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Schulsozialarbeit mit Corona-Zwischenbilanz

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Karben (jwn). Schulsozialarbeit ist an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) schon seit fast 20 Jahren Standard. An den anderen Karbener Schulen wurde sie vor fünf Jahren eingeführt. Regelmäßig wird in den Fachausschüssen, wie am Dienstagabend im Ausschuss für Jugend-, Soziales und Kultur über die Schulsozialarbeit, berichtet. Diesmal legten nur Julia-Charlott Jackel (Pestalozzi- und Selzerbach-Schule) sowie Tatjana Schnitzer-Wagner und Bettina Kreutz (KSS) ihre Berichte vor.

»An den drei anderen Schulen gab es Personalwechsel und deshalb müssen die beiden Berichte dieses Mal stellvertretend für alle Karbener Schulen gelten«, erklärte Thomas Frühauf vom Fachbereich Soziales und Jugend.

»Wir haben sehr unter den totalen Schulschließung, den zeitweiligen Wechselunterrichten, dem Homeschooling und den sonstigen Einschränkungen gelitten«, erklären die drei Diplom-Sozialpädagoginnen übereinstimmend. Jackel ist je zwei Tage an der Pestalozzischule und Selzerbachschule, der fünfte Tag ist Teamsitzungen und schulübergreifenden Aufgaben gewidmet. Während der pandemiebedingten Einschränkungen lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit vor allem in der Notbetreuung der Kinder. »Das Homeschooling war für viele Kinder nicht nur ungewohnt, den Eltern ging nach einiger Zeit die Puste aus und deshalb kam es oftmals zu Reibereien innerhalb der Familie«, sagte Jackel.

Ähnliches berichteten Kreutz und Schnitzer-Wagner. »Die Stimmung war unterschiedlich«, sagt Kreutz. Teilweise hätten die Kinder das Zuhausebleiben genossen, weil sie mehr Ruhe und die individuelle Unterstützung durch die Eltern genossen hätten. Es gab aber auch das Gegenteil, wo die Kinder die fehlende Aufsicht durch die Lehrer ausgenutzt hätten und in der Online-Schulstunde am Computer nur gespielt hätten. Dann seien sie, die Schulsozialarbeiterinnen von den Lehrern zu Hilferufen worden.

Die kontinuierliche und bedarfsgerechte Entwicklung und Fortschreibung des Konzeptes müsse gewährleistet sein. Schulsozialarbeit ist Anlaufstelle für alle Schülerinnen und Schüler einer Schule. Insbesondere aber für jene, die bei Problemen und Konflikten sozialpädagogische Hilfe, Unterstützung und Zuwendung suchen und benötigen. Diese Arbeit könne in Einzelgesprächen mit Schülern oder Eltern oder während eines Klassentreffens erfolgen. An der KSS bieten die beiden Sozialpädagogen darüber hinaus auch noch Medienpädagogik und Präventionsarbeit an.

Votum für steigende Kita-Gebühren

Bei dem anschließenden Tagesordnungspunkt des Ausschusses »Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung der städtischen Kitas« machte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) noch einmal deutlich, dass sich die Anhebung der Kita-Gebühren um lediglich 1,8 Prozent erhöhen werde. Eltern niedriger Einkommen (bis 36 000 Euro Jahreseinkommen müssen ab dem 1. April dieses Jahres 157,35 Euro und damit 2,35 Prozent gegenüber dem bisherigen Tarif mehr zahlen. Eltern mit höherem Einkommen (mehr als 120 000 Euro) müssen im Basismodul maximal 5,93 Euro mehr zahlen als vor der Erhöhung. Die Elternbeiträge decken damit lediglich neun Prozent der Betreuungskosten insgesamt. Der Gebührenanhebung wurde vom Ausschuss einstimmig entsprochen.

Zurückgezogen, weil erledigt, wurden die beiden Anträge der Grünen, in einem ging es um Wartezeiten für Anliegen bei der Stadt, im anderen um Thermostate in einer Flüchtlingsunterkunft.

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