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Kein Besucherzentrum im Michelnauer Steinbruch

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Von: red Redaktion

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Neue Ehrenmitglieder und neues Wappen (v. l.): Vorsitzender Lothar Noll ernennt Manfred Janson zum Ehrenmitglied und Helmut Kaiser zum Ehrenvorsitzenden der Steinbruchfreunde. Michelnaus Ortsvorsteher Timo Franz präsentiert das künftige Wappen des Stadtteils. Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard, nun ebenfalls Mitglied, gratuliert. © pv

Eine positive Vereinsentwicklung bilanzierte der Vorstand der Steinbruchfreunde Michelnau bei der Mitgliederversammlung. Das geplante Besucherzentrum kann aber trotzdem nicht entstehen.

Michelnau (red). Im Steinbruch in Michelnau wird es kein Besucherzentrum geben. Die bislang engagiert verfolgten Pläne des Vereins der Freunde des Steinbruchs Michelnau fanden beim Denkmalschutz keine Zustimmung, wie der Vorstand im Rahmen der coronabedingt ersten Mitgliederversammlung seit zwei Jahren mitteilte.

Zunächst freute sich Vorsitzender Lothar Noll aber über 22 neue Mitglieder seit 2019. Trotz der neun Austritte umfassen die Freunde des Steinbruchs damit aktuell 208 Mitglieder. »Seit zwölf Jahren sind wir hier oben mittlerweile aktiv und haben viel erreicht«, freute sich Noll, der bedauerte, dass die Jubiläumsfeier zum zehnten Geburtstag des Vereins 2020 coronabedingt ausfiel.

Über 2500 Arbeitsstunden seit 2019 und 15 000 Arbeitsstunden seit Vereinsgründung stellten das Engagement der Mitglieder eindrucksvoll unter Beweis. Der Vorsitzende erinnerte an die Pflasterung der Steinmetzhütte und die Ausstellung alter Darstellungen des Steinbruchs in der Sägehalle, im Windenhaus und im Außenbereich, die Anschaffung weiterer Schrämmaschinen und einer Kettensäge oder das ungebrochene Interesse des Hessischen Rundfunks am Steinbruch. Dies alles zeige, dass das Interesse nach wie vor groß sei. Das schlage sich auch in der Zahl der Tagesbesucher nieder, die sich seit 2020 verdoppelt habe.

Dann kam Noll auf den Vorstandsbeschluss zu sprechen, die Pläne für ein Besucherzentrum auf dem Steinbruchareal nicht mehr weiterverfolgen zu wollen. Grund sei, dass der Denkmalschutz einer Bebauung der mittleren Ebene nicht zustimmt, was für den Verein nicht nachvollziehbar sei. Daher sehe der Vorstand eine weitere Planung als »nicht mehr zielführend« an, so Noll.

Zwei neue

Ehrenmitglieder

Die ansonsten positive Vereinsentwicklung bildeten auch die Berichte der Fachbereichsleiter ab. Anette Porschewski, für den Bereich »Tourismus und Veranstaltungen« zuständig, blickte auf zahlreiche Führungen zurück, die sich weiter steigender Beliebtheit erfreuten. 2021 fanden nach dem pandemiebedingten Tief von 2020 wieder 44 Führungen statt. Im aktuellen Jahr habe man diese Zahl mit rund 40 Führungen bereits jetzt fast erreicht. Auch die Ferienspiele der Stadt Nidda werden wieder in den Steinbruch führen. Nidda in Concert und der Tag des offenen Denkmals folgen im September. Offene Führungen sind bis Mitte November geplant. Reinhold Stock, Fachbereichsleiter für Gerätewartung und Maschinenpark, bilanzierte diverse erfolgreiche Reparaturen und Sanierungen am technischen Gerät, etwa am Original-Motor des Holzderrickkrans. Barbara van Meerendonk, für Geotop- und Biotopschutz zuständig, berichtete von der Erweiterung der Streuobstwiese und der Realisierung von neuen Magerrasenflächen auf dem Steinbruch-Areal.

Feierlich wurde es, als man die verdienten Vorstands- und Gründungsmitglieder Helmut Kaiser, bislang zweiter Vorsitzender, und Beisitzer Manfred Janson aus ihren Ämtern verabschiedete. Im gleichen Zug ernannte man Kaiser zum Ehrenvorsitzenden und Janson zum Ehrenmitglied. Auch Wilfried Erk, dem Lothar Noll ebenfalls für sein Engagement dankte, schied aus dem Vorstand aus.

Noll bleibt

Vorsitzender

Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder Vorsitzenden Lothar Noll, Kassen-wartin und Fachbereichsleiterin Tourismus und Veranstaltungen, Anette Porschewski, die beiden Fachbereichsleiter Maschinenpark, Reinhold Stock und Barbara van Meerendonk, Geotop- und Biotopschutz, Pressewart Oliver Hack sowie die Beisitzer Wilma Grünke-Wirth und Gabi Görg. Wolfgang Schönert, bis dato Beisitzer, wählte man zum neuen zweiten Vorsitzenden. Neue Beisitzer sind Edgar Emrich und Richard Weber. Nachfolger von Schriftführerin Karin Knölcke wurde Gerhard Müller-Skrodzki. Das seit dem Tod von Gernot Diehl im Jahr 2016 verwaiste Amt des Fachbereichsleiters Neubau und Unterhaltung von Gebäuden, Wegen und Plätzen übernimmt künftig Hans-Werner Gierhardt.

Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard, seit Kurzem ebenfalls Mitglied, überbrachte die Grüße der Stadt. Ortsvorsteher Timo Fanz präsentierte das künftige offizielle Wappen Michelnaus, in dem der stilisierte Holzderrickkran ein prägendes Element darstellt. Der neue Kassenwart Gerhard Müller-Skrodzki stellte zudem seinen neuen Steinbruchkalender vor, der für fünf Euro unter anderem bei den künftigen Führungen im Steinbruch zu erwerben sein wird. Die Einnahmen kommen komplett dem Verein zugute.

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