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Poetry-Slam zu Gast beim Literaturforum

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Poetry-Slamer, Gitarristin (2. v. r.) und Mitglieder des Literaturforums bekommen reichlich Applaus für ihre Darbietungen. PV © Red

Karben (pm). Unter dem Motto »Jugend schreibt« trafen sich zum sechsten Mal Autoren des Literaturforums Karben mit den Poeten des Poetry-Slam Wetterau. Nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende Karin Schrey übernahm Dominik Rinkart die Moderation.

Die Singer-Songwriterin Eva Niedermeier begann mit dem selbst geschriebenen Song »Das letzte bisschen Liebe«. Annette Wibowo vom Literaturforum las ihren Text »Buddha-Baum«. Im Urlaub mit ihrer Tochter gerät sie in eine lebensbedrohende Tsunami-Situation. Der Protagonistin wird bewusst, dass sie niemals ihren Glauben, das gegenseitige Vertrauen, die Hoffnung und Zuversicht verlieren darf. Zur Verblüffung der Zuhörenden löst sich die Geschichte als Traum auf. Rinkart setzte den Abend mit dem »Kongress der Zeitreisenden« fort. Er ließ in seinem Text Berühmtheiten verschiedener Epochen aufeinandertreffen. Dann erklang der Song »Sternhagelverloren«, Text und Melodie von Eva Niedermeier. Es folgte ein Text von Josepha Fliedner, die erstmals vortrug. Ihr lyrischer Text »Wir sind Partikel«, eine Allegorie über das ewige Werden und den steten Wandel, überzeugte.

Robert Axt, ein Autor des Literaturforums, fasste in seinem Beitrag auf humorvolle Weise Höhen und Tiefen der Frankfurter Eintracht auf dem steinigen Weg in die Champions League zusammen, ein Weg, der nicht von Erfolg gekrönt war. Dazu passend folgte Niedermeiers Song »Vereinsheim«. Sie fuhr nach der Pause fort mit dem Lied »Liebelei«. Die Autorinnen des Literaturforums, Rosie Cordsen-Enslin und Karin Schrey, lasen einen Dialog zwischen einer Hausspinne und einer Tigerspinne. Den Text hatte Cordsen-Enslin ersonnen. Beide Spinnenarten kommen in Chile, Cordsen-Enslins Heimat, vor. Wissenschaftler untersuchten das Verhalten dieser Spinnenart, indem sie zwei Exemplare in eine enge Kiste sperrten und beobachteten. Wider Erwarten fielen die Tiere jedoch nicht übereinander her. Josepha Fliedner berichtete in lyrischer Form unter dem Titel »Das beste Wohnzimmer Berlins« von Erlebnissen in ihrer Studenten-WG. Dominik Rinkart erfreute mit dem Gedicht »Spaziergang I und II.« Es schloss sich Hans Kärcher mit seiner Smartphone-Lyrik an. Er fügte Schlagworte aus den Pressetexten des Literaturforums mit dem Smartphone zusammen und konstruierte lustige und nachdenklich machende Texte.

Niedermeiers Song »Das hast du gut gemacht« beschloss den Abend. Die Besucher danken mit reichlichem Applaus.

Das nächste Programm des Literaturforums folgt am Donnerstag, 28. April, um 19.30 im »KUHtelier«, Burg-Gräfenröder-Straße 2, Groß-Karben. Die Besucher erwartet ein interessanter einfühlsamer Literaturabend zum Thema »Venedig, Ort der Literatur«.

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