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Fußgänger bleiben sicher: Sie können entlang einer für sie eingerichteten und von Verkehrsbehörden-Leiter Timo Jehner angezeigten Wegeführung durch den Tunnel des Viadukts laufen, während der Verkehr vorbeifährt.

Bauarbeiten

Neuerliche Einschränkungen am Übergang der Kasseler zur Homburger Straße

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Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer müssen sich ab Montag erneut auf Umstellungen am Übergang der Kasseler zur Homburger Straße einstellen. Denn dann geht es richtig los mit der Erweiterung der Bahnstrecke auf vier Gleise. Dennoch will die Stadt mögliche Verkehrsprobleme so klein wie möglich halten.

Rund um das Bahn-Viadukt zwischen Festspiel- und Ziegleikreisel beginnt die Bahn am kommenden Montag, 26. November, mit den Arbeiten, um die Bahnbrücke zu erweitern. Dass es dabei zu Einschränkungen kommt, liegt auf der Hand. Denn schließlich muss die Brücke ja verbreitert werden.

"Im ersten Schritt werden die Widerlager auf der nördlichen Seite angebracht, außerdem wird die Abschlusskante abgefräst, um die Erweiterung möglich zu machen", erläutert Timo Jehner, Leiter der Bad Vilbeler Straßenverkehrsbehörde, die Absichten der Bahn. Stadtsprecher Yannick Schwander ergänzt: "Das Paket, das bis zum kommenden Frühjahr umgesetzt wird, enthält viele kleinere und größere Arbeiten. So müssen zunächst Beleuchtungskörper, Pflaster und Bordsteine zurückgebaut werden. Später wird ein Traggerüst aufgebaut, bevor es dann zu Bohrpfahlarbeiten kommt, die im Rammen von Pfeilern münden, auf denen das Bauwerk erweitert wird."

Die Stadt hat für diesen Schritt bereits ihre Vorkehrungen getroffen. Vorab wurden Gehwege zurückgebaut und die Straße verbreitert, damit Gegenverkehr ermöglicht werden kann. Der Verkehr fließt dann nämlich in beiden Richtungen auf der südlichen Seite der Brücke. Für den Tag der Baustelleneinrichtung wird die Ordnungspolizei vor Ort sein, um Hilfe zu leisten. "In den Spitzenzeiten sind wir da", versichert Jehner. Doch er macht auch klar: "Die Bahn hat Baurecht, wir versuchen, das Beste daraus zu machen."Das Unternehmen Knettenbrech und Gardulic hat im Auftrag der Bahn Berechnungen angestellt, die den Gegenverkehr ermöglichen soll.

"Es kann eng werden"

Demnach reichen die Schleppkurven aus, um einen Lastwagen mit Anhänger oder einen Bus an der Mittelsäule vorbeizuführen. "Begegnen sich zwei große Fahrzeuge, kann es dennoch eng werden", räumt Jehner ein. Dennoch habe man so Umleitungen oder Einbahnstraßen wie zu Zeiten der großen Baustelle auf der Homburger Straße vermeiden können.

Fußgänger und Radfahrer können in dieser Bauphase den Tunnel auf der südlichen Seite der Brücke nutzen. Sie müssen dafür bereits früher die Homburger Straße queren, wenn sie aus Richtung Quellenpark kommen, denn der Zebrastreifen unmittelbar am Viadukt wird entfernt. Geplant ist das Ende der ersten Bauphase im Mai. Rund um Weihnachten wird es zu einer mehrwöchigen Pause kommen. Wenn möglich, will die Stadt in dieser Zeit die Verkehrsführung auch nicht wieder in den alten Zustand überführen. "Das würde für die kurze Zeit nur Verwirrung stiften", ist sich Jehner sicher.

Großes Finale in einem Jahr

Die alte Verkehrsführung tritt in Kraft, wenn sich die Bahn in der zweiten Bauphase dem südlichen teil des Viadukts zuwendet. Denn dann ist genug Platz, um den Verkehr wieder auf beiden Seiten der Mittelsäule vorbeizuführen. Der Fußgängertunnel an der Südseite ist dann allerdings nicht mehr nutzbar, Gehwege auf der anderen Seite sollen dann aber wieder vorhanden sein.

Das große Finale steht dann in etwa einem Jahr an. "Dann werden die großen Stahlträger eingebracht, die die Brücke endgültig verbreitern", erklärt Jehner. Normalerweise gebe es bei derartigen Aktionen dann auch viele Zuschauer, da die Träger in einem Stück eingepflanzt werden.Autofahrer schauen dann allerdings für ein Wochenende in die Röhre. Die Durchfahrt am Viadukt wird dann vollständig gesperrt sein. Mit Polizei und Feuerwehr werde man sich rechtzeitig unterhalten, um die Anfahrtszeiten zu möglichen Einsatzorten gering zu halten.

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