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Am Bahnhof Heldenbergen müssen die gelben Busse rückwärts fahren, um am Kreisel zu wenden. Der künftige Schnellbus X27 darf das nicht, wird aber einige Hunde rt Meter weiter drehen oder wegen Bauarbeiten auf dem P+R-Platz. 

Verbindung startet

Nidderau ist bereit für den Schnellbus

Keine drei Wochen mehr und Nidderau erhält eine neue Buslinie. Der Schnellbus X27, der bislang zwischen Karben, Bad Homburg und Königstein verkehrt, wird ab 9. Dezember nach Nidderau verlängert. Doch ob die Testfahrt erfolgreich war: Dazu gibt es verschiedene Angaben.

Der gelbe Bus der Verkehrsgesellschaft Viabus versucht, am Bahnhof in Heldenbergen zu wenden. Ganz einfach ist das nicht, also muss der Fahrer zurücksetzen, um den Bogen auf die andere Straßenseite zu fahren. Der Bus, der früher in Bad Vilbel gefahren ist und jetzt im Linienverkehr in Nidderau die Nummer 45 trägt, kommt letztlich doch in die Gegenrichtung und kann wieder über die Bahnhofstraße zurück ins Zentrum fahren.

Aber was, wenn erst die zwölf Meter langen Schnellbusse X27 der Deutschen Bahn an diesem Kreisel wenden wollen? "Das müssen sie nicht", sagt Katja Adams, in Nidderau für den ÖPNV zuständig. "Sie können weiter geradeaus fahren und dann im Karree in der Stifterstraße wenden." Manöver entfielen damit. Zudem würden im kommenden Jahr Straßenbauarbeiten in der Bahnhofstraße stattfinden. "Dann müssen die Busse sowieso auf dem Schotterfeld des P-und-R-Platzes drehen."

Von Problemen bei der Testfahrt sei ihr nichts bekannt, sagt Adams. Auch die Sprecherin des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Vanessa Rehermann, weiß nichts von Problemen. Im Gegensatz dazu steht die Aussage eines Busfahrers, der an der derzeitigen Endstation in Karben im Gewerbegebiet davon spricht, dass es bei der Testfahrt gehakt habe.

Fahrer sieht Probleme

Einige Straßen, wie etwa die Saalburgstraße, seien viel zu eng. Und auch am Bahnhof gehe es eng zu, rückwärtsfahren dürften die Busse nicht, müssten sie aber, um wieder in die Gegenrichtung zu kommen. Seitens der RMV-Sprecherin heißt es dazu: "Die erwähnte Aussage eines Busfahrers, dass es bei einer Testfahrt Probleme bei einer Straßendurchfahrt gegeben habe, können weder der Betreiber noch wir zuordnen. Uns sind keine Gründe bekannt, warum der geplante Linienweg nicht von den Expressbussen befahren werden könnte." Bei den Verantwortlichen wartet man zunächst einmal den praktischen Betrieb ab.

Auf den Schnellbus X27 freue man sich besonders, sagt Adams, womit sie nicht nur das Rathaus meint. "Bei mir haben sich schon zehn Bürger gemeldet, die an der Verbindung nach Bad Homburg interessiert sind. Ich soll gleich Bescheid geben, wenn das neue Fahrplanheftchen rausgekommen ist."

Die ÖPNV-Beauftragte berichtet, dass der X27 Teil des neuen Stadtbuskonzeptes sei, das von einem externen Büro erarbeitet worden sei.

Der Schnellbus aus Karben habe in Heldenbergen und Windecken "eine leichte Stadtbusfunktion", sagt Adams.

Linie als Kompromiss

Dennoch werde er nicht an allen Haltestellen stoppen. Er fahre auch nicht quer durch die Ortsteile, sondern habe einen relativ geraden Verlauf entlang der Hauptstraßen. Im Grunde genommen sei die Linienführung ein Kompromiss zwischen Stadtbus und Regionalbus.

Die Route liege an größeren Wohngebieten, weshalb man sich viele Fahrgäste verspreche. Dennoch wisse man, dass es bis zu zwei Jahre dauern könne, bis sich das neue Konzept eingespielt habe. Aber man sei optimistisch, dass dies gelingen werde. Sichtbar ist der X27 übrigens an einigen Haltestellen im Stadtgebiet schon jetzt, etwa an der Kirche in Heldenbergen, wo das Linienschild an der Haltestelle befestigt ist.

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