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Mit dem Info-Bus aufgeklärt

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Von: red Redaktion

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Wetteraukreis (red). Mit einem Bus und unter dem Motto »Herzenssache Lebenszeit« sind kürzlich wieder Mediziner in der Wetterau unterwegs gewesen. Dabei haben sie zahlreiche Menschen untersucht, berichtet das Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) in einer Pressemitteilung.

Die Ergebnisse: eine weit fortgeschrittene Carotis-Stenose mit hohem Schlaganfall-Risiko, fünfmal Verdacht auf Vorhofflimmern, ein zuvor unerkannter Bluthochdruck, eine ganze Reihe erhöhter kardiovaskulärer Risiken, mehrere Fälle von erhöhten Blutzuckerwerten - nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse ziehen der Neurologe Dr. Florian Roessler (Bürgerhospital Friedberg), die Kardiologin Dr. Catharina Hamm (Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim) und der Diabetologe Dr. Michael Eckhard (GZW Diabetes-Klinik Bad Nauheim) ein durchweg positives Fazit ihrer Teilnahme an der von Boehringer Ingelheim bundesweit organisierten Aufklärungskampagne »Herzenssache Lebenszeit«.

Nach zweijähriger Corona-Pause fand die Kampagne in diesem Jahr erstmals wieder live statt, und erstmals beteiligte sich die Kerckhoff-Klinik an der in den Vorjahren von Medizinern des Gesundheitszentrums Wetterau durchgeführten Aktion. Drei Tage lang tourte der Info-Bus - ein ausgedienter Londoner Doppeldeckerbus, der längst Wahrzeichen und Kristallisationspunkt der bundesweiten Kampagne geworden ist - durch die Wetterau. Stationen waren Nidda, Butzbach, Bad Nauheim und Friedberg.

Befürchtungen, nach der Pandemie-Pause und bedingt durch die immer noch latent vorhandene Furcht vor Ansteckung könne es der Aktion an Zuspruch mangeln, erwiesen sich als unbegründet. Im Gegenteil: »Ich habe eher den Eindruck, dass die Menschen nach ihrem langen weitgehenden Rückzug ins häusliche Umfeld geradezu nach Informationen zu Gesundheitsthemen dürsten«, brachte Dr. Hamm die Beobachtungen der Mediziner auf den Punkt.

Tatsächlich wurden der rote Bus und das Ärzteteam an allen vier Standorten von Interessenten erwartet, die teilweise bereits eine halbe Stunde im Vorfeld gekommen waren. Am Anfang stand für alle der insgesamt 250 Besucher das Ausfüllen der unterschiedlichen Risikofragebogen.

Noch rechtzeitig ins Krankenhaus

Getrennt nach den Themen Schlaganfall, Herzschwäche und Diabetes wurde durch Ankreuzen der Antworten zu zwölf bis 15 Fragen das jeweilige Krankheitsrisiko ermittelt. Je nach Ergebnis führte das folgende Gespräch mit einem Facharzt oder einer Medizinischen Fachangestellten zu einer beruhigenden Mitteilung, weiterer Anamnese oder der Empfehlung, für weitere Untersuchungen den Haus- oder einen Facharzt aufzusuchen.

Wie in den vergangenen Jahren war das Spektrum der Ergebnisse weit gefächert. »Der signifikanteste Fall aus neurologischer Sicht war der einer weit fortgeschrittenen Stenose der Halsschlagader; diesen Patienten haben wir sofort ins Krankenhaus geschickt«, berichtet Dr. Roessler.

Dr. Eckhard zog gemeinsam mit Dr. Isabel Martin und dem Team vom Diabeteszentrum Mittelhessen ebenfalls ein positives Fazit: »Die Fragesteller, die anhand der Fragebogen und eines Bluttests ein erhöhtes Risiko für Diabetes erkannten, haben nun gute Chancen, diese Entwicklung noch aufzuhalten.«

Die drei Ärzte waren sich einig darin, dass die Präventionskampagne eine gute Sache sei: »Es geht immer darum, bei den Menschen ein Bewusstsein sowohl für Erkrankungsrisiken als auch für die Möglichkeiten der Vorbeugung und Vermeidung zu entwickeln«, betonte Eckhard. Hamm und Roessler zeigten sich bereit, im nächsten Jahr an einer weiteren Tour teilzunehmen.

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