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Lorbacher pflanzen ihren Wald

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Von: red Redaktion

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Förster Clemens Fischer informiert die Helfer über die Baumsorten. © pv

Lorbach (red). Zum wiederholten Male (1990 nach den Stürmen Wiebke und Vivien, 2007 nach dem Sturm Kyrill) wurden die Lorbacher Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihrem Wald zu helfen, diesmal auf Initiative des Ortsbeirates. Es gilt, die Folgen der seit drei Jahren anhaltenden Dürre und damit einhergehende Schäden zu lindern.

Schon im Jahr 2021 gab es einen Aufruf an die Bevölkerung, Geld für ihren Wald zu spenden, um entwaldete Gebiete wiederaufzuforsten. So kamen 3490 Euro zusammen. Ein Termin für Aufforstungsarbeiten wurde mit dem zuständigen Förster Clemens Fischer schnell gefunden und so konnten die Arbeiten beginnen.

28 freiwillige Helfer trafen sich bei bestem Arbeitswetter, ausgerüstet mit Spaten und Hammer an der Lorbacher Jagdhütte. Ortsvorsteher Mathias Wiegand zeigte sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl. Insbesondere waren viele Teilnehmer dabei, die auch im Lorbacher Wald ihr Brennholz aufarbeiten. Somit wird durch deren Teilnahme wirklich Nachhaltigkeit vor der Haustüre gelebt.

Bürgermeister Benjamin Harris war ebenfalls vor Ort und dankte den Anwesenden, vor allem auch dem Ortsbeirat für seine Initiative.

Edelkastanie und Tulpenbaum

Bevor die eigentliche Arbeit startete, informierte Förster Fischer, dass es sich bei den zu pflanzenden Baumarten, nämlich der Edelkastanie und dem Tulpenbaum, um Arten handelt, welche sich vermutlich mit den sich verändernden Klimabedingungen besser zurechtfinden werden. Außerdem liefern diese relativ schnell in die Höhe wachsenden Baumarten wertvolles Holz. Auch bezüglich des Nutzens für die Artenvielfalt helfen diese Baumarten vielen Insekten durch deren Blüten und geben heimischen Tieren Nahrung durch die Früchte. Eine Invasivität wird diesen Baumarten nicht zugesprochen, sodass die Hoffnung besteht, dadurch einen stabileren Wald zu erhalten.

Die Forstwirte der Stadt Büdingen Andreas Kehm und Sven Stumpf sowie Auszubildender Philipp Kehm zeigten die richtige Pflanzung, welche in dem Waldboden nicht immer einfach und ordnungsgemäß zu tätigen war.

Zur Arbeit gehörten auch das Schützen der Pflanzen mit einem aus Holz gefertigten Einzelschutz und der Errichtung eines kleinen Zaunes als Weiserzaun. Nach gut drei Stunden Arbeit wurde zu einem Imbiss eingeladen, den Friedhelm Köhler organisiert hatte. Wurst und Getränke kamen vom Ortsbeirat, Kaffee und Kuchen wurden gesponsert. Alle Teilnehmer waren mit der Leistung und dieser Aktion sehr erfreut und zufrieden. Für den Spätsommer wurde eine geführte Waldwanderung durch Förster Fischer vereinbart. Diese soll zur Aufforstungsfläche führen, um das Anwachsen zu bestaunen sowie auch andere interessante Punkte unweit der Hardeck zu zeigen.

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