Künstlerin Evi Hartmann

Keramikvögel zieren jetzt den Rathausbalkon

Bis Ende März sollen die zehn lebensgroßen Keramikstörche der Nidderauer Hobbykünstlerin Evi Hartmann an acht Standorten in ganz Nidderau angebracht werden. Das erste Storchenpaar wurde am gestrigen Dienstag am Nidderauer Rathaus vorgestellt.

Nidderau ist eine Storchen-Hochburg. Schon seit über zehn Jahren siedeln dort wieder Weißstörche. Seitdem ist die Stadt für eine große Anzahl von Störchen zur Heimat geworden.

Dass die Störche nach Nidderau zurückkehrten, ist der Vogelschutzgruppe Eichen, vor allem ihrem Gründer und „Storchenvater“ Horst Kurz zu verdanken. Nun kann man sie an neun Masten im Nidderauer Raum beobachten. Bei Bürgern aus Nidderau, aber auch aus dem Umkreis sind die majestätischen Vögel beliebt.

Mit den zehn lebensgroßen Keramikstörchen der ortsansässigen Hobbykünstlerin Evi Hartmann konnte dem nun ein würdiges Symbol gegeben werden. Auf die Idee, das Thema „Stadt der Störche“ mit künstlerischen Werken zu besetzen, kam Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD). Da Hartmann in Nidderau schon durch eine Vielzahl von Ausstellungen ihrer Aufbaukeramik bekannt ist, fragte Schultheiß sie kurzerhand: „Können Sie auch Störche?“

Damit begann die Schaffensphase für Hartmann. „Von Mitte Juli bis Ende August letzten Jahres war ich mit den Störchen beschäftigt“, erzählt sie. Knapp vier Tage brauchte sie im Durchschnitt um einen Vogel anzufertigen, der dann noch gebrannt und

14 Tage getrocknet

werden musste. „Da sie bei 1200 Grad gebrannt wurden, sind sie auch frostfest“, betont sie.

Aus den zunächst fünf geplanten wurden schlussendlich zehn verschiedene Störche, die in den nächsten Wochen an öffentlichen Gebäuden der Stadt bewundert werden können. „Die Störche anzufertigen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das war mal etwas anderes“, erinnert sich Hartmann. „Jeder Storch sieht anders aus, ein Paar hat sogar als Brautpaar Schleier und Zylinder auf“, führt sie fort.

Schon seit 20 Jahren ist Hartmann künstlerisch tätig. Sie besuchte früher einige Volkshochschulkurse und macht seitdem vor allem Gartenkeramik, die sie bei verschiedenen Ausstellungen, aber auch privat zum Verkauf anbietet.

Wer schon jetzt neugierig ist, kann ein Storchenpaar auf dem Rathausbalkon begutachten. Bis Ende März sollen alle weiteren aufgestellt sein.

Zu sehen sind sie dann auch im Innenhof der Kita Erbstadt, an der Kita in Eichen, der Kita Windecken und der Kita Maria Merian in Ostheim. Außerdem auf dem Vordach der Kita Allee Mitte in Nidderau, am Familienzentrum und – wie schon erwähnt – auf dem Rathausbalkon sowie am Bürgerhof Ostheim, wo frisch Getraute sie als Fotomotiv einfangen können.

Einen Dank spricht Schultheiß noch Ehrenbürger Rudolf Walter aus, der mit einer Spende das Projekt unterstützte.

„Der Storch ist ein tolles Symbol für unsere Stadt, da man auch an ihm erkennt, dass der Naturraum in Nidderau noch einigermaßen intakt ist“, sagt Schultheiß. Nun sei man auf die Rückmeldungen der Bürger gespannt.

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