Entwicklung

Bertha-von-Suttner-Schule: Für den Ganztagsbetrieb gut aufgestellt

Über die Bertha-von-Suttner-Schule, ihr System und aktuelle Entwicklungen informierten sich Bildungspolitiker der SPD-Kreistagsfraktion gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz (SPD). Dabei stellte sich heraus: Die Schule ist auf einem guten Weg zum Betreuungsprofil 2.

Rund 840 Schüler besuchen derzeit die Jahrgangsstufen fünf bis zehn der Bertha-von-Suttner-Schule (BVS) in Nidderau. Schulleiterin Manuela Brademann und ihre Stellvertreterin Bärbel Nocke-Olliger informierten Sozialdemokraten über das Konzept und die aktuelle Entwicklung der Schule. Das Kollegium besteht derzeit aus rund 70 Lehrerinnen und Lehrern.

„Unsere Einrichtung ist Kulturschule, Schule mit musikalischem Schwerpunkt, Umweltschule, und wir tragen außerdem dem Titel ,Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘, worauf wir besonders stolz sind“, erklärt die Schulleiterin.

Die weiterführende Schule, die zwischen den beiden Nidderauer Stadtteilen Windecken und Heldenbergen angesiedelt ist, bietet ihren Schülern eine breite Unterrichtspalette in kleinen Klassen und Kursen mit differenzierten Angeboten und sogenannten Profilklassen. „Als Kulturschule legen wir Wert auf ästhetische Zugangsweisen und eine kreative Unterrichtspraxis. So unterstützen beispielsweise Rollenspiele im Geschichts- oder Biologieunterricht die Lernerfolge“, berichtet Brademann.

Das Thema „Körper“ im Mathematikunterricht werde begleitet von einer Ausstellung mit von den Schülern gefertigten Flacons, Verpackungen und Bauwerken. „Damit drücken wir einerseits unsere Wertschätzung aus, andererseits wird durch die Verbindung von Theorie und Praxis das Lernen lebendiger gestaltet“, so Brademann.

Die Schule arbeitet seit einigen Jahren im Betreuungsprofil eins mit Unterrichtszeiten von 7.50 bis 15.15 Uhr. Die Schulleiterin berichtet, wie sie das Kollegium von dem Profil überzeugen konnte: „Anfängliche Ängste unter den Kolleginnen und Kollegen konnten schnell abgebaut werden. An den Nachmittagen können unsere Lehrkräfte eigene Interessen stärken, indem sie auf freiwilliger Basis Angebote begleiten, in dem sie beispielsweise im sportlichen oder auch musikalischen Bereich ihr Wissen an die jungen Menschen vermitteln.“

Da die Schüler die Angebote freiwillig nutzen, finde das Lehren und Lernen daher in einer ganz anderen Atmosphäre statt, was die Lehrer zu schätzen wüssten. „Angefangen haben wir 2012 mit rund 13 Lehrerstunden im Ganztag und konnten das bis heute auf 102 Stunden ausbauen. Damit sind wir für den Ganztag wirklich gut aufgestellt.“

Besonderen Wert legen Brademann und Nocke-Olliger darauf, dass an der BVS nicht nur schwächere Schüler gefördert, sondern auch die Stärkeren mit auf sie zugeschnittenen Angeboten zusätzlich zum Unterricht gefordert werden. So gibt es im Fach Deutsch im Jahrgang Fünf für alle Klassen eine zusätzliche Deutschstunde, in der „Kreatives Schreiben“, Lesetraining oder ein Rechtschreibkurs angeboten wird.

Mittlerweile hat die Schule einen Antrag auf die Erweiterung hin zu Betreuungsprofil zwei beim Schulträger gestellt. Im Kreistag wurde dieser Antrag im Dezember vergangenen Jahres einstimmig bewilligt. Rund 8,9 Millionen Euro hat der Schulträger in den vergangenen zehn Jahren an der BVS investiert.

Spätestens nach den Herbstferien soll die Einweihung des renovierten naturwissenschaftlichen Traktes stattfinden. Mit drei Chemie-, drei Biologie-, zwei Physik- und zwei Hybridräumen, die für die Naturwissenschaften genutzt werden können, verfügt die Schule über eube gzte Lernumgebung für einen modernen Unterricht.

(red)

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