Sie sind mit ihrer Leistung beim Nidderauer Volkstriathlon zufrieden (von links): Werner, Beate und Lukas Friedmann aus Windecken waren beim Triathlon-Wettbewerb Familienstaffel erstmals am Start.
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Sie sind mit ihrer Leistung beim Nidderauer Volkstriathlon zufrieden (von links): Werner, Beate und Lukas Friedmann aus Windecken waren beim Triathlon-Wettbewerb Familienstaffel erstmals am Start.

Nidderauer Volkstriathlon

Gemeinsam zum Familien-Erfolg

Familienleben einmal anders: Die Startlinie mit der Kaffeetafel haben manche Eltern und Kinder beim Nidderauer Volkstriathlon getauscht. Die Veranstalter vom TV Windecken sind hochzufrieden mit der starken Beteiligung.

Von THOMAS SEIFERT

„Wir wollen einen soliden letzten Platz erreichen“, gab Werner Friedmann augenzwinkernd ein bescheiden ambitioniertes Ziel aus, als Sohn Lukas gerade im Nidderbad die 200 Meter Schwimmen absolvierte. Es wurde sogar am Ende eine noch bessere Platzierung für Familie Friedmann, die zum ersten Mal an einer Triathlonstaffel teilgenommen hatte.

Zum elften Mal hatte die Triathlonabteilung des TV Windecken zum Nidderauer Volkstriathlon eingeladen. Über 400 Teilnehmer sorgten dafür, dass im Nidderbad, auf der Radstrecke und der Laufstrecke vom ersten Start um neun Uhr bis zur Siegerehrung um 16.30 Uhr ständig Betrieb war. Den Schwerpunkt legten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Michael Schultz-Wildelau auf Nachwuchsförderung und den Bereich Familien- und Firmenstaffeln. Aber auch ambitionierte Sportler gingen auf die anspruchsvolle Strecke.

Wasser stark aufgewühlt

„In diesem Jahr sind es einige Teilnehmer mehr, vor allem bei den Jugendlichen gab es Zuwachs. Das passt genau, denn wir wollen ja junge Athleten an den Triathlonsport heranführen“, erklärte Schultz-Wildelau. Auch bei Familien- und Firmenteams gab es mehr Anmeldungen. Die Teams mussten 200 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufstrecke bewältigen.

Bei Familie Friedmann aus Windecken war die Rollenverteilung klar: Sohn Lukas musste ins Wasser, Vater Werner stieg aufs Zweirad und Mutter Beate schnürte die Laufschuhe. Besonders vorbereitet hatte sich die Trio nicht: „Die Teilnahme wurde in einer Nacht- und Nebelaktion beschlossen“, berichtete Lukas, der ein duales Studium in Berlin absolviert und auf „Heimaturlaub“ war. Werner Friedmann fährt zwar regelmäßig Fahrrad, aber „eher in einem gemütlichen Tempo“. Und Mutter Beate hatte sich auf Bergwandern vorbereitet, das Profil der Laufstrecke war dagegen flach.

Lukas hatte im Schwimmbecken einige Probleme, denn „das Wasser war ganz schön aufgewühlt durch die anderen Teilnehmer, das war nicht ganz einfach“, bilanzierte er. Werner Friedmann trat kräftig in die Pedale, berichtete aber, dass es die Strecke durch Anstiege nach Ostheim in sich gehabt habe.

Beate Friedmann, eine IT-Fachfrau, kam auf der Laufstrecke ziemlich außer Atem ins Ziel, war aber mit ihrer Leistung zufrieden. Spaß gemacht hat es dem Trio. Ob es eine Wiederholung geben wird? „Das wissen wir noch nicht, vielleicht müssen im kommenden Jahr die anderen Kinder ran“, überlegte das Familienoberhaupt.

Sturz auf Radstrecke

Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) sagte, er habe großen Respekt vor der Leistung der Teilnehmer,aber auch vor dem logistischen Aufwand, der hinter solch einer Veranstaltung stecke. Mit dem Nidderbad und dem Sportgelände der Bertha-von-Suttner-Schule, wo der Zieleinlauf war, habe die Triathlonabteilung des TVW ein ideales Terrain zur Verfügung.

Während der Nachwuchs sowie die Familien- und Firmenstaffeln bereits auf die erste Siegerehrung warteten und die Ergebnisse an aufgestellten Monitoren studierten, machten sich die ambitionierten Triathleten in den Leistungsgruppen erst für den Start warm.

Auf sie warteten 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Ein Wunsch von Michael Schultz-Wildelau ging im Laufe des Tages aber nicht in Erfüllung: Der Regen kam doch noch. Bereits vorher mussten die Helfer vom Roten Kreuz aktiv werden, als eine Teilnehmerin kurz vor dem Ziel der Radstrecke stürzte und behandelt werden musste.

Die Ergebnislisten hat die Firme Trisys unter ins Internet gestellt.

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