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Werben für die Feuerwehr

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Von: Jürgen Schenk

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Karben (jsl). Seit vielen Jahren gibt es einen Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Okarben. Die Ausgaben 30 und 31 mussten wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Umso erfreulicher war für die Brandschützer der am Sonntag erlebte Gästezuspruch.

An den überdachten Tischgarnituren im Hof des Feuerwehrgerätehauses in Okarben saßen schon zur Mittagszeit viele Menschen. Sie waren mit Gegrilltem und kühlen Getränken bestens versorgt.

Kinder und Erwachsene hatten ihren Spaß bei einer Ausfahrt mit dem Feuerwehrauto durch den Ort. Gleich neben der »Haltestelle« des Einsatzwagens war eine 10-Liter-Kübelspritze aufgebaut. Den beim Pumpen erzeugten Wasserstrahl nutzten die Kinder zum Zielschießen auf Klappschilder. Zielgenauigkeit war auch beim Dosenwerfen gefragt.

Am selben Stand konnte man sich Klebe-Tattoos abholen. Stadtbrandinspektor Christian Becker ist da für jeden Spaß zu haben und hat sich einen »Feuerwehrhund« auf den Arm pressen lassen. Kurze Zeit später tauchten bereits erste Fotos von dieser Aktion in den sozialen Netzwerken auf, wie Becker beim Blick auf sein Handy feststellen musste.

Freude am Vereinsleben

Nach zweijähriger Zwangspause bot der Tag der offenen Tür für die Okarbener Feuerwehr eine ideale Präsentationsmöglichkeit. Die Veranstaltung hatte den Charakter eines Familienfestes, was nicht zuletzt den Kindern zu gefallen schien. Bei den Verantwortlichen dürfte damit sicher auch die Hoffnung auf den einen oder anderen Beitritt in die Nachwuchsfeuerwehr verbunden sein. »Während der dreitägigen Vorbereitung haben alle hier an einem Strang gezogen«, lobt Wehrführerin Hanna Grünewald die interne Zusammenarbeit. Man habe deutlich eine neu gewonnene Freude am Vereinsleben gespürt. »Auch bei Bewirtung und Spielen waren die Mitglieder im Dauereinsatz.«

Grünewalds Vertreter, Fabian Scholz, ließ noch einmal die Schwierigkeiten während der Corona-Hochphase Revue passieren. Im Gegensatz zu den meisten Sportvereinen hätten die Feuerwehren erst später mit ihren Übungseinheiten beginnen können, bemerkte der frühere Jugendwart.

»Bei Übungsstunden und Einsätzen konnten jeweils nur sechs Feuerwehrleute zusammen agieren. Wir haben in dieser Zeit versucht, vieles online zu machen. Aber irgendwann gingen uns die Ideen aus. Feuerwehrarbeit ist Praxis«, sagt Scholz. Neue Mitglieder im Nachwuchsbereich und in der Einsatzabteilung seien jederzeit gerne willkommen.

Glücklicherweise keine Waldbrände

In den zurückliegenden Wochen hatte die Okarbener Feuerwehr kaum Einsätze zu verzeichnen. Wald- oder Wiesenbrände habe es zum Glück nicht gegeben, nur einmal den Anfangsverdacht, sagt Stadtbrandinspektor Becker. Letztlich sei es aber bei dem Verdacht geblieben. »Bei einem Einsatz ging es um einen Hund, der sich hier in Okarben auf ein Hausdach verirrt hatte«, erzählt Hanna Grünewald. »Das war kurioserweise nur eine Woche, bevor sich der Pfau auf den Petterweilern Dächern niederließ.« (Diese Zeitung berichtete.)

Angesichts veränderter Herausforderungen, wie beispielsweise der möglichen Bekämpfung von Waldbränden, kündigt Becker die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges an. Nach seinen Angaben handelt es sich um ein Tanklöschfahrzeug (TLF). Wann es bereitstehen wird, konnte er noch nicht sagen.

»Die Notwendigkeit dafür ist aber in jedem Fall gegeben«, erklärt der Stadtbrandinspektor. »Bürgermeister Guido Rahn hat es der Okarbener Feuerwehr versprochen. Und das wird den Kameradinnen und Kameraden für die Zukunft weitere Motivation verleihen.«

Beim Langzeitprojekt Feuerwehrgerätehaus hat sich im Ablauf nichts geändert. Nach Petterweil und Burg-Gräfenrode steht Okarben an dritter Stelle bei den Neubauplanungen an den Karbener Feuerwehrstandorten.

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