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Naumann tritt nicht mehr an

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Stephan Naumann © Oliver Potengowski

Büdingen (ten). Vor mehr als neun Jahren ist Stephan Naumann zum Stadtbrandinspektor gewählt worden. Während der Jahreshauptversammlung der Büdinger Feuerwehren am Donnerstagabend kündigte er an, nächstes Jahr nicht noch einmal zu kandidieren.

Sein Stellvertreter Boris Winter erklärte, dass neben einem Nachfolger für Naumann auch noch für viele weitere Aufgaben engagierte Ehrenamtliche gesucht werden.

Aus persönlichen Gründen werde er zum Ende seiner zweiten Amtszeit nicht mehr für eine Kandidatur zur Verfügung stehen, erklärte Naumann. Das habe er Bürgermeister Benjamin Harris (CDU) und dem Wehrführerausschuss bereits mitgeteilt.

»Wegen der hohen zeitlichen Belastung, die dieses Amt mit sich bringt, gibt es Einvernehmen mit dem Bürgermeister, im Herbst gemeinsam in Klausur zu gehen«, kündigte der Stadtbrandinspektor an. »Es müssen Wege gefunden werden, das Ehrenamt so weit zu entlasten und zu stärken, dass auch in Zukunft auf allen Ebenen die Besetzung von Führungspositionen sichergestellt werden kann.«

Naumanns Stellvertreter Boris Müller ergänzte, dass es eine ganze Reihe von Aufgaben bei der Feuerwehr gibt, bei denen sich die Führung noch mehr Engagement wünscht. Als Beispiele nannte er die Öffentlichkeitsarbeit, die Betreuung der Homepage und die Brandschutzerziehung.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Tagesalarmstärke. »Besonders bei den Feuerwehren Büdingen Mitte und Lorbach, die die Hauptlast tragen, hat sich gezeigt, dass nicht immer genug Feuerwehrleute zur Verfügung stehen«, mahnte Winter. Er appellierte auch an die Mitarbeiter der Stadt, zu prüfen, ob aus deren Reihen Kameraden die Tagesalarmbereitschaft stärken könnten. Winter wies zudem darauf hin, dass die Zahl der Atemschutzgeräteträger sehr knapp geworden sei. Die Position des Atemschutzbeauftragten sei vakant.

Schließlich würden Führungskräfte für die Technische Einsatzleitung bei Unwettern gesucht. Winter erläuterte im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger, dass es wichtig sei, dass mehr Feuerwehrleute über das Ehrenamt in der Einsatzabteilung hinaus Aufgaben übernähmen. »Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden, um den Einzelnen nicht zu überlasten.« FOTO: POTENGOWSKI

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