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Landfrauen schmücken den Brunnen am Dalles in Eckartshausen für Ostern

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Wunderschön dekoriert ist der Osterbrunnen am Dalles in Eckartshausen. Die Landfrauen und ihre Helfer haben ganze Arbeit geleistet. © Corina Sargk

Diese seit 1994 gepflegte Tradition würdigt die Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Eckartshausen (co). Der Hauptgrund für das Schmücken von Brunnen und Quellen zur Osterzeit liegt vor allem in der großen Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element für Menschen, Tiere und Pflanzen. Dieser Tradition fühlen sich auch die Mitglieder des die Landfrauenvereins Eckartshausen - Langenbergheim seit nunmehr 28 Jahren verbunden. Sie schmücken, quasi Kreisgrenzen übergreifend, jedes Jahr abwechselnd die Brunnen in beiden Dörfern und feiern ein Osterbrunnenfest. Dieses Jahr dient der Erlös des Verkaufs von Kaffee und Kuchen als Hilfe für die ukrainischen Familien, die in den beiden Ortschaften inzwischen eine Bleibe gefunden haben.

Alle Eier sind handbemalt

Jetzt war wieder der Brunnen am Dalles in Eckartshausen an der Reihe: die fleißigen Frauen dekorierten den Brunnen großzügig mit frischen Fichtenkränzen und bunten Ostereiern, wohlgemerkt alle handbemalt von Familien in beiden Dörfern, und feierten gemeinsam mit Freunden das Osterbrunnenfest.

Der Einladung zu diesem Fest waren auch der neue Büdinger Bürgermeister Benjamin Harris und sein Hammersbacher Kollege Michael Göllner gefolgt. Allein schon beim Wickeln der meterlangen Fichtengirlanden hatten die Landfrauen jede Menge Spaß, wie sie berichten. Willi Hengster, Gerhard Wachter und Christian Wolf hatten die Zweige zuvor im Wald geholt, gewickelt haben anschließend Mädchen und Frauen im Alter von fünf bis 83 Jahren in Eckartshausen, beim Aufstellen wiederum halfen Willi Schierhorn und Reinhold Schulte. Ihnen und den Kuchenbäckerinnen für das Fest dankte Ilka Stürtz, -Vorsitzende des Landfrauenvereins, ausdrücklich.

Tradition seit 1994

Bereits seit 1994 pflegen die Landfrauen diesen schönen Brauch, der aus der Fränkischen Schweiz kommend in dem Hammersbacher und dem Büdinger Ortsteil Einzug gehalten hat. 1994 schmückten die »fleißigen Bienen« den ersten Osterbrunnen in Hessen, der damals vor dem Hammersbacher Rathaus in Marköbel stand.

Ilka Stürtz führte beim Fest im Saal des Gasthaues »Zur Quelle« direkt am Dalles weiter aus, dass die Landfrauen »den geschmückten Osterbrunnen als Symbol der Dankbarkeit für die Lebenskraft des Wassers verstanden wissen wollen. Er soll aber auch gleichzeitig Mahnung sein, sparsam und sorgsam mit dem kostbaren Gut umzugehen«.

Zur Stärkung gab’s jede Menge Kuchen, der neue Büdinger Rathauschef zollte den Gestalterinnen des Brunnens und des Festes Lob, und zur musikalischen Umrahmung trugen die »Oberhessenkrainer« bei.

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