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Umzug tut dem Weihnachtsmarkt gut

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Von: Jürgen Schenk

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Stimmungsvoll wurde es ab dem späteren Nachmittag an der Nidda-Terrasse, dem neuen Weihnachtsmarkt-Standort. © Jürgen Schenk

Drei Jahre später - dasselbe Fest. Nicht ganz. Nach den durch Corona bedingten Absagen der vergangenen Jahre hat der Karbener Weihnachtsmarkt sein Gesicht verändert. Der wenig romantische Rathausparkplatz dürfte als Standort des vorweihnachtlichen Hüttendorfs ausgedient haben. 1989 nahm die Geschichte des Weihnachtsmarktes dort ihren Anfang. Mit dem Umzug auf die andere Seite des Bürgerzentrums wurde jetzt ein neues Kapitel aufgeschlagen.

A m Samstagabend bekam man zum ersten Mal einen Eindruck davon, wo die Reise hingehen könnte. Und, man darf es vorwegnehmen: Karbens Einwohnerschaft scheint das neue Ambiente dankbar anzunehmen. Mit fortschreitender Dunkelheit drängten sich immer mehr Besucherinnen und Besucher durch das Nadelöhr an der Nidda-Terrasse. Fast hatte es den Anschein, als sei ganz Karben auf den Beinen. Leuchtende Sterne und Lichter an den Bäumen verbreiteten bei aller Sparsamkeit einen gediegenen Glanz. Selbst die Kälte passte sich dem Ereignis an und ließ den Glühweinkonsum in die Höhe schnellen. Eine schöne Idee waren die Glühwein- tassen mit Karben-Aufdruck.

Vieles war wie früher. Ein extra eingerichteter Bustransfer brachte Menschen aus den Karbener Stadtteilen zum Veranstaltungsort und zurück. In den Verkaufshütten sah man viele Vereinsvertreter. Auch der aktuelle Abi-Jahrgang der Kurt-Schumacher-Schule war wieder mit einem Stand vertreten. Eisstockschießen auf einer Plastikbahn sowie eine große Rollenrutsche sorgten vor allem bei den Jüngeren für Kurzweil. Die von der Stadt beworbenen Kunsthandwerkstände versteckten sich allerdings etwas zwischen der Vielzahl an kulinarischen Angeboten. Auf der anderen Seite war es in dem Geschiebe und Gedränge auch nicht leicht, zu allen Ständen vorzudringen. Mit 28 Ständen im Außenbereich fiel der Weihnachtsmarkt kleiner aus als in den Jahren vor Corona.

Enorme Zahl an Besuchern

Von Anfang an dabei ist der Ökumene-Kreis der Karbener Kirchengemeinden. Tee, Gebäck, Liköre und Marmeladen gab es an dem Stand kostenlos oder gegen eine kleine Spende. Edith Bremmer hatte für die Kinder Bastelideen und entsprechende Materialien mitgebracht. »Einige Kinder haben mich heute schon besucht, um mit mir zu basteln«, freute sie sich. Währenddessen kümmerte sich ihre Kollegin Ursula Jäger um den Hüttenbetrieb.

Am Stand des Fördervereins der Kurt-Schumacher-Schule konnte man derweil zuschauen, wie der stellvertretende Schulleiter Simon Claus Crêpes zubereitete. Und die nicht kleiner werdende Menschenschlange vor dem Häuschen zeigte, dass ihm das sehr gut gelang. »Crêpes sind einfach sein Leben«, verrieten Ilka Steinert und Anja Gubitzer vom Förderverein. Die Damen hatten direkt neben dem Bürgerhaussaal einen strategisch günstigen Platz eingenommen.

Nach und nach kamen dort immer mehr Besucher an. Durch die Bank weg waren sie derselben Meinung: Der Weihnachtsmarkt habe vom Umzug hinters Rathaus auf jeden Fall profitiert. Überrascht waren alle über die enorme Besucherzahl, die vielleicht sogar das Stadtfest im vergangenen Sommer toppen könnte. Somit dürfte einer Wiederholung im nächsten Jahr wohl kaum etwas im Wege stehen.

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