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Mitgliederzahl macht Sorgen

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Der neue Vorstand des Fördervereins Schotten der Diakoniestation Hoher Vogelsberg mit dem Vorsitzenden Werner Lotz (links), dem geschäftsführenden Pflegedienstleiter Christian Schick (5. von rechts) und Stadtrat Willi Zinnel (2. von links). © Stefan Weil

Schotten (red). Die finanzielle Unterstützung der Diakoniestation Hoher Vogelsberg ist die wesentliche Aufgabe des Fördervereins Schotten. Das hat der Vorsitzende Werner Lotz anlässlich der Jahresversammlung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus betont.

Im abgelaufenen Jahr beteiligte sich der Verein an der Anschaffung eines Pflegeleitfadens und an Weihnachtspräsenten für Patienten. Vor allem finanzierte er die Anschaffung eines neuen Dienstfahrzeuges mit Allradantrieb. »Wir legen Wert darauf, dass unsere Einsatzkräfte immer sicher mit einem zuverlässigen Fahrzeug zu den Patienten kommen können«, erklärte Lotz mit Blick auch auf winterliche Straßenverhältnisse.

Jüngere nur schwer

zu gewinnen

Die Entwicklung der Mitgliederzahlen bereite dem Vorstand seit Jahren Probleme, so Lotz weiter. Aktuell hat der Förderverein rund 700 Mitglieder, davon sind 80 Prozent älter als 60 Jahre. Im Jahr 2006 waren es noch rund 1000. »Wenn die Entwicklung weiter so fortschreitet, kann es sein, dass wir die finanzielle Förderung in der bisherigen Höhe nicht mehr leisten können«, betonte der Vorsitzende.

Glücklicherweise würden die rückläufigen Mitgliedsbeiträge noch durch Spendenbeträge aufgefangen. Das müsse in Zukunft aber nicht immer so sein. »Wir werden uns daher verstärkt um neue Mitglieder bemühen«, so Lotz. Es sei leider schwer, jüngere Menschen für den Verein und seine Ziele zu gewinnen.

Nach dem Bericht von Rechner Alfred Schädel stimmte die Versammlung dem Antrag die beiden Rechnungsprüfer Willi Zinnel und Christian Schick auf Entlastung des Vorstandes einstimmig zu.

Die anstehenden Neuwahlen des Vorstandes wurden wegen Corona mit einjähriger Verspätung durchgeführt. Dabei wurde Werner Lotz in seinem Amt bestätigt. Er wird den Verein als Vorsitzender bis 2025 führen. Sein Stellvertreter bleibt Hans Otto Neeb, Rechner ist weiterhin Alfred Schädel und Schriftführer Andreas Kröher. Als Beisitzer bestätigt wurden Gabriele Leib, Daniela Hainz, Bärbel Bär und Alwin Schneider. Neu gewählt wurden Thomas Paul und Angelika Reichmann. Die seitherige stellvertretende Rechnerin Karin Schmidt, die dem Führungsteam viele Jahre angehört hatte, wurde aus dem Vorstand verabschiedet. Die Nachfolge bleibt zunächst vakant. Neue Rechnungsprüfer sind Willi Zinnel und Marco Frank.

Der geschäftsführende Pflegedienstleiter Christian Schick berichtete, dass derzeit rund 530 Patienten in den sechs Kommunen Schotten, Ulrichstein, Grebenhain, Herbstein, Freiensteinau und Lautertal gepflegt werden. 322 sind es allein in Schotten. Die meisten Patienten haben nach seinen Worten die Pflegegrade zwei und drei. Insgesamt hat die Diakoniestation 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit beschäftigt. Das entspreche 33 Vollzeitstellen. Im Zusammenhang mit dem Schutz vor Corona würden alle Mitarbeiter dreimal wöchentlich getestet. Wer keinen ausreichenden Impfschutz habe, werde täglich vor Dienstbeginn getestet.

Abschließend wies Schick auf ein Problem hin, dass die Arbeit der Diakoniestation schon seit Längerem begleitet. »Im Bereich der ambulanten Pflege besteht weiterhin ein großer Personalmangel.« Auch zwei Ausbildungsstellen, die die Diakoniestation ab ersten Oktober anbietet, seien noch nicht besetzt.

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Karin Schmidt wird nach langjähriger Vorstandsarbeit vom Vorsitzenden Werner Lotz verabschiedet. © pv

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