K_Koerber_150122_4c_1
+
Dieter Körber Literaturforum-Vorsitzender

Romane, Gedichte, Jazz und ein Poetry-Slam

Karben (pm). Das Literaturforum Karben legt sein Programm für das Jahr 2022 vor. Nach Angaben von Dieter Körber, dem Vereinsvorsitzenden, besticht es durch die Vielfalt seiner Themen und Ideen. Den Besuchern, Freunden und Mitgliedern gelte ein besonderer Dank des Literaturforums Karben für ihre Treue und ihr Interesse an den Programmen vergangener Jahre.

Auch im aktuellen Programm stehe die Pflege der Weltliteratur im Vordergrund.

Zum Auftakt Science Fiction

Das Literaturforum Karben beginnt sein Jahresprogramm mit der literarischen Seite der Science-Fiction, und zwar am 27. Januar, wie gewohnt um 19.30 Uhr im »KUHtelier« in der Burg-Gräfenröder-Straße 2 in Groß-Karben. Zum Ausklang der närrischen Zeit dürfe der Humor nicht fehlen, schreibt Körber. Deshalb setze sich das Programm fort am Donnerstag, 24. Februar, mit einem Leseabend unter dem Titel »Humor in der Literatur und literarisches Kabarett«. Angereichert mit klangvollen musikalischen Höhepunkten durch Nicola Piesch (Gesang) und Dieter Wierz am Klavier. Ausnahmsweise am Freitag, 18. März, heiße es dann »Literatur trifft Saxofon, Die letzten Tage der Menschheit, von Karl Kraus«, gelesen von Dieter Körber und mit dem Saxofon begleitet von Nicola Piesch.

Am Donnerstag, 31. März, komme die Jugend zu ihrem Recht beim gemeinsamen Programm mit dem Poetry-Slam Wetterau. »Poetry-Slam trifft Literaturforum Karben«. Es folgt am 28. April »Venedig, Ort der Literatur«. Am 25. Mai heißt es: »Die Vergessenen Dichter, Autoren jenseits des Kanons«. Das Literaturforum nimmt sich der zu Unrecht vergessenen Dichter an. Teils wurden sie vergessen ob der Wandlung des Publikumsgeschmacks. Und man widmet sich der durch die Naziherrschaft ins Vergessen Gezwungenen.

Am 30. Juni dann: »Die dunkle Seite des Schaffens - Dichter und ihre Dämonen«, eine Betrachtung von Dichtern, die mit Sucht- und Drogenproblemen kämpften, die der Sexualität krankhaft verfallen waren. Es schließt sich an - ausnahmsweise am Samstag, 16. Juli, um 17 Uhr - ein Sommerfest mit dem Titel »Literatur und Jazz«. Es spielt die Band »Jazz for Friends«, plus Drummer.

Das Literaturforum Karben blickt laut Vorsitzendem Körber »auf zwölf Jahre qualifizierte Kulturarbeit in und für Karben zurück«. Auch im Pseudo-Jubiläumsjahr solle sich »ein inspirierender Zweiklang von Jazz und Literatur vollziehen«.

Das große Problem der Dichter und der Dichtkunst behandele der Leseabend »Der Zweifel an der Sprache«. Der Zweifel an der Sprache setze ein, wenn die Schreibenden sich nicht mehr sicher seien, dass die verwendeten Worte genau das treffen, was gesagt werden soll, was zum Ausdruck gebracht werden soll.

Andreas Maier eingeladen

Gemeinsam mit dem Geschichtsverein solle es am Donnerstag, 1. September, einen Vortragsabend im Bürgerzentrum Karben geben zum Thema »Städtebauwettbewerb Karben 1969 - was daraus geworden ist«. Rosi Kärcher, die als Architekturstudentin am Wettbewerb mitgearbeitet hatte, und ihr Mann Dr. Hans Kärcher berichten über eigene Eindrücke und Fragen der Gestaltung.

Voraussichtlich am Donnerstag, 29. September, wird Andreas Maier als Gastautor im »KUHtelier« aus seinem neuen Roman lesen. Es schließen sich am 27. Oktober regionale Autorinnen und Autoren mit Kurzvorstellungen an. Ein Leseabend musikalisch begleitet »Poeten der Region zu Gast, die schreibende Wetterau«.

Zum Jahresabschluss am Donnerstag, 24. November, heißt das Thema »Jüdische Literatur- von Juden der Diaspora und aus Israel«. Vor 80 Jahren, am 20. Januar 1942, entschloss sich ein verbrecherisches deutsches Regime zum staatlichen Mord an der jüdischen Bevölkerung. Körber: »Dies dürfte Anlass genug sein, um die wieder erblühte jüdische Literatur zu würdigen.«

Die Veranstaltungen unterliegen der 2G-plus-Regel. Die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen sein und einen tagesaktuellen Negativ-Test vorweisen; für dreifach Geimpfte, also Geboosterte, entfällt der Testnachweis - nach heutigem Stand. ARCHIVFOTO

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare