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Neue Geschäfte eröffnen

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Christine Brand (Mitte), Inhaberin von Kraft-Schuhmode, moderierte die Schau. Brillenmode gab es von Uwe Seeliger (links). Zu den Models gehörten Maike Szuppa-Neun und ihre Tochter Liv (r). © Georgia Lori

Gute Laune, Applaus und Gespräche am Rande des Laufstegs: Nach langer Enthaltsamkeit gab es in Büdingen am Donnerstag eine besondere Modenschau, die sich durch viel Gefühl für die neuesten Trends, Kundennähe und Individualität auszeichnete. Die Besucher genossen es.

Gemeinsam mit dem Modehaus Müller-Ditschler und Optikermeister Uwe Seeliger, der seit vergangenen August in der Vorstadt ansässig ist, gestaltete Kraft-Schuhmode eine Modenschau, die die neuesten Frühjahrstrends präsentierte. Moderiert wurde die Modenschau von Inhaberin Christine Brand. Vielfältig und mit vie-len neuen Schnitten und Farbkombinationen zeigt sich die bevorstehende Saison und weckt Lust auf einen neuen Modestil. So sind die Hosen nicht gewohnt schmal, sondern präsentieren sich in Culotte, weit geschnittenen 7/8 Hosen, die meist auf Höhe der Wade enden.

Sechs Wochen Vorbereitung

Wie Brand erklärte, bereiteten sie und ihr Team sich sechs Wochen auf die Modenschau vor. »Natürlich hatten wir wegen der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine Bedenken. Zwei Frauen aus der Ukraine helfen uns während der Modenschau bei der Bewirtung der Gäste mit Unterstützung von Jogita Ott, die sich für die Ukraine-Hilfe in Büdingen sehr starkmacht. Sie spricht selbst Ukrainisch und Polnisch und ist sehr verbindend«, sagte Brand. Trotz Krisen müssten wir auch unser Leben leben und dazu gehöre auch, einen modischen Blick in das Frühjahr zu wagen. Die Pandemie habe alle, egal in welcher Altersgruppe, sehr viel Kraft gekostet. Sie hoffe, dass Europa einen guten Zusammenhalt habe, so wie dieser auch in Büdingen bestehe. »Die Büdinger sind ganz toll und sehr solidarisch auch mit unseren Geschäften. Deshalb freue ich mich heute über die gute Resonanz«, sagte Brand.

Nur der ein oder andere aus dem weiteren Umkreis habe aufgrund der schlechten Wetterlage abgesagt. 60 Gäste kamen. Sie genossen das besondere Ambiente im Schuhgeschäft bei einem Glas Sekt oder Eis am Stil. Sechs Mädchen, ein junger Mann und vier Kinder, das jüngste im Alter von fünf Jahren, zeigten in verschiedenen Durchgängen die neuesten Trends aus den Bereichen Mode, Schuh- und Brillenmode. »Es ist angedacht, die Veranstaltung zu wiederholen. Die Models aus dem Freundeskreis haben das sehr natürlich und dennoch professionell vorgeführt«, sagte Brand. Als schön empfindet sie die Spontanität und das Engagement der Mitarbeiter. »Es ist eine große Familie. Das zeichnet uns Geschäfte in Kleinstädten auch aus. Wir haben eine starke Beziehung zu den Menschen, die hier leben«, betonte Brand.

Fürs Frühjahr: Ugly Loafer und Sneaker

Die Schuhmode präsentiere sich sehr geteilt im kommenden Frühjahr. Es gebe das Thema »Ugly Loafer« mit dicken Sohlen. Auch Sneaker zeigten sich in dieser Aufmachung. Loafer seien das neue, allumfassende Thema. Die Schuhe gebe es in grellen Farben von Lila bis über neutrale Beigetöne. Das Thema spiele auch in das nächste Jahr hinein.

Es gibt auch wieder Pumps, Ballerinas, feine Sandaletten für ein etwas schickeres Outfit. Ein starkes Thema in diesem Jahr sind Clogs, neu aufgelegt mit dicken Goldschnallen oder als neutrale Version. »Es gibt viele Kombinationen, feine Details an den Schuhen und Pastell-Töne. Für die Sneaker ist die Farbe Weiß immer eine ganz wichtige Farbe«, betonte Brand.

Augenmerk auf die Produktionsstätten

Beim Einkauf legten sie und ihr Team sehr viel Wert darauf, wo die Schuhe produziert werden. Viele Schuhe kämen aus Europa, wie Spanien und Portugal. Passend zu den verkürzten Hosen bietet sie originell bedruckte Socken als Blickfang für die Übergangszeit an. Abgeleitet von den Chock Parts, ist die Culotte in dieser Saison das neue Thema. Im Winter etwas länger geschnitten, zeigt sie sich im Sommer verkürzt. »Wir haben verschiedene Schnitte mit verschiedenen Grundformen eingekauft, um eine große Bandbreite zu haben«, sagte Brand. Zudem präsentierte sie Hosen von Buena Vista mit einem perfekten Schnitt und Stretchanteil. Sie sind bedruckt oder besitzen Stitches als Design-Besonderheit. Im Bereich der Mode seien Tuniken und leichte Sommerkleider schon in den vergangenen Jahren aktuell gewesen und sehr gern getragen worden. Dies setze sich mit neuen Details und Farben fort. »Bei einem Blazer darf die Tunika unten herausschauen«, sagte Brand. Als Besonderheit wurden spezielle Taschen präsentiert, die die modebewusste Unternehmerin bei einer Messe entdeckt hat.

Die Upcycling-Taschen sind aus Materialien wie Zementsäcken oder Gurten aus der Schifffahrt hergestellt. »Jede Tasche ist ein bisschen anders und ein Unikat. Das Label kommt aus Hamburg und ist in verschiedenen Größen erhältlich«, sagte Brand.

Brillen mit mehr Farbe und in Retro

In der Brillenmode darf man im Frühjahr mehr Farbe beweisen. Im Trend liegen Brillen mit klobigem weißen Kunststoffrahmen und in Retro-Stil. Sie sind als individuelles Accessoire nicht wegzudenken. Nette Geschenkideen zu Ostern sind Statement-Shirts mit witzigen Sprüchen im Digital-Druck oder das Büdingen T-Shirt.

Brand erläuterte zudem die wirtschaftliche Entwicklung besonders in der Vorstadt nach über zwei Jahren Pandemie. Im Café Äquator werde kräftig gewerkelt. »Viele Geschäfte sind nach dem Hochwasser wieder belebt worden. Im Laufe des Jahres bekommen wir weitere Gastronomiebetriebe und Geschäfte hinzu«, verriet sie. Im Café La Porta unter der Leitung von Maike Szuppa-Neun wird Mittwoch bis Freitag frisch und vegetarisch in großer Vielfalt gekocht und auch frisch gebackener Kuchen angeboten.

Am 24. April findet das Kinderfest mit vielen attraktiven und kostenlosen Angeboten in Büdingen statt. Alle Erlöse fließen in die Ukraine-Hilfe.

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»Ugly Loafer« mit dicken Sohlen liegen im Trend. © Georgia Lori

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