1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Kreisel am Oberauer Kreuz offiziell freigegeben

Erstellt:

Kommentare

bg_KA_Kreisverkehrsfreigabe
Bürgermeister Norbert Syguda (Mitte) gibt den neuen Kreisel am Oberauer Kreuz frei. Mit ihm freuen sich unter anderem der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Christian Keim (CDU), Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (SPD) und SPD-Fraktionsvorsitzender Jan Voss. © Jürgen W. Niehoff

Aufatmen im Altenstädter Rathaus, aber auch in der Bevölkerung: Der Umbau des Oberauer Kreuzes zu einem Kreisverkehr ist so gut wie abgeschlossen.

Am Freitagvormittag ist der neue Kreisverkehr offiziell freigegeben worden. Damit ist der Umbau des Oberauer Kreuzes so gut wie abgeschlossen. Lediglich die Beleuchtung und die Gestaltung der Innenrauminsel fehlen noch. »Hauptsache ist, dass der Verkehr läuft«, sagte Bürgermeister Norbert Syguda (SPD) im Beisein von etwa 30 Bürgern, Mitarbeitern des Rathauses und Vertretern der am Bau beteiligten Firmen.

In der Tat: Der Verkehr fährt bereits seit einigen Tagen durch den Kreisverkehr. Allerdings noch nicht in alle Richtungen, weil die Sperrung in Richtung Altenstadt voraussichtlich noch bis zum 19. September bestehen wird, wie Syguda mitteilte. Gestern schien es allerdings so, als sei dieser Termin noch nicht in Stein gemeißelt, denn hinter vorgehaltener Hand meinten Mitarbeiter der Baufirma, dass es vermutlich noch bis zum 30. September dauern werde.

Bau verteuert sich erheblich

Doch die Menschen kümmert dieser Termin offenbar ohnehin schon lange nicht mehr. Sie räumen abends einfach die Absperrungen auf der Straße nach Altenstadt weg - »und dann läuft der Verkehr ganz normal«, berichtete ein Oberauer, der seinen Namen angesichts des anwesenden Ordnungsamtsleiters und der beiden Ortspolizisten nicht verraten wollte. »Die Straße und die Brücke sind ja längst fertig. Es fehlen nur noch die Markierungen auf der Straße, die Randbepflanzung und die Beschilderung«, berichtete der Anwohner weiter.

Der Knotenpunkt Zehnmorgenfeld/Zufahrt zum Gewerbegebiet Waldsiedlung auf der Landesstraße 3189 zwischen Altenstadt und Limeshain, das sogenannte Oberauer Kreuz, war bislang eine vierarmige Kreuzung mit einer Ampelanlage. Da sich in der Vergangenheit wegen des immer größer werdenden Verkehrsaufkommens während der Hauptverkehrszeiten immer öfters Staus bildeten, wurde der Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr beschlossen.

Dafür wurde bereits 2010 eine Verwaltungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Altenstadt und dem Land Hessen geschlossen. Auch das Baurecht wurde 2012 zeitnah erteilt. Doch dann verzögerte das Land Hessen die Ausführung immer wieder. »Damals hätte der Kreisverkehr die Gemeinde nur rund 450 000 Euro gekostet. Heute sind es 900 000 Euro«, sagte Syguda. »Und vom Land haben wir dafür auch nur rund 30 000 Euro erhalten. Geld, das der Gemeinde durch das vorzeitige Ende der Abschreibung der Ampelanlage verlorenging.«

Seit 2021 laufen die Bauarbeiten an der Landesstraße 3189 und an der Nidderbrücke. Wegen der über 16 Monate dauernden Vollsperrung der ansonsten vielbefahrenen Landesstraße bot sich die Gelegenheit, die Kreuzung in einen Kreisverkehr umzubauen.

Seit Februar liefen dafür die Bauarbeiten. Der Kreisverkehr hat einen Außendurchmesser von 36 Metern. Die Fahrbahn hat eine Breite von 7,50 Metern, der innere Kreis hat einen Durchmesser von 21 Metern. Für diesen bittet die Gemeinde um Gestaltungsvorschläge. Allerdings gibt es auch dafür Beschränkungen. So dürfen dort laut Baugenehmigung keine »aufsteigenden Elemente« errichtet werden. Deshalb muss der fertige Gestaltungsplan der Straßenbaubehörde Hessen Mobil zur Genehmigung vorgelegt werden. Neugestaltet wurden auch die Einmündungsbereiche in die Waldsiedlung und nach Oberau. Auch die Entwässerung wurde nicht vergessen. Entlang der Fahrbahnen wurden großzügige Entwässerungsmulden angelegt, sie haben einen Anschluss an das rund 300 Meter entfernte Kanalsystem. Zudem wurden rund um den Kreisverkehr Fuß- und Radwege neu angelegt und in das vorhandene Fuß- und Radwegenetz eingebunden.

Beleuchtung und Schilder fehlen noch

Eine besondere Herausforderung beim Bau des Kreisels war die Aufrechterhaltung des Schwerlastverkehrs in die Waldsiedlung und die sichere Führung der Fußgänger, insbesondere der Schüler, zur Waldsporthalle und zur Bushaltestelle. »Davon waren nicht alle sofort begeistert. Es hagelte eine Menge Beschwerden«, berichtete Syguda. Doch nun sei alles ausgestanden.

Es fehle noch die Beleuchtung. Da es sich um solarbetriebene Beleuchtungselemente handele, sei die Warteliste lang. Genau wie für Verkehrsschilder. Da mangele es an Aluminium. »Ende gut, alles gut«, meinte Syguda dennoch zum Schluss. Der Verkehr laufe und alle Beeinträchtigungen seien hoffentlich bald vergessen. VON JÜRGEN W. NIEHOFF

Auch interessant

Kommentare