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Neue Überlegung fürs Dorfzentrum

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Glauburg (gia). Wie geht es weiter mit dem Dorfzentrum Alte Schule in Glauberg? Über Planungen, deren Kosten und mögliche Alternativen sprach nun die Gemeindevertretung.

So sprach sich der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt dafür aus, ein Architekturbüro zur Kostenschätzung verschiedener Varianten zu beauftragen. »Wir stellten fest, dass die Kosten für all diese Varianten sehr hoch sind, weswegen wir im Ausschuss eine weitere Variante besprachen. Diese sieht vor, das Schullehrerwohnhaus mit Funktionstrakt zu sanieren. Für diese Sanierung müsste man nach Auskunft des Planungsbüros zwischen 450 000 und 750 000 Euro einplanen«, sagte Ausschussvorsitzende Tabea Rösch (SPD). Trotz der beantragten Fördermittel sei es relativ schwierig.

Die Verwaltung habe darauf hingewiesen, dass die Förderung bald auslaufe und aktuell noch die Möglichkeit zur Sanierung bestehe. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass die Verwaltung klären soll, ob eine Förderung ausschließlich für dieses Schullehrerwohnhaus und den Seitentrakt möglich sei. Nur für diese Maßnahme soll noch einmal eine Kostenaufstellung erfolgen, die dem Ausschuss erneut vorgelegt werden soll. »Der Tagesordnungspunkt soll deshalb zunächst im Ausschuss verbleiben«, so Rösch. Den Beschluss fasste man einstimmig.

Zum Sachstand Hochwasserschutz berichtete Rösch, dass sich der Ausschuss an einer Maßnahmenliste orientiere. Das hydrologische Gutachten, das Ausschuss und Parlament beauftragt hatten, habe die Gertie-Strohm-Stiftung erstellt. Weitere Kosten kämen auf die Gemeinde nicht zu. Eine Simulationsberechnung sei erfolgt. Simuliert wurde das Ablaufverhalten des Niederschlagswassers in Gewässern, Bachläufen und Kanalisation. Kritische Bereiche habe man lokalisiert. Die Maßnahme führte die Gemeinde zusammen mit den Kommunen Echzell und Ranstadt aus und sei zu 100 Prozent gefördert worden.

Erneut Teilnahme an Leader-Förderung

Beim Ortstermin zur Thematik Schwarzer Weg stellte man fest, dass der Wasserverband Pflegemaßnahmen weitgehend erledigt habe. Der Grabendurchlass an der Bahnstrecke nach Frankfurt soll zudem nach Möglichkeit komplett entfernt werden, um bei Hochwasser den besten Durchfluss gewährleisten zu können. Fehlende im Maßnahmenkatalog gelistete Mängel wurden auf den Sachstand überprüft und in Auftrag gegeben. Für den Wasserverband soll ein Pflegeplan erstellt werden.

Zur Teilnahme und Beteiligung der Kommunen an der Leader-Förderperiode 2023 bis 2027 gab Bürgermeisterin Henrike Strauch Auskunft. »Hierbei handelt es sich um EU-Fördermittel«, sagte sie. Die Kommune sei als strukturschwach eingeschätzt. Die Mittel seien auch im Hinblick auf die Landesgartenschau 2027 sehr sinnvoll. In den vergangenen zwei Perioden habe es keine Kostenbeteiligung seitens der Gemeinde gegeben. Dieses Jahr ändere sich das. Die Kostenbeteiligung sei nun an Stellen gebunden. »Im Regionalmanagement sollen Stellen für die Dorfakademie und in Bezug auf die Landesgartenschau entstehen. Doch nur eine Stelle lässt sich aus dem regionalen Fördertopf finanzieren. Ein Lösungsvorschlag sieht vor, dass eine Kostenbeteiligung von 50 Cent pro Einwohner und Jahr beide Stellen finanzieren könne, wenn sich alle Kommunen beteiligten«, sagte Strauch. Die Gemeinde Glauburg schließt sich der erneuten Bewerbung als Leader-Region Wetterau-Oberhessen sowie der zwei weiteren Übergangsjahre 2028 und 2029 an. Im Fall der Anerkennung wird das Projekt zudem mit einem jährlichen Beitrag von 50 Cent pro Einwohner unterstützt. Die Beschlussfassung ist bindend für die gesamte Förderperiode 2023 bis 2029. Dies beschloss das Parlament einstimmig.

Alternativer neuer Kita-Standort?

Diskussionsstoff barg auch die Benutzungsordnung der Mehrzweckhalle Glauberg. Für die Turnhalle lag bisher eine Kombination zwischen Benutzungs- und Gebührenordnung vor. Die Gebührenordnung soll bis zur Juni-Sitzung aufrechterhalten werden, die Benutzungsordnung jedoch aktuell festgelegt werden. Zu den Änderungen gehört, dass die Benutzung der Außenflächen besonders genehmigungspflichtig ist. Die zu entrichtende Gebühr legt die Gebührenordnung der Gemeinde fest. Dem stimmte das Parlament einstimmig zu.

Als weiterer Punkt stand die Überprüfung der Standortwahl des Kindergartens Glauberg und die Überweisung an alle drei Ausschüsse nach einem Antrag der FWG-Fraktion auf der Tagesordnung. Deren Fraktionschef Harald Steinke merkte an, dass die Gemeinde das Gelände gekauft habe. Es sei geplant, dort einen zweiten Kindergarten zu errichten. »Die vorhandenen Gebäude könnten auch anderweitig genutzt werden, etwa für einen Bauhof«, sagte Steinke. Es gebe alternative Standorte für den Kindergarten. Strauch verwies auf eine Begehung des Gebäudes am 3. Mai, damit sich jeder Gemeindevertreter selbst ein Bild machen könne. Rösch plädierte ebenfalls für die Überweisung in alle Ausschüsse. Den Vorteil des aktuellen Standorts sieht sie darin, dass dieser eine gewisse Nähe zu Stockheim habe. Die Gemeindevertreter stimmten der Überweisung geschlossen zu. Zudem gab es den Hinweis, dass am 5. Juli eine Bürgerversammlung zum Thema Katastrophenschutz geplant ist.

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