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Spaß an klimafreundlichen Projekten

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Beim veganen Kochen hat Lynn Steppat aus Assenheim viel Neues dazugelernt. © pv

Niddatal (pm). Was bedeutet es, sich klimafreundlich zu ernähren und nachhaltig zu leben? Und welche handwerklichen Berufe im Bereich Ernährung gibt es eigentlich? Um mehr darüber zu erfahren und Neues auszuprobieren, haben junge Erwachsene im Alter von 17 bis 24 Jahren in den Sommerferien am BOOM-Feriencamp »Ernährung« auf dem Gut Alte Heide in Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) teilgenommen.

Assenheimerin nimmt auch teil

Eine Teilnehmerin war die 18-jährige Lynn Steppat aus Assenheim. Sie hat sich beim »BOOM-Feriencamp« angemeldet, weil sie gerne handwerklich arbeitet und den Themenbereich Ernährung spannend findet. Auch beim »MINT Girls’ Camp« war sie schon einmal dabei. »Vor allem das Kochen und das Anlegen des Hügelbeetes haben mir viel Spaß gemacht«, berichtet sie.

Das Berufsorientierungs-Projekt BOOM ermöglicht es jungen Menschen, in verschiedene handwerkliche Berufe hineinzuschnuppern und dabei in das Thema Nachhaltigkeit einzutauchen. Durchgeführt werden die Camps vom Aus- und Weiterbildungsunternehmen Provadis, dem Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production und der Sportjugend Hessen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und der Europäische Sozialfonds fördern das länderübergreifende Projekt.

Die Teilnehmer erlebten laut Angaben der Veranstalter eine spannende und abwechslungsreiche Woche: Auf dem Programm standen unter anderem Workshops zur Berufsorientierung und zur klimafreundlichen Ernährung. An verschiedenen Praxisstationen konnten sie ihr handwerkliches Geschick ausprobieren und Nachhaltigkeit praktisch umsetzen. Die Teilnehmer errichteten ein Hügelbeet und bepflanzten es mit Salat und Spitzkohl. Dafür wurde Holz eines gefällten morschen Baums aufgeschichtet und mit Kompost, Mulch und Erde bedeckt. Die Teilnehmenden lernten an dieser Station außerdem, Beikraut zu jäten und zu kompostieren.

Die essbaren Bestandteile der Beikräuter kamen beim gemeinsamen Kochen zum Einsatz. So probierten die Camp-Teilnehmer verschiedene vegane Rezepte aus: Bananenbrot, Schoko-Aufstrich, Brownies und Kräuter-Tarte. Auch ein Frischkäse-Ersatz sowie eingelegtes und fermentiertes Gemüse standen auf dem Speiseplan. Perfekt ergänzen ließen sich die vegetarischen und veganen Mahlzeiten mit frischen Wildkräutern, die die Nachwuchs-Köche bei einer Kräuterwanderung gesammelt hatten.

Bau eines Lehmofens

Eine besondere und nachhaltige Aufgabe war der Bau eines Lehmofens. Als Materialien dienten Lehm, Stroh, Sand und Schamottsteine. Besucher des Guts Alte Heide können den Ofen zukünftig nutzen, etwa zum Pizza-Backen.

Neben Einblicken in die handwerklichen Berufe bekamen die Teilnehmenden Informationen zur Berufsorientierung. Entlang der Wertschöpfungskette von Hafermilch tauschten sie sich über die Möglichkeit aus, wie man Nachhaltigkeitsaspekte stärker in Berufe einbringen kann. Für eine persönliche Berufsberatung stand Projektleiterin Julia Behle den Interessierten zur Seite. »Die Teilnehmenden konnten das Camp mit ihren individuellen Wünschen und Ideen aktiv mitgestalten.«

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