Fasanerie Klein-Auheim

Neues von Marderhunden und jungen Zicklein

In der Fasanerie in Klein-Auheim gibt es Nachwuchs bei den Ziegen und auch sonst freuen sich die Besucher über Neuzugänge: Fünf Marderhunde aus England. Indessen gibt es bei den Wisenten einen Wechsel.

Eine von ihnen hieß Madam Mim: Im Januar kamen fünf Marderhunde aus England als Neuzugänge in die Fasanerie in Klein-Auheim. Alle fünf wurden in England beschlagnahmt, da die Haltungsbedingungen nicht zulässig waren. Alle fünf sind verhaltensauffällig, was für den Wildpark allerdings einen Gewinn darstelle, so die Betreiber. Denn die Marderhunde zeigten sich gerne, was von den zwei alten Bewohnern nicht behauptet werden könne.

Der Name Madam Mim indessen stammt aus dem Roman „The Sword in the Stone“ von T. White. Die Figur wurde von Disney adaptiert und bei ihm wurde Madam Mim schließlich die Gegenspielerin von Merlin, dem Zauberer.

Mit der Namensgeberin gemein habe die Marderhündin aber nur die stark ausgeprägte Persönlichkeit – das Bösartige der Hexe sei ihr aber nicht eigen, weshalb sie von der Fasanerie in Snowball umbenannt wurde. Snowball, Cedric, Obi und die anderen beiden mausern sich nun zu den neuen Lieblingen der Besucher. Die gemütlichen Dicken tummeln sich auch tagsüber gut sichtbar im Gehege, was besonders ist, da sie zurzeit eigentlich eine Winterruhe abhalten sollten.

Der Marderhund ist der einzige aus der Familie der Hunde, der überhaupt eine Winterruhe hält. Auch mit ihrem eigentlichen Tagesrhythmus nehmen es die Neuen nicht besonders eng. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen sind sie nicht nur in der Dämmerung und des Nachts unterwegs, sondern wandeln auch tagsüber gerne durch ihr neues Revier. Alle fünf hätten sich gut eingelebt und seien in ihrem neuen Zuhause angekommen.

An anderer Stelle der Fasanerie hört man das charakteristische Meckern der Ziegen. Sowohl bei den Zwergziegen wie auch bei den Thüringer Waldziegen haben in den letzten Wochen viele Zicklein das Licht der Welt erblickt.

Die jungen Geißlein veranstalten im Gehege in ihrer Lebenslust Kapriolen: sie hüpfen, stupsen, rangeln und meckern und erfreuen die Besucher. Da die Ziegenböcke aber die Zicken so häufig gedeckt hätten, wurden sie aus dem Gehege verbannt. Die immer paarungsbereiten Ziegenböcke sind jetzt im separaten ehemaligen Elchgehege am Steinheimer Tor untergebracht.

Übrigens hatten schon die Götter viel Freude am munteren Ziegentier. Zeus hatte eine Ziege als Amme, Artemis ist die Schutzpatronin aller Ziegenhirtinnen und der Hirtengott Pan stellte sogar auf Bocksbeinen den Nymphen nach.

Die Ziegenfrauen müssen erst einmal auf ihre gutriechenden Böcke verzichten. Der Bocksgeruch ist für die Ziege ein aphrodisischer Duft, weshalb der Ziegenbock in der Paarungszeit seinen Spitzbart ganz besonders ausgiebig mit Sperma und Urin einduftet.

Die drei in der Fasanerie geborenen jungen Wisente Fatu, Fachim und Fairyrail sind ausgezogen. Gersfeld, Saarbrücken und das Artenschutzzentrum im nordrhein-westfälischen Feudingen sind die neuen Adressen der kleinen Kolosse. Zwei Neuankömmlinge aus dem Nationalpark Bayrischer Wald, Abia und Abnette hätten sich bestens eingelebt, erklärt die Fasanerie.

Das Wisentgehege soll bald erweitert werden. Die Einweihung des neuen zusätzlichen Gehegeteils stehe kurz bevor, teilt die Fasanerie mit.

(red)

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