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Kleiner Bär hilft bei großer Angst: Rettungswagen mit plüschiger Verstärkung

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DRK-Kreisgeschäftsführer Fabian Thoma (l.), Maritta Mahr, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Büdingen, und Rettungsdienstleiter Jens Grusdt stellen die neuen Trösterbärchen vor. © Elke Kaltenschnee

Die Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes in Büdingen haben jetzt plüschige Besatzungsmitglieder. An Bord sind Trösterbärchen für Kinder. Sie sollen ihnen mögliche Ängste nehmen.

VON ELKE KALTENSCHNEE

Büdingen. Seit Kurzem haben die Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Büdingen neue Besatzungsmitglieder: Die frisch eingetroffenen Trösterbärchen sind klein, plüschig und tragen stets ein freundliches Lächeln im Gesicht. Maritta Mahr, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Geschäftsführer Fabian Thoma und Rettungsdienstleiter Jens Grusdt haben die Bärchen nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wichtig für Vertrauensbasis

Maritta Mahr erläuterte, warum die kleinen Kerlchen im Rettungsdienst eingesetzt werden: »Bereits seit 2016 gehören Trösterbärchen zur Ausstattung unserer Rettungswagen. Sie übernehmen bei jungen Patienten eine wichtige Aufgabe: Sie helfen den Kindern, Vertrauen zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufbauen.« Bei Notfällen müsse es schnell gehen, aber die meisten Kinder hätten Angst vor fremden Menschen, unvertrauten Situationen und vor allem vor Schmerzen.

Jens Grusdt, seit langen Jahren als Notfallsanitäter im Einsatz, bestätigt dies: »Wenn Kinder in eine Notsituation geraten, sind sie oft sehr gestresst und ängstlich. Wenn der Rettungswagen - vielleicht noch mit Blaulicht - zu ihnen kommt und sie mitfahren sollen, weint der eine oder die andere sogar.« Mit den Trösterbärchen gelinge es der Besatzung eines Rettungswagens, Zugang zu den jungen Patienten zu finden. »Die Trösterbärchen nehmen Ängste, beruhigen, trösten und helfen sogar, Tränen zu trocknen.«

Doch das sei noch nicht alles, so der Rettungsdienstleiter. Darüber hinaus können die Kinder an dem Plüschbär zeigen, wo sie Schmerzen haben. Das Einsatzteam wiederum kann vorführen, wie ein Pflaster geklebt oder ein Verband angelegt wird. Das beruhigt die Kinder ebenfalls. Muss doch eine Injektion gegeben werden, hilft das kuschelige Spielzeug, die Patienten abzulenken.

»Wir freuen uns, dass wir die Einsatzfahrzeuge der Rettungswachen in Nidda, Kefenrod, Ortenberg, Gedern und Büdingen mit den neuen Seelentröstern ausstatten können. Sie sind bereits dort angekommen und im Einsatz«, berichtete Fabian Thoma.

Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes wies zudem darauf hin, dass die Plüschbären kindgerecht gestaltet sind: »Sie sind allergiegetestet und enthalten keine Schadstoffe. Sie sind so konzipiert, dass sich keine Kleinteile lösen können, die für Kinder beim Spielen oder Kuscheln mit dem Trösterbärchen eine Gefahr darstellen könnten.«

Ausschließlich über Spenden finanziert

Finanziert werden die Kuscheltiere übrigens ausschließlich durch Spenden. Seit November 2016 hängt im Büdinger Hit-Markt zwischen den beiden Rückgabestellen für Flaschen-Leergut ein weißer Briefkasten. Jede Person, die leere Pfandflaschen und -gläser zurückbringt, kann ihren Pfandbon dort einwerfen und unterstützt damit den Kauf der kleinen Plüschtiere. Maritta Mahr nutzte deshalb die Gelegenheit, allen Spenderinnen und Spendern ihren großen Dank auszusprechen.

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