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Zwei »goldige Jungs« und viele treue Mitglieder

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Von: Antje Grunenberg-Heuer

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»Goldjungs« Christoph Bachmann (l.) und Thomas Görlich (M.) mit Kai Grunenberg. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer

Karben (ach). Sie sei eine »Erfolgsgeschichte«, betonte der stellvertretende Vorsitzende des KSV-Ehrenrats Kai Grunenberg beim Ehrungsnachmittag am Samstag im Vereinshaus am Günter-Reutzel-Sportfeld. Gemeint war die Jugendfußballabteilung des KSV. Geehrt wurde deren 2. Abteilungsleiter Christoph Bachmann, der seit zwölf Jahren Funktionär ist. Er stieg ein als Trainer diverser Jugendmannschaften, seit Gründung der Jugendfußballabteilung betätigt er sich zusätzlich in deren Leitung.

Und er wirkte mit in der Arbeitsgruppe, die vor einigen Jahren das neue Logo für den KSV erarbeitet hat.

»Wir haben heute zwei goldige Jungs zu ehren« sagte Grunenberg und rief Thomas Görlich auf, der, aus der Turnabteilung kommend, seit zwölf Jahren im Verein als Kassenprüfer tätig war und derzeit Vorsitzender des Ehrenrats ist.

Danach wurde Brigitte Göbel für 25-jährige KSV-Mitgliedschaft geehrt. Seit 40 Jahren dabei sind Werner Dietrich, Ernst Heuer, Franz-Josef Obermann und Annika Taucher. 50 Jahre dem Verein die Treue halten Anke Glashoff, Gerda Konczak, Gisela und Rainer Patsch sowie Onno Wicharz. Sie alle erzählten darüber, was ihre Beweggründe waren, damals in den KSV einzutreten.

Mit 92 Jahren noch aktiver Tennisspieler

Der in Rendel lebende Onno Wicharz ist mittlerweile 92 Jahre alt und damit der älteste noch aktive Tennisspieler im KSV. »Nach Gründung der Tennisabteilung sind wir direkt zum KSV gegangen. Wir gehörten auch zu den Gründern der Tanzsportabteilung- im KSV«, erzählte Wicharz. Für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde Peter Opper. Er startete in der Turnabteilung, spielte dann Fußball und fungierte bis 1991 als Fußballschiedsrichter. Auch als Kassenprüfer war Opper gefragt. Er habe ein Prüf-Formular entwickelt, das noch heute die Grundlage für Kassenprüfungen beim KSV sei, betonte Görlich, der in seiner Funktion als Ehrenratsvorsitzender Urkunden aushändigte. Opper erinnerte an die Verbindung der KSV-Fußballer zum Londoner Fußballverein FC Midway von 1966 bis 1982.

Eine Urkunde für 65-jährige Mitgliedschaft erhielt Klaus Kohl, der ebenfalls ein Klein-Karbener Urgestein und dem Verein seit Kindertagen verbunden ist. Geturnt hat er im Saal Schuldt, dort wurde einst auch Tischtennis gespielt und Rad gefahren. Seit Jahren ist er in der Tennisabteilung aktiv (sowohl als Spieler als auch ehemals in der Abteilungsleitung), und er hat das ein oder andere Sportabzeichen absolviert. Opper und Kohl warben dafür, in einen Verein einzutreten und sich darin zu engagieren. Das Vereinsleben sei eine »Schule des Lebens« und »sozialisiert die Menschen«.

Anschließend rief Görlich diejenigen auf, die dem Verein seit 70 Jahren angehören: Isolde Frank, Heinz Kötter, Gisela Nitschke und Dieter Peter. Auch sie sind alle schon seit Kindertagen dabei in der Turn- oder Fußballabteilung. »Der Verein war unser Leben«, sagte Gisela Nitschke, die jahrelang als Übungsleiterin in der Turnabteilung wirkte. Noch fünf Jahre länger - 75 Jahre - ist Horst Feiler im KSV. Er ist mit neun Jahren in die Fußballabteilung eingetreten.

Fußball-Anfänge auf Schlackeplatz

Der Jubilar erinnerte sich an die Anfänge auf dem heutigen Günter-Reutzel-Platz: »Das war damals, 1947, noch ein schwarzer Schlackeplatz, auf dem wir barfuß Fußball spielten.« 1945 war Feiler mit seiner Mutter, Großmutter und Geschwistern aus dem Sudentenland gekommen. In der (heute nicht mehr existierenden) Klein-Kärber Mühle neben dem Fußballplatz kamen sie unter. Feiler, der auch Ehrenmitglied bei den Altfußballern ist, hat als Kind auch geturnt und wurde schon als 17-Jähriger in die 1. KSV-Fußballmannschaft berufen. Später kickte er bei den 20ern in Groß-Karben. Das Tennisspielen mache ihm bis heute Spaß, sagte er, aber: »Das geht nicht mehr so mit der Lauferei.«

Die Liste der zu Ehrenden war lang, nicht alle waren beim Kaffeenachmittag dabei. Sie erhalten ihre Urkunden in den nächsten Tagen nachgereicht.

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Klaus Kohl (l.) ist seit 65 Jahren im KSV, Peter Opper seit 60 Jahren. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer
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Heinz Kötter, Dieter Peter, Isolde Frank und Gisela Nitschke (von links) werden für 70 Jahre KSV-Mitlgiedschaft ausgezeicnet. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer
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50 Jahre im KSV: Thomas Görlich gratuliert (von links) Rainer und Gisela Patsch, Onno Wicharz, Gerda Konczak und Anke Glashoff. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer

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