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Kultband »Rodgau Monotones« kommt nach Schotten

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Die hessische Kultband »Rodgau Monotones« gastiert am 10. Juni im Alteburgpark. © pv

Endlich wieder Livemusik. Die Kultband »Rodgau Monotones« kommt im Sommer zu einem Konzert nach Schotten. Der Auftritt musste wegen Corona bereits zweimal verschoben werden.

Schotten (sw). Es soll ein großes Fest werden. Endlich wieder Livemusik.

Die Kultband »Rodgau Monotones« kommt zu einem Konzert nach Schotten. Austragungsort ist am Freitag, 10. Juni, das idyllische Ambiente des Alteburgparks. Organisiert wird die Großveranstaltung von der Schottener Tourismus- und Stadtmarketing-Gesellschaft mit Unterstützung zahlreicher örtlicher Sponsoren.

Schon zweimal war die Band aus dem »hessischen Hinterland« in Schotten angekündigt. Und zweimal musste der Auftritt, zu dem rund 1000 Zuschauer erwartet werden, wegen Corona abgesagt werden. Doch in diesem Jahr scheinen die Vorzeichen besser zu sein. Veranstaltungen mit vielen Besuchern sind wieder erlaubt, zumal das ganze Geschehen im Parkgelände unter freiem Himmel stattfinden wird. »Bei hoffentlich schönem frühsommerlichen Wetter«, wie Ralph Koster und Birgt Wilhelm von der Stadtmarketing-Gesellschaft sich und allen Beteiligten wünschen.

Als Vorgruppe wurde die Schottener Band »Compass of Mrs. Who« engagiert. Sie war schon mehrmals bei kleineren Konzerten im Vulkaneum zu hören und zu sehen.

In der Spezies deutschsprachiger Rock’n’Roller haben die »Rodgau Monotones« die Nase noch weit vorne und zählen nach wie vor eine der besten Livebands hierzulande. Mit ihren Hits wie »Ei Gude wie«, »Volle Lotte« oder ihrer Regionalhymne »Die Hesse komme« verschafften sie sich zu Beginn der 1980er Jahre deutschlandweit Gehör. Markenzeichen sind ihre Hessizismen und mit unüberhörbarem Lokalkolorit in den Texten.

Fragt man die Musiker der »Rodgau Monotones« nach dem Status ihrer Band, hört man Sätze wie »Wir sind ein unzerstörbarer Anachronismus«. Da klingt ein wenig Selbstironie an, auch Understatement, vor allem aber viel Selbstbewusstsein. Schließlich ist die Band seit 1977 unterwegs. Und das im Kern mit derselben Besetzung. Denn Sänger Peter »Osti« Osterwold, die Gitarristen Ali Neander und Raimund Salg sowie Bassist Joky Becker und Schlagzeuger Mob Böttcher sind Gründungsmitglieder der Gruppe.

Worum es ihnen ursprünglich ging, daraus machen die Herren keinen Hehl. »Unsere erste Probe war geil und laut, wir ham’ Bier getrunken, ZZ Top geklaut…« Blues, Boogie und markanten Rockriffs sind sie auch in eigenen Liedern bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im typischen »Rodgau Style« mit treibendem Schlagzeug, einem stoischen Bass, jeder Menge fetter Gitarren, ekstatischen Gesängen und scharfem Gebläse als Bonus.

Inzwischen 14 Studioalben

Viele Songtitel auf dem inzwischen 14. Studioalbum, augenzwinkernd-angeberisch »Genial« getauft, signalisieren das. »Vollgas«, »Mama Lauda« (sprich »Mach‹ mal lauter«), »Wie geil ist das denn«, »Wenn’s abgeht«, »Das macht uns keiner nach« und »Immer noch Spaß«. Das kombinieren die Rocker einmal mehr mit wuchtigen Boogie-Rock à la ZZ Top - mit saftigen Bläsersätzen, fast schlagerhaft eingängigen Melodien und witzigen Texten. Wie immer bleibt darüber hinaus Raum für nachdenkliche Zwischentöne.

Die »Rodgau Monotones« traten gleich zu Beginn ihre Karriere mit prominenten Kollegen in der Öffentlichkeit auf. 1983 beim Festival im Stadion am Bieberer Berg in Offenbach mit Santana, Bob Dylan und Joan Baez. Ein Jahr später dann im Stadion des FSV Frankfurt am Bornheimer Hang unter anderem mit Flatsch!, Crackers, Feinbein, Hob Goblin und Roger Chapman. Die »Monotones« waren Teil der »Band für Afrika« beim deutschen Beitrag zum »Live Aid-Konzert« (»Nackt im Wind«) mit Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Marius Müller Westernhagen, Spliff, Trio und Nena auf der Kölner Domplatte im Juli 1985. Im November des gleichen Jahres kam ein Auftritt im legendären »Rockpalast« der ARD dazu.

Im Sommer 1986 waren die »Rodgau Monotones« beim fünften Anti-Wahnsinns-Festival als Höhepunkt der Proteste gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf im bayerischen Burglengenfeld beteiligt. Beim bis dahin größten Konzert in der deutschen Rock-Geschichte vor 100 000 Besuchern traten auch Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Rio Reiser und »Die Toten Hosen« auf.

Im März 2018 feierte die Band in der Offenbacher Stadthalle mit vielen Gästen und Fans, darunter auch BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken, ihr 40-jähriges Jubiläum.

Wer die Rodgau Monotones in der Besetzung Ali Neander (Gitarre), Kerstin Pfau (Gesang), Peter »Osti« Osterwold (Gesang), Joky Becker (Bass), Raimund Salg (Gitarre), Jürgen »Mob« Böttcher (Schlagzeug) und Matthias »Mattl« Dörsam (Saxofon) am 10. Juni im Schottener Alteburgpark erleben will - Tickets sind im Vorverkauf zum Preis von 22 Euro bei Eventim (www.eventim.de) oder bei der Schottener Tourist-Information im Vulkaneum zu den üblichen Öffnungszeiten zu bekommen.

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