Kommentar: Goldesel vernebelt den Blick

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In der Haut der Stadtverordneten möchte man wirklich nicht stecken. Denn das Smart-City-Projekt ist viel größer als die bisherigen und allesamt geplatzten Vorhaben Radeberger, chinesisches Handelszentrum und Brandenburg-Fleischerei zusammen. Doch auf der anderen Seite steht als Gesicht des Projektes der Bad Homburger Jörg-Peter Schultheis, dessen Vita schmeichelhaft als undurchsichtig angsehen werden kann.

In der Haut der Stadtverordneten möchte man wirklich nicht stecken. Denn das Smart-City-Projekt ist viel größer als die bisherigen und allesamt geplatzten Vorhaben Radeberger, chinesisches Handelszentrum und Brandenburg-Fleischerei zusammen. Doch auf der anderen Seite steht als Gesicht des Projektes der Bad Homburger Jörg-Peter Schultheis, dessen Vita schmeichelhaft als undurchsichtig angsehen werden kann.

Der Investor CESA ist finanziell sicherlich in der Lage, das Vorhaben zu realisieren, er macht gerade in Berlin durch mehrere Großvorhaben auf sich aufmerksam. Aber eben nicht in der Dimension, die in Bad Vilbel Realität werden soll. Auch die Architekten von Planquadrat spielen sicherlich eine gewisse Rolle auf dem Markt. Doch auch hier handelt es sich für die Darmstädter Planer um eine neue Konfektionsgröße.

Zu lange wartet Bad Vilbel auf den großen Befreiungsschlag, der den Quellenpark endgültig zum Goldesel der Stadt macht. Ob das Verlangen danach zu groß ist und deswegen den klaren Blick vernebelt, muss die Zukunft zeigen. Für die absolute Sicherheit und das "Ja" zum Projekt  gibt es zu wenig Informationen. Ungeklärt ist auch noch die Frage, ob zukünftige Mieter überhaupt in Bad Vilbel Gewerbesteuer zahlen müssten. Die Unsicherheiten sind nicht nur Schultheis anzulasten, sondern auch der fast schon traditionellen Zurückhaltung der städtischen Verwaltung gegenüber den ehrenamtlichen Entscheidungsträgern in der Stadtverordnetenversammlung.

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