Es wird eng

Ausbau der Konrad-Adenauer-Allee startet nächste Woche

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In den kommenden drei Monaten müssen Autofahrer auf der Konrad-Adenauer-Allee in Nidderau mit erheblichen Einschränkungen rechnen, denn dort wird es nun ernst: In der kommenden Woche beginnt die Umgestaltung der Straße. Ein Überblick.

Ab kommenden Montag, 27. August, wird auf der Konrad-Adenauer-Allee gebaut. In insgesamt fünf Abschnitten wird die Straße umgearbeitet, der Verkehr läuft gleichzeitig weiter. Ampeln sollen das Schlimmste auf der wichtigen Nidderauer Durchfahrtsstraße verhindern. Zunächst beginnen die Bauarbeiter mit den beiden Kreiseln vor dem Rathaus und vor der Einfahrt in die Händelstraße und die Leopold-Wertheimer-Straße: Diese werden instand gesetzt. Pro Kreisel plant die Stadt eine Bauzeit von rund fünf Wochen ein. Die bisher gepflasterten Streifen in der Mitte der Kreisel sollen mit einer Asphaltdecke versehen werden. Deshalb müssen diese gesperrt werden, zumindest in die anliegenden Straßen sollen Autofahrer aber weiter einbiegen können – Ampel sei Dank.

Ausgebaut und barrierefrei gestaltet werden die Fußgängerüberwege an den Kreiseln sowie auf der gesamten Konrad-Adenauer-Allee. Darüber hinaus wird der Gehweg am Nidder-Forum bis zur Beethovenallee verlängert. Auch die Fahrbahn der Konrad-Adenauer-Allee wird verbreitert.

Ein neues Gesicht bekommt auch die Einmündung in den Gehrener Ring: Bisher war die Zufahrtstraße eher ein Provisorium. Sie soll eine schicke Zufahrtstraße zum angrenzenden Wohngebiet im Stadtzentrum werden. Danach nimmt die Stadt den Radverkehr in den Blick: Farblich getrennte Wege werden neu auf die Straße gemalt werden. Die ursprünglich geplanten Radspuren, die parallel zur Fahrbahn verlaufen sollten, sind dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Da die Arbeiten an der Konrad-Adenauer-Allee zum Teil nicht zeitgleich mit den Kreiselsanierungen durchgeführt werden könnten, könnten sich die Arbeiten witterungsbedingt sogar bis 2019 hinziehen, warnt die Stadt – nach dem bisherigen Terminplan soll am 16. November dieses Jahres alles fertig sein. Auch wenn sich das Verkehrsaufkommen seit Fertigstellung der Ortsumgehung auf der innerörtlichen Straße nach Angaben der Stadt zwischenzeitlich fast halbiert hat, nämlich von einmal 17 000 Fahrzeugen pro Tag auf 7 000 und seit Eröffnung des Nidder-Forums wieder auf rund 10 000, blieb die Anforderung an die Infrastruktur stets bestehen.

Die Konrad-Adenauer-Allee führt durch Nidderaus Zentrum und an ihr liegen neben der Bertha-von- Suttner-Schule, dem Kino und dem Schwimmbad auch noch das Einkaufszentrum mit über 20 Geschäften. Deshalb hatte die Stadt einst eine „große Lösung“ für rund 1,7 Millionen Euro ins Auge gefasst. Die Fahrbahn sollte verbreitert werden und zusätzlichen Raum für neue Fuß- und Radwege bieten. Auch die Bushaltestelle an der Bertha-von-Suttner-Schule sollte an die Adenauer-Allee verlegt werden.

„Wir haben die Verkehrssituation ein Jahr lang beobachtet“, sagte dazu Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) bereits im vergangenen Jahr. „Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Straße mit ihren jetzt bestehenden Übergängen und Zufahrten funktioniert“. Deshalb schlug Schultheiß zusammen mit dem Ersten Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) die Umkehr zur deutlich kleineren Lösung vor, die etwa 250 000 Euro kosten sollte.

Das war Anfang des Jahres. Wegen der übergroßen Nachfrage auf dem Bausektor sind mittlerweile die Preise jedoch explodiert. Aus dem ursprünglich kalkulierten Eigenanteil der Stadt sind mittlerweile über 450 000 Euro geworden.

Die Fördermittel des Landes Hessen hinzugerechnet, kostet die Teilsanierung der Konrad-Adenauer-Allee rund 770 000 Euro. Weil die Förderung Ende 2018 ausläuft, kann mit dem Ausbau nicht länger gewartet werden. Derzeit versucht Vogel per Antrag, die zusätzlichen Kosten auf das Land abzuwälzen.

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