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Oekogeno kann loslegen

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Von: Sabrina Dämon

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sda_oekogeno_260322_4c © pv

Niddatal-Ilbenstadt (pm/sda). Ein Dorf im Dorf - so hat Joerg Weber von Oekogeno vor einiger Zeit beschrieben, was auf dem Klosterberg in Ilbenstadt entstehen soll. Das inklusive Mehrgenerationen-Wohnprojekt in und an den alten Gutshöfen wird schon eine ganze Weile geplant. Nun hat der Wetteraukreis die Baugenehmigung für das genossenschaftliche Wohnprojekt erteilt.

Im Frühsommer, heißt es vonseiten der Genossenschaft, können die Bauarbeiten beginnen.

Geplant ist, dass die historischen Gebäude des Klosterareals mit einem Neubau verbunden werden - dort sollen dann barrierefreie Wohnungen entstehen. Zudem soll es Begegnungsorte geben. Der Garten soll ebenfalls genutzt werden.

»Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt richtig loslegen können«, sagt Rainer Schüle, Vorstand der Oekogeno SWH (»Solidarisch Wohnen Hessen«). »Durch die Einbindung der bestehenden historischen Gebäude und die Anforderungen des Denkmalschutzes war die Planung komplexer als zu Projektbeginn gedacht, daher hat es leider ein wenig länger gedauert. Wir möchten uns ausdrücklich bei Bürgermeister Michael Hahn und der Stadt Niddatal und beim Wetteraukreis für die große Unterstützung bedanken.«

Das verkehrsberuhigte Klosterareal soll als neues Quartier zum Mittelpunkt des Dorflebens werden.

»Das Projekt ist eine große Chance für Ilbenstadt«, sagte Bürgermeister Hahn. »Seit über 20 Jahren stehen die Gutshöfe leer, ich freue mich besonders darauf, dass nun auch der wunderschöne Klostergarten für alle Anwohner/innen und die Öffentlichkeit wieder nutzbar wird.«

Mindestens 35 Wohneinheiten

Kreisbeigeordneter Matthias Walther hat das Projekt für den Wetteraukreis begleitet. »Es ist wichtig, dass in unseren Dörfern der Ortskern gestärkt wird. Wir müssen in den ländlichen Gebieten neue Möglichkeiten des Wohnens und Arbeitens schaffen, das gelingt der Oekogeno mit ihrem Projekt in vorbildlicher Weise.« Auf dem Klosterareal entsteht ein genossenschaftlich organisiertes inklusives Mehrgenerationen-Wohnprojekt mit mindestens 35 Wohneinheiten, das von der Oekogeno umgesetzt wird. Die historischen Bestandsgebäude werden saniert und sind als zentrales Element in das Gesamtkonzept eingebunden. »Wir planen eine Vielzahl von unterschiedlichen Wohnungstypen, von der Single-Wohnung über die klassische FamilienWohnung bis hin zur Cluster-Wohnung und zur ambulant betreuten Wohngemeinschaft«, sagt Schüle. »Wir sprechen Familien mit Kindern ebenso an wie Seniorinnen und Senioren, Single-Haushalte, Paare und auch Menschen mit Behinderung.« Ziel des Projekts sei es, den Bewohnerinnen und Bewohnern eine weitgehende Selbstverwaltung und Selbstorganisation zu ermöglichen.

Das Konzept des Wohnprojekts sieht vor, dass jeder Bewohner Mitglied in der Genossenschaft ist.

Momentan, heißt es in einer Mitteilung von Oekogeno, finden Gespräche mit bestehenden Interessierten statt. Doch die Nachfrage sei so groß, dass neue Interessent/innen sich derzeit nur auf eine Warteliste setzen lassen könnten. Wer das Projekt unterstützen möchte, könne noch als Fördergenoss/in einsteigen.

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Übergabe der Baugenehmigung mit (v. l.): Bürgermeister Michael Hahn, Oekogeno-Regionalleiter Joerg Weber und Matthias Walther vom Kreis. © pv

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