1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Linke-Kritik an Rückgang bei Sozialwohnungen

Erstellt:

Von: red Redaktion

Kommentare

Wetteraukreis (red). »Die Anzahl der Sozialwohnungen in den Kommunen des Wetteraukreises ist um 40 Prozent zurückgegangen. Beim hohen Bedarf an Wohnraum im Niedrigpreissegment müsste eine solche Zahl eigentlich alle Alarmglocken auslösen!«, sagt Gabi Faulhaber, Linke-Fraktionschefin im Kreistag.

»Leider ignorieren viele kommunale Politikerinnen und Politiker die Brisanz auf dem Wohnungsmarkt. Bestenfalls sieht man in Sozialwohnungen einen Kostenfaktor, und deswegen haben viele Kommunen Wohnungen verkauft oder die Sozialbindung nicht verlängert. Manche stießen ihre Sozialwohnungen gänzlich ab.«

Gab es 2013 noch 2512 Sozialwohnungen in den Wetterauer Kommunen, sind es heute nur noch 1532. Das zeigt eine aktuelle Erhebung zum sozialen Wohnungsbau, die dem Kreistag vorliegt. Und es zeige sich, dass man immer noch kaum Maßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums ergreife.

Drohende

Armutsgefährdung

Auch Linke-Kreistagsabgeordnete Anja El Fechtali hat kein Verständnis für die jahrelangen Versäumnisse im sozialen Wohnungsbau: »Bei vielen Haushalten frisst die Miete inzwischen weit mehr als ein Drittel des Einkommens. Wer im Niedriglohnsektor arbeitet oder ein kleineres Einkommen hat, ist mit den hohen Mieten armutsgefährdet.«

Deswegen hat die Linke-Kreistagsfraktion immer wieder eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft gefordert. Vor der Kommunalwahl 2021 fasste der Kreistag dann einen Beschluss zur Gründung der »WoBau«. »Leider kommt diese nicht in die Gänge«, so Faulhaber. So habe man die »WoBau« lediglich mit 2,1 Millionen Euro Kapital ausgestattet. Linken-Anträge zur Aufstockung auf 21 Millionen lehnte man ab. El Fechtali fordert ein Umdenken: »Wer privaten Investoren den Wohnungsbau und Wohnungsmarkt überlässt und den sozialen Wohnungsbau ausbremst, handelt unsozial.«

Auch interessant

Kommentare