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Lebensfreude, Witz und Glamour

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Bauer Chris begibt sich mit der Showtanzgruppe »No Limits« auf die Suche nach der »Elitescheuche für Singlefarmer«. © Ingeborg Schneider

Nieder-Florstadt (mü). Pure Lebensfreude, Witz, Show und Glamour - die zweite Kostümsitzung der »Niddageister« vom Florstädter Carneval Club (FCC) hatte alles, was man von einem gelungenen Fastnachtsabend erwarten kann. Jubelnd wurde im ausverkauften Bürgerhaus der junge Elferrat um Sitzungspräsident Yannik Steinbacher begrüßt, nachdem das Duo Ben Karell und Roy Glitter der Menge bereits ordentlich eingeheizt hatte.

Anschließend bewunderte man den mit viel Ausstrahlung dargebotenen Tanz der FCC-Garde (Leitung: Nicole Albus).

Als werdender und letztlich doch verhinderter Opa grüßte Michael Hahn samt Kinderwagen aus der Bütt. Nachdem er brillant seiner verlorenen Jugend nachgetrauert hatte, verkündete der Landwirt, Sänger und CDU-Bürgermeister der Stadt Niddatal, dass er sich als Büttenredner auf Abschiedstournee befinde, um sich voll und ganz seinem Amt widmen zu können.

Zweimal auf dem Weg nach Malle

Mit Bedauern ließ man den Narren im knallbunten Spiderman-Anzug ziehen, um sich dann den »Dancing Devils« zuzuwenden (Leitung: Josefina Kühn), die in der Kostümsitzung ihre Premiere feierten. Als adrette Zimmermädchen warfen sie ihre pinkfarbenen Staubwedel weg und machten sich unter dem Motto »A little party never killed nobody« auf den Weg nach Malle.

Gleich zweimal begeisterte das Gesangsduo »Papedis« die Narrenschar: Schunkeln und Faschingslieder waren im ersten Teil der Sitzung angesagt, Mundart und Geschichten rund um das Pech mit Frauen, Handwerk und Haushalt im zweiten. Dabei überzeugten Reiner Bentrup und Holger Wenisch mit Gesang, Akkordeonspiel und viel Charisma.

Atemberaubende Pirouetten, Räder, den Flic-Flac und mehrfach auch den gesprungenen Spagat zeigte Jola Kühn in einer mitreißenden Choreografie als FCC-Funkenmariechen. Trainiert wird die junge Solo-Tänzerin von ihrer Schwester Julia Kühn. Als Krankenschwester stellte Rochsane Mentes fest, sie habe noch nie eine derart voll besetzte Notaufnahme gesehen. Es folgten ein witziger Vortrag über die Pandemie-Zeit unter dem Motto »Schatzi, trag einen Mundschutz« sowie eine Lektion über das Alter, in dem man auf Rosen gebettet wird, nämlich »Arthrosen, Neurosen, Fibrosen und Gürtelrosen«.

Weit von solchen Gebrechen entfernt machte sich Farmer Chris mit der Showdance-Gruppe »No Limits« (Leitung: Nicole Albus) im Stil von »Bauer sucht Frau« auf die Suche nach seiner »Elitescheuche fürs Leben«. Die dynamische Performance mit Traktor, Tieren und strahlenden Vogelscheuchen-Tänzerinnen im Sonnenblumendress schloss mit einem Happy End.

»Bachbouwe« als Wolle Petry

Der FCC-Vorstand um den Vorsitzenden Christoph Lehr präsentierte zur Freude des Publikums ein Hit-Medley mit Songs von Britney Spears über die Spice Girls bis hin zu den Backstreet Boys. Nach einem gekonnten Gardetanz der »Dancing Devils« begab man sich erneut nach Malle: Diesmal waren es die »Hot Flames«, die von der Fleeschter Kerb in den Mittelmeerflieger umstiegen. Für den krönenden Abschluss sorgten die »Bachbouwe«. Das FCC-Männerballett (Leitung: Johanna Bentrup, Franziska Walter, Dana Wenisch) hatte sich in ein Wolfgang-Petry-Outfit geworfen und brachte den Saal mit Hits wie »Du bist ein Wunder«, »Der Himmel brennt« und »Wahnsinn« zum Kochen.

Ein farbenprächtiges Finale und das Florstadt-Lied setzten den Schlusspunkt unter einen wundervollen Abend.

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