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Lißberg: Erlebbare Ortsgemeinschaft

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Die jungen Festbesucherinnen und -besucher der Lißberger 800-Jahr-Feier freuen sich über eine Runde Ponyreiten, angeboten vom Hofgut Breitenheide. © Oliver Potengowski

Ein Tag mit buntem Programm beendet das Festwochenende zu Lißbergs 800-Jahr-Feier. Ortsvorsteher Rudolf Kramny hofft nach der Planung des Fest nun auf eine dauerhafte Vereinsgemeinschaft.

Lißberg (ten). Mit einem gelungenen Festwochenende hat Lißberg seinen 800. Geburtstag gefeiert. Am Sonntag bot ein abwechslungsreiches Programm Unterhaltung für Kinder und Erwachsene. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete am Freitag ein Konzert der »Rock Diamonds«, das klangvoll ins Festwochenende startete. Und einen Tag danach ging man mit einer Akademischen Feier angemessen auf die Historie des Ortes ein. Mit den Erfahrungen der Festvorbereitungen im Hinterkopf berichtete Ortsvorsteher Rudolf Kramny von Überlegungen, in einer Art Vereinsgemeinschaft enger zusammenzuarbeiten.

Mit einem Festgottesdienst im äußeren Burghof startete das Programm am Sonntag. Auch dieser war, wie bereits die Akademische Feier in einer eher lockeren Atmosphäre gestaltet. Nicht immer gelingt es den Organisatoren von Jubiläumsfeiern so gut wie in Lißberg, einen angemessenen Rahmen zu schaffen, dabei aber das Publikum nicht zu überfordern.

Mittelalter-Tanz

und Spaß für Kinder

Mit dem Beginn des Frühschoppens spielte anschließend die »Oberhessische 7« auf. Und bis in die späteren Nachmittagsstunden hinein gestalteten die Musiker dann das Programm. Dass sie dabei den Geschmack des Publikums trafen, bewiesen wiederholt Tanzpaare, die sich trotz der sommerlichen Hitze auf die Fläche vor der Bühne wagten. Und diese lag im gleißenden Sonnenlicht.

Wer nicht selbst tanzen wollte, konnte auf dem Kirchplatz den Danze-Liut aus Büdingen zusehen. Begleitet von Nachbauten historischer Instrumente, zeigte die Gruppe, die inzwischen über die Region hinaus bekannt ist, mittelalterliche Tänze. Gleich nebenan konnten Besucher im Musikinstrumentenmuseum die Geschichte und Entwicklung eben jener Instrumente und noch vieler weiterer nachvollziehen.

Der Geschichte Lißbergs waren zahlreiche Fotos auf Stellwänden in der Burghalle gewidmet. Vor allem die einheimischen Lißberger unterhielten sich dort angeregt über ihre Jugenderinnerungen und die Veränderungen, die das Städtchen in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat.

Auch an ein reichhaltiges Kinderprogramm hatten die Organisatoren gedacht. Das Hofgut Breitenheide bot Ponyreiten an. Dazu hatte sich das Team des Kindergartens eine Reihe von Spielen und Aktivitäten ausgedacht. In dem verwinkelten inneren Burghof auf Entdeckungsreise zu gehen, sich schminken zu lassen, Steine zu bemalen oder bei einem Angelspiel mitzumachen, waren dabei besondere Vergnügen. Oft waren es Eltern und Großeltern, die zum Aufbruch drängten. Den Kindern wurde es jedenfalls nicht langweilig.

Gelungene

Zusammenarbeit

Rudolf Kramny berichtete in einem Fazit, dass sich Lißberg und seine Vereine in der Organisation des Jubiläums gut zusammengefunden hätten. So hatte man im Vorfeld des Festsonntags im ganzen Ort Kuchenspenden gesammelt, die dann von den Gymnastikfrauen verkauft wurden. Für jeden Tag der Jubiläumsfeiern übernahm letztlich ein anderer Verein die Verantwortung, der natürlich besonders beim Aufräumen von den anderen unterstützt wurde. Diese Erfahrung der Vereine, gemeinsam für eine große Sache zusammenzuarbeiten, habe positive Wirkung gezeigt. Es gebe Überlegungen, dies künftig in einer Art Vereinsgemeinschaft zu organisieren.

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Die jungen Festbesucherinnen und -besucher der Lißberger 800-Jahr-Feier können sich künstlerisch beim fantasievollen Bemalen von Steinen betätigen. © Oliver Potengowski
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Einen farbenfrohen Akzent bei der Lißberger 800-Jahr-Feier setzen die Büdinger Danze-Liut mit ihrer Aufführung mittelalterlicher Tänze, begleitet von Nachbauten historischer Instrumente. © Oliver Potengowski

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