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Neue Pläne für Bolz- und Schulmeister-Platz

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Von: red Redaktion

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Was man an Ideen für die Waldsiedlung im Rahmen der Dorferneuerung hat, trägt Melanie Eckermann in einem mitreißenden Vortrag in der jüngsten Ortsbeiratssitzung vor. SYMBOL © Judith Seipel

Waldsiedlung (red). Wer als interessierter Bürger und interessierte Bürgerin an einer Ortsbeiratssitzung in der Waldsiedlung teilnimmt, kann sich sicher sein: Langweilig wird es so gut wie nie. Das dachten sich auch rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner der Waldsiedlung und verfolgten die jüngste Sitzung.

Während sich der Ortsbeirat in letzter Zeit eher mit negativ-behafteten Anträgen insbesondere aus dem Bereich »Bauvorhaben«, zu beschäftigen hatte (Stichwort Bebauung ehemaliges Fichter-Gelände), freute sich Ortsvorsteherin Beate Kreusch umso mehr, dass in dieser Sitzung deutlich positivere Themen auf der Agenda standen. Die Vorstellung von Sabine Willwoldt, seit Mai »Schutzfrau vor Ort in Altenstadt«, machte an diesem Abend den Anfang. Man merkte der Polizeioberkommissarin bereits in ihren ersten, persönlichen Worten an, dass sie hoch motiviert und engagiert ist, aber auch sehr klar in ihren Vorstellungen, wie ihre Arbeit aussehen kann und soll. So nutzten die Gäste die Gelegenheit, auf Missstände im Ort aufmerksam zu machen und schilderten diverse Probleme. Sabine Willwoldt sagte zu, sich alle problematischen Bereiche sukzessive anzuschauen und bei Bedarf Verstöße zu ahnden.

Brennpunkte ansprechen

Unbekannt sind die genannten Brennpunkte dem Ortsbeirat nicht, hat er ja selbst diverse Anträge gestellt, zu denen es bis heute leider keine Rückmeldung der Gemeinde gebe. Man hoffe aber, dass nun endlich Verbesserungen eintreten.

Das Hauptthema der Sitzung bildete die Berichterstattung zum »IKEK - Dorfentwicklungsprogramm« und die bis dato erarbeiteten Projekte - speziell für die Waldsiedlung.

Melanie Eckermann (CDU), Mitglied der Steuerungsgruppe und Vertreterin ihres Ortsteils, gab in einem rund 45-minütigen Vortag einen ausführlichen und informativen Einblick. Groß war das Interesse der Anwesenden zur Projektidee »Umgestaltung des Josef-Schulmeister-Platzes« zu einem Treffpunkt für Jung und Alt in der Waldsiedlung. Das aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern in drei öffentlichen Sitzungen erarbeitete Konzept fand viel Anklang.

Eckermann präsentierte bildhaft und mitreißend, wie der in die Jahre gekommene Platz künftig aussehen soll, der im Moment zum Parkplatz verkomme.

Sachkundeunterricht »zum Anfassen« auf einem kleinen Erlebnispfad, die Geschichte der Waldsiedlung auf schönen Tafeln, Holzelemente, kleinere Spielgeräte und als Highlight ein Bereich mit Wasserspielen… So soll der Platz künftig aussehen. Auch die Nutzung für verschiedene Veranstaltungen ist eingeplant und an die Verkehrssicherheit für Kinder wird ebenfalls gedacht. Viele Verbesserungsvorschläge und Anregungen hatten die Gäste dementsprechend nicht mehr.

Treffpunkt für Jugendliche

Als zweites von derzeit fünf Startprojekten im IKEK stellte Melanie Eckermann die Umgestaltung und künftige Nutzung des veralteten Bolzplatzes im Tannenweg vor. »Die Altersklasse der Neun- bis 15-Jährigen hat es in Altenstadt nicht leicht. Dies wurde im IKEK sehr deutlich«, so Eckermann. Fürs Rutschen zu alt, für die Disco zu jung. Für die Jugendlichen sei es nicht einfach, sich außerhalb der eigenen vier Wände ohne Mama und Papa zu treffen. »Der alte Bolzplatz bietet sehr viel Potenzial, und ich freue mich von Herzen, dass das seiner-zeit mit zehn Kindern und der Jugendhilfe Altenstadt entwickelte Konzept nun als Top-Projekt gelistet ist«, so Eckermann.

Nach Vorstellung diverser, weiterer Projekte des »Dorfentwicklungsprogramms«, die nicht nur alleine für die Waldsiedlung von Bedeutung sind (Verbesserung der Mobilität für Senioren, Einkaufsmöglichkeiten, Aufwertung/Sanierung der Spielplätze und Ausbau der Rad- und Wanderweginfrastruktur), fassten Melanie Eckermann und Beate Kreusch die Ergebnisse nochmals zusammen und richteten einen eindringlichen Appell an die (anwesenden) Gemeindevertreter: »Es haben sich viele Bürgerinnen und Bürger in Altenstadt gefunden, die ihre Freizeit opferten und sich im IKEK einbrachten, trotz schwierigster Bedingungen. Es sind viele Projekte entstanden, die mehrheitlich definiert und sogar bereits umfassend ausgearbeitet wurden. Dies gilt es zu respektieren und zu honorieren. Die Umsetzung der Ideen, insbesondere der Startprojekte, darf nun nicht zerredet werden.« Ein politisches »Vereinnahmen« sei fehl am Platz, so habe man auch nicht in der Steuerungsgruppe agiert. Die Freigabe des IKEK müsse das Gemeindeparlament am 20. Juli erteilen, so Eckermann und Kreusch.

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