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In diesem Hochhaus in der Alfred Martin-Straße ist ein 55-Jähriger tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Zudem hat die Polizei Waffen entdeckt.

Neue Erkenntnisse

Leichen- und Waffenfund in Bad Nauheim: Ermittler äußern sich zu Todesursache

Nach dem Leichen- und Waffenfund am Donnerstag in Bad Nauheim liegen die Ergebnisse der Obduktion vor. 

Update, 2. September, 14.11 Uhr: Nachdem in der vergangenen Woche ein Mann tot in seiner Wohnung in Bad Nauheim aufgefunden worden war, ist die Obduktion abgeschlossen. "Wir gehen nach der heutigen Obduktion von einer natürlichen Todesursache aus", heißt es aus der Staatsanwaltschaft Gießen. 

Die konkrete Todesursache des 55-Jährigen konnte laut Sprecher wegen des starken Verwesungsgrades nicht mehr festgestellt werden. Die Leiche habe mindestens eine Woche lang in der Wohnung gelegen.

Bad Nauheim: Untersuchung der Waffen dauert noch an

In der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Alfred-Martin-Straße hatten Polizisten am Donnerstag die Leiche des 55-Jährigen und mehrere Waffen entdeckt. Nachbarn hatten die Polizei wegen eines üblen Geruchs im Treppenhaus alarmiert.

Sieben Waffen sind laut Sprecher sichergestellt worden. Ob sie funktionstüchtig sind und unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen, werde weiter ermittelt. "Das kann sich noch Wochen hinziehen."

Update, 30. August, 14 Uhr: Im Fall des am Donnerstag tot in seiner Wohnung aufgefundenen 55-jährigen Mannes wird es in der kommenden Woche eine Obduktion geben. Dies teilte Rouven Spieler, Sprecher der Gießener Staatsanwaltschaft, mit. Er hatte außerdem Neuigkeiten zu den Waffenfunden in der Wohnung in einem Hochhaus in der Alfred-Martin-Straße. 

Die Staatsanwaltschaft habe keine konkreten Hinweise auf Fremdverschulden, sagte Spieler. Die Leiche solle aber obduziert werden, um eine definitive Aussage treffen zu können. Außerdem spiele für die Obduktions-Entscheidung das Alter des Mannes eine Rolle. Die Leiche werde voraussichtlich am Montag obduziert. "Frühestens Dienstag dürften wir dann mehr wissen." 

Leichen- und Waffenfund in Bad Nauheim: LKA vor Ort

Bei der Untersuchung soll neben der Todesursache auch der -zeitpunkt herausgefunden werden. Bei der Staatsanwaltschaft sei der 55-Jährige nicht bekannt gewesen, auch nicht als Opfer, sagte Spieler. 

Wie  berichtet, hatten Anwohner am Donnerstag einen üblen Geruch im Treppenhaus wahrgenommen. Daraufhin rückten Rettungskräfte und Polizei an, öffneten die Wohnungstür und fanden die Leiche des 55-jährigen, der seit Tagen nicht mehr gesehen worden war. 

Außerdem wurden Waffen entdeckt, weshalb Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) nach Bad Nauheim beordert wurden. Am Donnerstag war von einer Kiste mit scharfer Munition verschiedenster Kaliber die Rede, dass es sich bei mehreren Handgranaten und Panzerfäusten jedoch um "Dekorationen" handele. 

Leichen- und Waffenfund in Bad Nauheim: Keine konkrete Gefahr für Bewohner

Das Gebäude wurde evakuiert, 52 Menschen waren davon betroffen. Wie Spieler am Freitag mitteilte, seien neben mehreren Deko-Waffen auch 500 Schuss Munition, acht sogenannte PTB-Waffen und sieben Waffen, die möglicherweise erlaubnispflichtig seien, gefunden worden. Bei PTB-Waffen handele es sich um Signalreizstoffwaffen, also nicht um Schusswaffen. Zu den besagten sieben Waffen sagte Spieler, dass sie nicht erlaubnispflichtig seien, falls der Lauf zugeschweißt sei. Das LKA überprüfe, ob diese sieben Waffen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. 

Stellt sich die Frage, wie groß die Gefahr für die anderen Bewohner der Hauses gewesen ist. "Eine konkrete Gefährdung hat es nicht gegeben", sagte Spieler. Aber: "Lieber einmal zu viel evakuiert als einmal zu wenig." 

Die Experten wollen neben den genannten Ermittlungen auch herausfinden, von wem die Waffen stammen und – sollten eventuell einige fehlen – in welche Hände diese gelangt sind. Laut Staatsanwalt geht es um den Schutz der Bevölkerung.

Update vom Donnerstag 30.08.2019, 18.02 Uhr: Inzwischen sind weitere Details zum Fund einer Leiche und diverser Waffen in einem Mehrfamilienhaus in Bad Nauheim bekannt: Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamt hatten demnach eine Kiste mit scharfer Munition verschiedenster Kaliber entdeckt. 

Mehrere Handgranaten und Panzerfäuste stellten sich später als Dekorationen heraus. Für eine abschließende waffenrechtliche Bewertung aufgefundener Langwaffen bedarf es weitere Untersuchungen durch das LKA.

Gegen 16.40 Uhr gab die Polizei in Bad Nauheim Entwarnung und die 52 Bewohner konnten in ihre Wohnungen an der Alfred-Martin-Straße zurückkehren.

Die Todesermittlungen werden von der Kriminalpolizei in Friedberg geführt. Hierzu können momentan keine weiteren Angaben gemacht werden.

Bad Nauheim: Haus muss evakuiert werden

Erstmeldung vom Donnerstag, 29.08., 16.33 Uhr: Bad Nauheim - Großer Einsatz von Polizei und Rettungskräfte am Donnerstag in der Alfred-Martin-Straße. Ein Mehrfamilienhaus wurde evakuiert. 52 Leute mussten das Gebäude verlassen. 

Was steckt dahinter? Am Nachmittag informierten Anwohner die Polizei: Übelriechender Geruch hatte sich im Treppenhaus ausgebreitet. Die Beamten machten eine grausige Entdeckung. 

Bad Nauheim: Polizei findet Toten 

Als Quelle konnte die Wohnung eines 55-Jährigen ausgemacht werden, der bereits seit Tagen nicht mehr gesehen wurde. Gemeinsam mit Rettungskräften verschaffte sich die Polizei Zutritt zu der Wohnung und entdeckte den Leichnam des Bewohners. 

Über die Todesumstände können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Offensichtlich lag der Mann schon längere Zeit tot in seiner Wohnung. In den Räumen des Verstorbenen entdeckten die Polizisten Waffen. Ob diese Gegenstände echt und funktionsfähig sind, ist nicht bekannt. 

Waffen werden untersucht 

Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes sind alarmiert und auf dem Weg nach Bad Nauheim. Aus Sicherheitsgründen muss das Mehrfamilienhaus geräumt werden. Derzeit läuft die Evakuierung der insgesamt 52 Bewohner.    

kb

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