 1. Mai hat er in der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt sein Amt angetreten. Vor seinem Theologiestudium in Mainz, Münster und vor allem an der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main hatte Hüsemann Rechtswissenschaften studiert. Seit 2005 ist er Diakon und seit 2006 Priester. Letzte Station vor Friedberg war Darmstadt-Eberstadt, wo er elf Jahre als Pfarrer arbeitete.

In der katholischen Kirche vor Ort gibt es weitere Veränderungen, wie aus dem neuesten Gemeindebrief hervorgeht. Denn auch Pfarrer Joseph wird die Karbener-Heldenberger Kirche wieder verlassen. Dafür dürfen sich die Katholikinnen und Katholiken auf ein bekanntes Gesicht als Ferienvertretung freuen: Der ungandische Pfarrer Barnabas Bonabantu ist zu Beginn dieser Woche wieder in Karben eingetroffen und wird bis Ende September in den katholischen Kirchengemeinden arbeiten.

Wer wann welche Veranstaltungen abhält, steht indes noch nicht fest. Die Gemeindemitglieder werden um Verständnis dafür gebeten, »dass die Gottesdienstordnung für August unter Vorbehalt steht«.

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