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Die Polizei bittet um Hinweise auf den Flüchtigen.

Fahndung in der Wetterau

Nach Fahndung in Niddatal: Einbrecher in U-Haft

Nach der aufwändigen Fahndung samt Schüssen in Niddatal am Mittwoch sitzen zwei Verdächtige nun in Untersuchungshaft. Der dritte mutmaßliche Einbrecher ist noch immer nicht gefunden.

Update, 2. August, 11 Uhr: Niddatal - Die beiden mutmaßlichen Einbrecher, die am Mittwoch im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen in der Wetterau festgenommen worden waren, wurden am gestrigen Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Er ordnete Untersuchungshaft für die beiden 27 und 30 Jahre alten Männer an. 

Der dritte potentielle Mittäter, dem am Mittwoch in Niddatal-Bönstadt die Flucht gelungen war, konnte noch nicht ermittelt werden, teilt die Polizei mit. Neben dem Einbruch in Altenstadt am Mittwochmittag prüft die Polizei, ob die Tatverdächtigen für Einbrüche und Einbruchsversuche in Ranstadt, Lindheim, Nieder-Mockstadt, Ortenberg, Stockheim und Gedern in Betracht kommen, die seit dem 26. Juli zur Anzeige gebracht wurden.

Update, 1. August, 10.25 Uhr: Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach einem Tatverdächtigen hat die Polizei gestern in Niddatal-Bönstadt angestellt. Nachdem drei mutmaßliche Einbrecher mit ihrem PKW von der Polizei aufgenommen werden konnten, gelang es, zwei der Fahrzeuginsassen in Bönstadt festzunehmen, ein weiterer Tatverdächtiger konnte entkommen. Die Ermittlungen rund um die Männer gehen derweil auf Hochtouren weiter, teilt die Polizei mit.

Fahndung nach Flüchtigem in Niddatal: Deshalb wurden Schüsse abgegeben

Wie die Polizei am Mittwoch mitgeteilt hatte, waren während der Fahndung Schüsse von Beamten abgegeben worden. Nun äußert sich Pressesprecherin Sylvia Frech auf WZ-Anfrage zum Grund:

Durch die Schüsse hätten Polizisten andere Kollegen auf ihren Standort aufmerksam machen wollen.

Auf die Frage, ob dies üblich sei, sagte Frech, solche Schussabgaben seien rechtlich zulässig.

Hinweise auf den Aufenthaltsort des flüchtigen Tatverdächtigen liegen auch am heutigen Tag noch nicht vor. Es ist weiterhin nur bekannt, dass es sich um einen etwa 1.80 m großen, athletisch gebauten Mann mit kurzem Vollbart handelt, der am gestrigen Tag eine kurze graue Hose, ein weißes T-Shirt und dunkle Turnschuhe trug. Mehrere Mitteilungen gingen im Rahmen der Fahndung am Mittwochnachmittag zu möglichen Entdeckungen des Mannes ein, die aber alle nicht zum Ergreifen des Flüchtigen führten.

Die drei Tatverdächtigen waren am gestrigen Mittwoch mit einem PKW mit albanischen Kennzeichen unterwegs. Sie stehen im Verdacht, zwischen 12 Uhr und 12.50 Uhr in ein Wohnhaus in der Stammheimer Straße in Altenstadt eingebrochen zu sein. Der Hausbewohner hatte das Haus für einen kurzen Einkauf verlassen. In seiner Abwesenheit schoben die Täter den Rollladen einer Terrassentür auf der Gebäuderückseite nach oben und öffneten anschließend die Terrassentür. Sie durchsuchten sämtliche Räume des Hauses in allen Etagen und ließen mindestens einen Laptop mitgehen. Dieser konnte später bei der Festnahme der Tatverdächtigen in Bönstadt aufgefunden werden.

Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die drei Männer in den vergangenen Tagen in weitere Wohnhäuser, vor allem im Ostkreis der Wetterau, einbrachen. Die Ermittlungen hierzu, insbesondere die Vernehmung von Zeugen und die Spurenauswertung, laufen. Weitere Angaben hierzu sind laut Polizei daher derzeit nicht möglich.

Die beiden 27 und 30 Jahre alten Männer aus Albanien werden heute dem Haftrichter vorgeführt.

Fahndung nach Flüchtigem in Niddatal: So gingen die Einbrecher vor

Aufgrund der Ermittlungen ist inzwischen bekannt, dass die Täter vermutlich in allen Fällen ähnlich vorgingen: Sie klingelten zunächst an der Haustür, um so zu überprüfen, ob jemand zu Hause ist. Öffnete ihnen niemand, begaben sie sich auf die rückwärtige Seite des Hauses, auf welcher sie sich vermutlich unbeobachtet wähnten, und brachen von dort gewaltsam in die Häuser ein.

Fahndung nach Flüchtigem in Niddatal: Polizei bittet, aufmerksam zu sein

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei insbesondere die Bevölkerung um Mithilfe. "Seien Sie aufmerksame Nachbarn. Können Sie in Ihrem Wohngebiet fremde Personen beobachten, insbesondere, wenn Sie sich auf Grundstücken anderer bewegen, dann verständigen Sie bitte sofort die Polizei, gerne unter der Notrufnummer 110. Halten Sie sich in sicherer Distanz auf, beobachten Sie aus dieser das Geschehen und teilen Sie Ihre Beobachtungen der Polizei mit", so die Bitte der Polizei. 

Wichtig sei, sich möglichst viele Details einzuprägen: Wie lautet das Kennzeichen eines genutzten PKW? Welche Details an der Kleidung der Personen sind auffällig? Wie alt und groß sind die Personen einzuschätzen? Haben sie Taschen bei sich? Je detaillierter eine Beschreibung, desto hilfreicher ist sie für die möglicherweise folgenden Ermittlungen. Weiter heißt es in der Mitteilung: "Sollten Sie Fotos von Fahrzeugen oder Personen anfertigen können, dann ist es rechtlich nicht zulässig, diese mit anderen Personen, insbesondere in den Sozialen Medien, zu teilen. Lassen Sie die Bilder stattdessen bitte der Polizei zukommen, die wertvolle Hinweise daraus ziehen kann. Eine selbständige Verbreitung von Fotos kann nicht nur strafrechtliche Konsequenzen haben, sondern auch den Ermittlungserfolg der Polizei gefährden, insbesondere wenn die Täter durch die Verbreitung gewarnt werden."

Update, 31. Juli, 16.15 Uhr: Niddatal - Nun hat die Polizei weitere Informationen zu der Fahndung veröffentlicht: Mit einer Vielzahl von uniformierten und zivilen Kräften fahndete sie am Mittwochnachmittag nach einem potentiellen Einbrecher bei Niddatal-Bönstadt. Ein Tatverdächtiger ist noch immer auf der Flucht, zwei weitere konnten festgenommen werden.

Bereits am Mittwochmorgen hatte die Polizei Wetterau durch Zeugen einen Hinweis auf ein verdächtiges Fahrzeug erhalten, das zuletzt im Zusammenhang mit Einbrüchen aufgefallen war. Zivilkräfte konnten den PKW aufnehmen, dessen Insassen im Verdacht stehen, im Raum Altenstadt Einbrüche begangen zu haben. 

Fahndung nach flüchtigem Einbrecher: Schussabgabe durch Polizisten

Gegen 12.50 Uhr ließen die Insassen den Wagen in der Gutenbergstraße in Bönstadt zurück und ergriffen zu Fuß die Flucht. Zwei der Insassen, bei denen es sich um Männer albanischer Herkunft handelt, konnten festgenommen werden. Der Dritte konnte entkommen. Er wird als etwa 1,80 m groß, mit athletischer Figur, kurzem Vollbart, grauer kurzer Hose, weißem T-Shirt und dunklen Turnschuhen beschrieben.

Im Rahmen der Fahndung nach dem Flüchtigen kam es zur Schussabgabe durch Polizeibeamte. Verletzt wurde niemand. Im Rahmen der Fahndung kam zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Die Suchmaßnahmen nach dem Flüchtigen sind inzwischen beendet, er konnte bislang nicht aufgegriffen werden. 

Die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, bittet in diesem Zusammenhang weiterhin um Hinweise.

Die beiden Festgenommenen werden morgen einem Haftrichter vorgeführt. Weitere Details zu den Tatorten und Ermittlungen können derzeit aufgrund der andauernden Ermittlungsmaßnahmen nicht mitgeteilt werden, heißt es seitens der Polizei.

Update, 31. Juli, 15.30 Uhr: Die Polizei hat ihre Beschreibung des mutmaßlichen Täters auf der Flucht nun aktualisiert: Er soll etwa 1,80 Meter groß sein, mit athletischer Figur, grauen Shorts, weißem T-Shirt, dunklen Turnschuhen und kurzem Vollbart. Dies teilte Polizeisprecherin Sylvia Frech auf Anfrage der Wetterauer Zeitung mit. Die Suche per Hubschrauber sei inzwischen eingestellt, der Flüchtige aber noch nicht gefunden.

Erstmeldung, 31. Juli, 14.10 Uhr: Ein Polizeihubschrauber kreist über Bönstadt, zahlreiche Streifenwagen sind auf den Straßen unterwegs: Aktuell fahndet die Polizei nach einem potentiellen Einbrecher. 

Was war passiert? Drei Männer, die im Verdacht stehen, Einbrüche in der Wetterau begangen zu haben, ließen gegen 12.50 Uhr am Mittwoch einen von ihnen genutzten Pkw in einem Wohngebiet in Bönstadt zurück und ergriffen zu Fuß die Flucht vor der Polizei. Zwei Männer konnten festgenommen werden. Ein Täter ist auf der Flucht. 

Polizeihubschrauber über Bönstadt: Polizei gibt Täterbeschreibung heraus

Auf Twitter hat die Polizei Mittelhessen inzwischen mitgeteilt: "Der flüchtige Einbrecher trägt ein schwarzes T-Shirt mit einer weißen Applikation auf der Brust, eine hellblaue kurze Hose & schwarze Schuhe. Er wird mit einer evtl. albanischen Herkunft beschrieben, etwa 1.75m groß, untersetzt, kurzgeschorene Haare." 

Die Polizei bittet daher dringend darum im Bereich Niddatal-Bönstadt keine Anhalter mitzunehmen und verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, oder über den Notruf 110 mitzuteilen.

red

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