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Ortsbeirat: Glasfaserausbau und Windräder

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Diese Windräder zwischen Kloppenheim und Petterweil werden wohl demnächst abgerissen und durch zwei neue und wesentlich Größere ersetzt. © Jürgen W. Niehoff

Das Thema Glasfaserausbau in der Stadt Karben war Thema im Petterweiler Ortsbeirat am Donnerstagabend. Die erforderliche Quote von 40 Prozent ist in dem Stadtteil bislang nicht erreicht worden. Das Thema Windkraft soll erst im September nach den Sommerferien ausgiebig beraten werden, kündigte Ortsvorsteher Dennis Vesper (SPD) an. Er teilte aber schon mit, dass es wohl weitere Windräder geben solle.

D er flächendeckende Glasfaserausbau in Karben scheint momentan auf der Kippe zu stehen. Deshalb rief das Magistratsmitglied Stephan Theiß (CDU) im Ortsbeirat Petterweil am Donnerstagabend noch einmal zu größerer Beteiligung der Bevölkerung auf.

Laut Abmachung mit der Stadt sollen eigentlich alle sieben Stadtteile Karbens durch die Altenstädter Firma Yplay mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Bedingung allerdings ist, dass 40 Prozent der Bevölkerung im jeweiligen Ortsteil einen derartigen Anschluss wählen. Und genau daran hapert es. »Lediglich in Burg-Gräfenrode ist die magische Zahl 40 überschritten worden. Deshalb wird dort auch demnächst mit der Verkabelung angefangen«, teilte Magistratsmitglied Theiß in der Sitzung des Ortsbeirates mit.

In Petterweil dagegen liege die Beteiligungsquote gerade einmal bei 23 Prozent. Deshalb wurde das Ende der Akquise zum einen um weitere vier Wochen verlängert und zum anderen auf aktives Werben umgestellt.

»Bisher haben die Firmenvertreter von Yplay auf den Besuch von an Glasfaseranschluss interessierten Bürger gewartet. Das wird jetzt geändert und die Firmenvertreter gehen nun von Haus zu Haus«, erläutert Theiß die neue Vorgehensweise. Wenn das auch nichts nütze und die vereinbarte Quote nicht erreicht werde, werde der Ausbau des Glasfasernetzes in dem jeweiligen Stadtteil voraussichtlich ausbleiben. Aber auch das stehe noch nicht hundertprozentig fest, denn auch da gebe es noch zwei weitere Möglichkeiten. So hat sich Yplay bereit erklärt, Karben doch noch flächendeckend zu verkabeln, wenn die Quote für ganz Karben die 40 Prozent übersteige.

Theiß appelliert an Bürger

Eine andere Möglichkeit sieht Theiß, der im Magistrat für die Digitalisierung der Stadt zuständig ist, in den Plänen der Bundesregierung. Die will nämlich ein spezielles Förderprogramm für Glasfaseranschlüsse für alle auflegen. Die Hürde liege für dieses Programm voraussichtlich aber bei der 100-Mbit-Grenze, die in dem Gebiet, das mit Bundesmitteln gefördert werden soll, vor dem Ausbau nicht überschritten werden sollte.

Stadtrat Theiß appelliert deshalb erst mal an alle Petterweiler, sich für den noch kostenfreien Glasfaseranschluss zu entscheiden. »Diesen schnellen Zugang zum Internet werden bald alle brauchen«, ist sich Theiß sicher. Der zweite wichtige Punkt auf der Tagesordnung, das Thema »Neue Windräder in Petterweil« wurde auf Anregung des Ortsvorstehers Dennis Vesper (SPD) auf die nächste Sitzung am 6. September vertagt. »Das Thema ist zu umfangreich. Deshalb wird es auf der nächsten Ortsbeiratssitzung einen Schwerpunkt bilden und Fachleute werden dann auch Einzelheiten erläutern können«, sagte Vesper. Vorab verriet er nur so viel, dass die bisherigen vier Windräder zwischen Petterweil und Kloppenheim abgerissen und durch zwei wesentlich größere ersetzt werden sollen. Außerdem sollen in Richtungen Erlenbach noch vier oder fünf weitere Windräder errichtet werden. Den Wirkungsgrad dieser neuen Anlagen machte der Ortsvorsteher an einem Beispiel deutlich: »Ein Windrad erzeugt in einer Stunde so viel Strom wie eine vierköpfige Familie in einem ganzen Jahr benötigt.«

Weiterer Eingang zum Friedhof?

Am Ende der Sitzung befasste sich der Ortsbeirat noch mit einem Antrag der Linke-Fraktion, den diese in die letzte Stadtverordnetensitzung eingebracht hatte und der von dort zur weiteren Beratung in den Ortsbeirat überwiesen worden war. Dabei geht es um zusätzliche Parkplätze für Behinderte am Petterweiler Friedhof. Ergänzt wurde der Antrag von einem Petterweiler Bürger, der neben diesen Sonderparkplätzen auch einen weiteren Zugang am nordwestlichen Ende des Friedhofes anregt. Zusätzliche Parkplätze reichten nicht aus. Man müsse vielmehr die Wegstrecke vereinfachen und verkürzen, hieß es zur Begründung des Ansinnens. Wenn die momentanen Parkmöglichkeiten nämlich nur um zwei Behindertenstellplätze erweitert würden, dann bliebe immer noch der Anstieg auf allen drei Wegen bis zu den Urnengräbern. Und der sei für Behinderte einfach zu beschwerlich. Weil in jedem Fall aber Kosten entstehen würden, beschloss der Ortsbeirat, den Magistrat zu beauftragen, zunächst die Kosten für derartige Baumaßnahmen prüfen zu lassen.

Zwei Linden für Schwaab und Koch

Schließlich wurde noch bekannt gegeben, dass am 1. August anlässlich der Feier zur 50-jährigen Zugehörigkeit Petterweils zur Stadt Karben zwei Linden vor dem Friedhof gepflanzt werden sollen, die dem ehemaligen Ersten Stadtrat Friedrich Schwaab und dem ehemaligen Ortsvorsteher Adolf Koch zu ihren Abschieden aus ihren jeweiligen Ämtern vom Ortsbeirat geschenkt wurden.

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