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Kontakt halten und offen reden

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Von: red Redaktion

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Das Café Malta der Altenstädter Malteser macht an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen verschiedene Angebote. Informieren kann man sich telefonisch, per E-Mail oder im Internet. © pv

Altenstadt (red). Eine Demenzerkrankung bringt für die Betroffenen, ihre Angehörigen und Freunde viele, oft schleichende Veränderungen im Alltag mit sich. Angehörige und Freunde nehmen das veränderte Verhalten des Betroffenen war. Das führt häufig zu Verunsicherungen in Bezug auf die bisherigen sozialen Beziehungen. Wie soll ich mich am besten verhalten?

Soll ich Hilfe anbieten, oder lieber nicht? Marina Selle, Leiterin des Demenzdienstes in Altenstadt, gibt anlässlich der Woche der Demenz vom 19. bis 25. September Tipps, was in einer solchen Situation helfen kann.

Offen reden über Schwierigkeiten

Angehörige von an Demenz Erkrankten rät sie, mit ihren Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und sich nicht zurückzuziehen. Viel wichtiger sei es, mit ihnen über die Schwierigkeiten zu sprechen, die sie gerade zu meistern haben. Angehörige sollten offen mit der Erkrankung umgehen. Gute Freunde werden zuhören und Verständnis haben.

Ferner rät Marina Selle, frühzeitig Beratungs- und Entlastungsangebote in Anspruch zu nehmen, um Sozialkontakte und Hobbys aufrechtzuerhalten beziehungsweise hierfür wieder Zeit zu gewinnen. Angehörige sollten daran denken, dass es ihrem erkrnakten Angehörigen nicht hilft, wenn man selbst nicht mehr kann oder erkrankt.

Betroffenen Hilfe anbieten

Auch für Freunde und Bekannte von Erkrankten und deren Angehörigen hat Marina Selle Verhaltensweisen parat, um Beziehungen zu diesen in einem funktionierenden Rahmen fortführen zu können. So sollte man weiterhin den Kontakt zur betroffenen Familie pflegen. Es hilft auch sehr, wenn man den Betroffenen seine Hilfe anbietet, sofern es einem möglich ist. Oder man fragt nach, wie man die Betroffenen unterstützen kann.

Selle rät zudem, das Thema Demenz nicht zu tabuisieren. Es kann eine Erleichterung für die betroffene Familie sein, wenn man dieses von sich aus offen anspricht. Wenn man betroffene Freunde besucht oder mit ihnen ausgeht, sollte man versuchen, so gelassen und natürlich wie möglich auf befremdlich wirkendes Verhalten des Menschen mit Demenz zu reagieren. Außerdem sollte man die betroffene Familie ermutigen, professionelle Hilfe anzunehmen.

Fragen zum Thema Demenz beantwortet Marina Selle gerne unter der Telefonnummer 01 71/9 62 16 65 oder per E-Mail an marina.selle@malteser.org. Informationen zum Demenzdienst sind auch online zu finden unter www.malteser-altenstadt.de.

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