Spiel- und Sportgeräte

Der Freizeitpark in Nidderau ist schon vor Eröffnung ein Renner

Die Arbeiten am neuen Freizeitareal nahe der Umgehungsstraße in Heldenbergen sind im Zeitplan, hieß es kürzlich aus dem Rathaus. Der offiziellen Einweihung im kommenden Frühjahr stehe nichts mehr im Wege.

Eigentlich sollte das Areal bereits in diesem Herbst der Öffentlichkeit übergeben werden. Doch dann habe das Wetter nicht mitgespielt und den ganzen Zeitplan durcheinandergebracht, so die offizielle Erklärung. „Alles Quatsch“, sagt dazu eine Anwohnerin, die täglich mit ihrem Hund über die Baustelle spaziert. Es habe sehr, sehr viele Tage gegeben, da sei auch bei schönstem Wetter weit und breit kein Bauarbeiter zu sehen gewesen. Sie habe Mitarbeiter des Gartenbaubetriebes daraufhin angesprochen und zur Antwort erhalten, dass die Firma schließlich nicht nur eine Baustelle habe und deshalb die Prioritäten oftmals wechselten.

Dann aber lobte auch diese Anwohnerin, die von ihren Nachbarn nicht als Nörglerin angesehen werden und deshalb anonym bleiben will, die Anlage. „Es sind wirklich tolle Ideen dabei und vor allem auch Geräte für Erwachsene“, zeigt sie sich angetan. Einige Geräte habe sie sogar schon selbst ausprobiert, obwohl diese alle noch eingezäunt sind und Schilder das Betreten der Bereiche noch untersagen.

Auch Kinder haben längst Besitz von der Anlage genommen. Sie stört es nicht, dass zwischen den Geräten das Erdreich noch nicht eingeebnet und begrünt ist. Immerhin sind die Hauptwege bereits asphaltiert und auch die Ruhebänke aus robustem Edelstahl stehen bereits.

Ins Auge stechen momentan neben den vielen Spielgeräten vor allem das saftige Grün des Rasenplatzes und auch die Sandfläche für den Bouleplatz. Fertig sind ebenfalls der Bolzplatz, das Basketballfeld, das Federballfeld sowie die Spielbereiche für Kleinkinder mit Nestschaukel, Wipptieren, Spielhaus und Spielsand.

Zu ihrem Recht kommen auch die älteren Kinder, denn für sie stehen schon eine Doppelschaukel, ein Seilparcours und ein Dreh-SeilKarussell bereit. Erste Spuren auf dem Boden beuten an, dass auch das interaktive Rollstuhlkarussell, das auch Behinderte benutzen können, schon vorzeitig in Betrieb genommen wurde. Schließlich sind auch die ersten Beutelbehälter für die Hinterlassenschaften von Vierbeinern bereits aufgestellt. Letzteres eine teure freiwillige Leistung der Stadt, denn allein im vergangenen Jahr hat die Stadt 300 000 Beutel in die dafür vorgesehenen Spenderbehälter im Stadtgebiet gestopft.

Rund 900 000 Euro wird die Stadt am Ende für die Anlage ausgegeben haben, wobei allein die archäologischen Arbeiten 40 000 Euro verschlungen haben. „Hier im Zentrum ist in letzter Zeit so viel gebaut worden, dass man deshalb nun auch einmal an die Freizeitgestaltung für die Bürger denken muss. Das ist kein Prestigeprojekt der Stadt, sondern gehört einfach zur Attraktivität der Neuen Mitte und zur Lebensqualität dazu“, rechtfertigt Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) die Kosten. Diese seien außerdem komplett über den Verkauf von Grundstücken im Gebiet Allee-Süd IV finanziert worden.

So sehr sich die Anwohner der näheren Umgebung auch über die neue Anlage freuen, so sehen doch die ersten mit Sorge der Einweihung im kommenden Frühjahr entgegen. Vor allem die Anwohner der parallel zu dem 35 000 Quadratmeter großen Freizeitareal verlaufenden Alexandra-Harder-Straße befürchten ein Verkehrschaos auf ihren engen Anliegerstraßen, wenn etwa die Mütter mit ihren Kindern nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto kommen und dann alles zuparken werden. „Das werden wir natürlich beobachten und dann entsprechende Maßnahmen treffen müssen. Wir hoffen aber erst einmal, dass die Menschen ein Einsehen haben und nicht alle mit dem Auto kommen“, gibt sich Rathauschef Schultheiß diesbezüglich sehr zuversichtlich.

Doch bevor es soweit sein wird und die Freizeit-Anlage offiziell eröffnet werden kann, sind noch viele Arbeiten zu erledigen. Neben den Planierarbeiten auf dem weitläufigen Gelände müssen etwa noch etliche Büsche und Bäume angepflanzt und auch die Saat für die Rasenflächen ausgebracht werden. Dies geschieht durch eine Fachfirma.

Die spätere Pflege der Grünanlagen und der Spiel- und Sportgeräte übernimmt dann der städtische Bauhof, der auch wegen dieser zusätzlichen Arbeiten um zwei Mitarbeiter aufgestockt wird.

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