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Neugieriger kleiner Esel: Lukiluk entdeckt die große weite Welt

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Tierliebe und Lust am Erzählen kommen auch in Chris Emigs neuem Bilderbuch vom kleinen Esel Lukiluk zusammen. © Detlef Maresch

Geplant war es nicht, denn eigentlich wollte sie aufhören, Doch jetzt gibt es ein neues Bilderbuch von Chris Emig. Darin beschreibt die Autorin die Abenteuer eines kleinen Esels mit Namen Lukiluk.

»Eigentlich wollte ich mit dem Schreiben aufhören«, sagt Chris Emig. »Aber dann war ich bei einer Wanderung, organisiert vom Eselhof Eichelsdorf, fasziniert von den drei Langohren dort. Besonders Eselin Lucy, die graue, hat es mir angetan.

Auf einmal war wieder der Impuls da, eine Geschichte auszudenken, von Station zu Station weiterzuentwickeln.« So entstand das Bilderbuch »Der kleine Esel Lukiluk erlebt viele Abenteuer«.

In der Vergangenheit hat Chris Emig eher für Erwachsene geschrieben. Der Auslöser war ein schmerzliches Erlebnis. Als ihre 18-jährige Katze starb und der Verlust sie belastete, riet ihr der Tierarzt Dr. Biermann, alles aufzuschreiben. Für Emig wurde es eine prägende Erfahrung, Gedanken niederzuschreiben und daraus eine Geschichte zu machen: »Das ist hilfreich - man bekommt Abstand«.

Vier Bücher um Fifi und Mobbel

Vier Bücher um den Kater Fifi und die Katze Mobbel entstanden - keine Katzenkrimis, wie sie seit »Felidae« häufiger auf den Markt kommen, sondern meist heitere Episoden aus der Weltsicht der Samtpfoten.

Heiteres findet sich auch in Emigs meistgefragtem Büchlein »Das witzige Ringbuch aus der Wetterau« in Mundart. Die Verfasserin ist hier in der Region groß geworden und nimmt an den Wetterauer Mundartwettbewerben teil.

Ernster ist in »Die Parkbank war sein Zuhause« die Geschichte eines Zwölfjährigen erzählt, der obdachlos auf der Straße lebt. Dasselbe gilt für »Depressionen? Bei uns nicht«. Durch Betroffene im Bekanntenkreis wurde Emig auf diese Thematik aufmerksam.

Offensichtlich fühlten sich auch viele Angehörige, die mit dieser Problematik konfrontiert sind, von der Erzählung verstanden. Emig bekam mehrfach die Rückmeldung: »Ja, genau so ist es bei uns!« Ein Kinderbuch ist: »Wir gehören zusammen, wir zwei«. Ein kleiner Junge schämt sich seiner roten Haare. Als die Eltern ihm einen roten Kater schenken, sich eine Freundschaft zwischen Kind und Tier aufbaut, sieht die Welt freundlicher aus.

Tierlaute nachahmen

Nun also ist Eselin Lucy in Text und Farbfotos, ebenfalls von der Verfasserin, Heldin eines Büchleins geworden. Da ist sie allerdings als Eselkind Lukiluk verjüngt und so neugierig auf die Welt ringsum, wie Kleinkinder es eben auch sind.

Lukiluk trifft Kühe, Schafe, Kröten, Enten, Tauben, sogar einen Feuerkäfer. Die Bilder sind in den Text eingefügt - für sehr junge Kinder im Spracherwerb eine Anregung, erst die Tierlaute nachzuahmen und dann die Namen zu lernen.

Auf der Nachbarweide freundet sich Lukiluk mit einem Kälbchen an, lernt Schweine und Kaninchen kennen, erfährt aus dem Leben der Schmetterlinge, erschrickt über das Imponierverhalten der Truthähne, das sich dann als nicht böse gemeint herausstellt.

Er fürchtet sich vor dem brennend roten Abendhimmel, freut sich an der Mondsichel, denn seine Mutter erklärt ihm die Himmelskörper und bringt ihm etwas Wichtiges bei: »Die Welt ist für alle und jeden da. Wir müssen gut zu ihr sein.«

Das Bilderbuch »Der kleine Esel Lukiluk erlebt viele Abenteuer« hat 52 Seiten, kostet 9,80 Euro und ist bei der Verfasserin zu haben. Kontaktmöglichkeit: Telefon 0 60 43/75 84 oder per E-Mail c.emig@aol.de.

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