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Mehrgenerationenplatz in Diebach am Haag wird Station des Regionalparks

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Der Diebacher Mehrgenerationenplatz soll eine Aufwertung erfahren. Auf dem Gelände soll eine Regionalparkstation entstehen. Zudem soll das Areal unweit der Ronneburg einen Barfußpfad sowie einen Kräuter- oder Bauerngarten erhalten. © Monika Eichenauer

Der Mehrgenerationenplatz in Diebach am Haag soll Station des Regionalparks werden. Am Areal führen die Hohe Straße und die Ysenburg-Route vorbei. Jetzt wird das Gelände aufgewertet.

Der Mehrgenerationenplatz in Diebach am Haag wird in den nächsten Jahren umgestaltet. Das Gelände soll künftig Platz für noch mehr Aktivitäten bieten. Zudem soll dort in Ortsrandlage mit Blick zur Ronneburg eine Regionalparkstation entstehen.

Ideenaustausch beim Ortstermin

Um dafür und für die Gesamtgestaltung Ideen zu sammeln und um zeitnah in die Planungen einzusteigen, was für die Förderung durch den Regionalpark Rhein-Main eine wesentliche Rolle spielt, hatten Diebachs Ortsvorsteher Waldemar Steinbring und Margit Bopp vom Dorfverein einige wichtige Akteure eingeladen. Die Förderung durch den Regionalpark ist deshalb möglich, weil durch das Dorf die Hohe Straße und die Ysenburg-Route führen - zwei Rad- und Wanderwege, die unter dem Dach des Regionalparks laufen. Mit von der Partie waren deshalb Armin Deckenbach, Geschäftsführer des Vereins Regionalpark-Route Hohe Straße, Lisa Leiendecker vom Regionalpark Rhein-Main, die Büdinger Landschaftsarchitektin Annette Schött, Carolin Schäfer von städtischen Bauamt und Joachim Arnold, der Vorstandsvorsitzende der Ovag. Auf dem südöstlichen Teil des Mehrgenerationenplatzes, der als Entree für die beiden Routen in den Wetteraukreis genutzt werden soll, befindet sich eine Trafostation des Energieversorgers. Zudem waren Mitglieder des Magistrats und des Ortsbeirates gekommen.

Dass die Stadt Büdingen Teil der interkommunalen Landesgartenschau ist, will der Regionalpark Rhein-Main ebenfalls zum Anlass nehmen, die Region weiterzuentwickeln. Diebach soll aufgrund der beiden Rad- und Wanderwege eine wichtige Rolle spielen. So soll der Mehrgenerationenplatz eine Umgestaltung erfahren, zunächst an der Südostecke mit Blick zur Ronneburg, die gewissermaßen als Eingangspforte nach Büdingen dient. Auf diesem circa 400 Quadratmeter großen Areal liegt zunächst das Hauptaugenmerk des Regionalparks. Doch Ortsbeirat, Dorfverein und Verantwortliche der Stadt sind sich darüber hinaus einig, dass nicht nur dieses Teilstück des insgesamt 2500 Quadratmeter großen Geländes eine Umgestaltung erfahren soll, sondern die gesamte Anlage, auf der sich auch ein Wohnmobilstellplatz befindet. Sie soll für Familien, ältere Mitbürger, Jugendliche und für Radler und Wanderer attraktiver werden.

Ideale Lage, viel Potenzial

Bei einem ersten Treffen des Ortsbeirates und des Dorfvereins im Frühjahr 2021 mit dem damaligen Geschäftsführer des Vereins Regionalpark-Route Hohe Straße, Heiner Koch, und seinem Nachfolger Armin Koch sahen diese sofort, dass die südöstliche Ecke des Platzes bei ansprechender Gestaltung eine ausgezeichnete Regionalparkstation werden könnte. Ausgestattet mit einer Doppelliege, einer Hängematte zwischen den Bäumen, einer Sitzecke, einer Informationstafel in Form der Silhouette der Ronneburg, mit regionaltypischer Bepflanzung und der Verkleidung der Trafostation könnte dort ein einladendes Plätzchen geschaffen werden, von dem aus man seinen Blick zur markanten Burg und über das Ronneburger Hügelland schweifen lassen kann.

Durch die Pandemie kamen die Aktivitäten etwas zum Erliegen. Jetzt aber nahmen Margit Bopp, die auch im Dorfverein aktiv ist, und Ortsvorsteher Waldemar Steinbring die Sache wieder in die Hand. Weil die Stadt Büdingen die Eigentümerin des Platzes und somit Trägerin des Projektes ist, hat sie einen Förderantrag beim Regionalpark Rhein-Main gestellt, damit das Projekt noch in die Förderung für 2022 aufgenommen wird. Zudem kamen beim Ortstermin auch konkrete Ideen aus verschiedenen Richtungen zusammen, wobei Landschaftsarchitektin Anette Schött hervorhob, dass exakte Vermessungen zunächst das A und O für weitere Planungen sind. Genauso notwendig sind die Kooperation vieler Stellen und Akteure und letztendlich die verantwortungsvolle Erhaltung des Platzes mit seinen Möglichkeiten.

Förderung in Aussicht

Hat der Regionalpark für die Neugestaltung des südöstlichen Areals als Regionalparkstation eine Förderung von 25 000 Euro avisiert, die Stadt 6000 Euro bereits in den Haushalt eingestellt und die Ovag ebenfalls eine Förderung in Aussicht gestellt, so muss für die Umgestaltung der Gesamtanlage, die neben der bereits vorhandenen Boulebahn auch einen Barfußpfad, ein Kräuter- oder Bauerngarten und vieles andere bekommen könnte, ein weitaus größerer Batzen in die Hand genommen und geschaut werden, ob es auch dafür Fördertöpfe gibt. Zunächst ist aber genauso wichtig, die Diebacher weiter ins Boot zu holen und gemeinsam mit ihnen Prioritäten für die Gestaltung auszuarbeiten.

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