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Brand in Nidderau

Dachstuhl brennt in Heldenbergen ab: Feuerwehr im Großeinsatz

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Flammen schlagen aus dem Bungalow in der Heldenberger Saalburgstraße: 80 Einsatzkräfte aller Nidderauer Stadtteilwehren kämpfen darum, den Brand einzudämmen, der vermutlich von der Garage eines

Flammen schlagen aus dem Bungalow in der Heldenberger Saalburgstraße: 80 Einsatzkräfte aller Nidderauer Stadtteilwehren kämpfen darum, den Brand einzudämmen, der vermutlich von der Garage eines angrenzenden Einfamilienhauses übergegriffen hat.

Gegen 21.10 Uhr am Samstag geht der Alarm bei der Feuerwehr ein: „Schon beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hat sich gezeigt, dass das Feuer auf den gesamten Dachstuhl des Wohngebäudes übergegriffen hat. Daraufhin wurde Gesamtalarm für alle Stadtteilwehren ausgelöst“, sagt Nidderaus Stadtbrandinspektor Volker Reis.

Sogar die Hanauer Wehr rückt zur Unterstützung an. Nach ersten Ermittlungen ist der Brand möglicherweise im Bereich der Garage ausgebrochen, greift sofort auf den unmittelbar angebauten Bungalow über und setzt dort den Dachstuhl in Brand. „Die Ursachenermittlung wird am Montag aufgenommen“, sagt Reis. Die Schwierigkeit: Um an den Brandherd zu gelangen, müssen die Feuerwehrleute große Teile des Dachs entfernen. „Der Dachboden war nicht mehr begehbar, das wäre zu gefährlich gewesen. So waren wir auf die Drehleiter angewiesen, und das ist zeitintensiver“, erklärt Reis.

Auch mehrere Photovoltaikanlagen, die auf einer Hälfte des Daches angebracht sind, erschweren das Löschen. „Wir wollten die Anlage nicht einfach abreißen und mussten deshalb umständlich von der anderen Seite arbeiten, um die Glutnester zu erwischen“, berichtet der Stadtbrandinspektor. Der Brand wird mit mehreren Trupps unter Atemschutz bekämpft. Nach rund einer Stunde ist das Feuer schließlich weitgehend abgelöscht, doch die Nachlöscharbeiten ziehen sich noch bis 2.30 Uhr hin.

Verletzt wird bei dem großen Feuer glücklicherweise niemand – die Bewohner kommen erst im Verlauf des Einsatzes nach Hause. Lediglich ein hoher Sachschaden an den Gebäuden entsteht. „Der Einsatz ist rund abgelaufen. Es war das größte Feuer in Nidderau; seit ich 2015 Stadtbrandinspektor geworden bin“, sagt Reis. Das Deutsche Rote Kreuz aus Bruchköbel unterstützt die Brandbekämpfer während ihres stundenlangen Einsatzes mit Verpflegung.

Zeugen, die etwas zur Brandursache sagen können, melden sich unter der Telefonnummer (0 61 81) 10 01 23 bei der Polizei Offenbach oder jeder anderen Dienststelle.

(dae)

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