Freundeskreis Hof Buchwald

Maisfeld wegen Trockenheit vorzeitig abgeerntet ? Labyrinth bleibt stehen

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Wie eine Insel steht das Maislabyrinth des Freundeskreises Hof Buchwald auf dem vertrockneten Acker. Die Ähren ringsherum sind verschwunden. Der Irrgarten durfte bleiben. Gut so, denn: Sein großer Tag wartet noch.

Der trockene Sommer hat die Helfer des Vereins Freundeskreis Hof Buchwald gezwungen, kreativ zu werden. Regelmäßig organisieren sie das Maislabyrinth „KunstMais“ zwischen Windecken und Ostheim – einen natürlichen Irrgarten, in dem sie Skulpturen verstecken.

Bereits am 10. August wurde das umliegende Feld jedoch zum Häckseln freigegeben. Die Pflanzen sind durch die trockene Witterung vorzeitig gereift. Bauer Vogel musste retten, was zu retten ist. Von dem etwa drei Hektar großen Maisfeld wurde die Hälfte abgetragen. „Es reicht aus, dass das Mais-Silo voll ist und die Rinder des Hofes für ein Jahr Futter haben“, erklärt Heike Lasch vom Freundeskreis.

Die Kreativen mussten derweil ihren „Roten Faden“ durch das Labyrinth kappen. Die beiden am unteren Hang gelegenen Gänge, in denen sich keine Kunstwerke befanden, wurden freigelegt. Die Installationen blieben erhalten. Aktuell bildet das Maislabyrinth eine Insel auf dem gemähten Acker.

Nur eine Lücke gibt es jetzt: Wer den Irrgarten nun durchquert, steht irgendwann im Freien – und sollte dort dem sich weiterhin abzeichnenden Trampelpfad folgen, um wieder in das Labyrinth zurück zu kehren, wie Lasch sagt. „Wer dem Trampelpfad nicht folgt, der sieht die mit Babel bezeichnete Kunstinstallation des Bruchköbeler Sozialarbeiters und Künstlers Chris Goy nicht“, sagt Lasch.

Nach wie vor sind alle Installationen erhalten geblieben, obwohl sie seit der Eröffnung am 21. Juli täglich Wind und Wetter ausgesetzt sind. Lasch weist allerdings darauf hin, dass bei der Skulptur „Frauenporträts“ von Marianne Walter der Boden eines Glases abgeplatzt sei. „Zum Glück wurde der Inhalt des Glases nicht entfernt, sonst wäre es zum Brennglas geworden.“

Laut Lasch besuchen jedes Jahr hunderte Menschen aus der Region die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung „KunstMais“. Kritik habe es dieses Mal nur dahingehend gegeben, dass einem Besucher der 1,5 Kilometer lange Weg zu weit und steil gewesen ist.

Der Besuch des Maislabyrinths ist kostenfrei. Der Freundeskreis freut sich aber über Spenden. Noch bis zum 9. September ist der Irrgarten mit den 14 Kunstinstallationen begehbar. Danach wird das restliche Getreide verarbeitet.

Am Samstag, 25. August, wartet die „Nacht im Labyrinth“ auf die Besucher, dieses Jahr erstmals als eigenständige Veranstaltung. Die Kunstwerke sind dann hell erleuchtet, am Himmel steht der Vollmond. Das Labyrinth wird wegen der Aufbauarbeiten an diesem Tag ab 17 Uhr gesperrt. Ab 20 Uhr beginnt der Verein Freundeskreis Hof Buchwald mit der Bewirtung: Es gibt Rindsbratwurst vom Hof und Bio-Pellkartoffeln mit Quark. Gegen 21 Uhr geleiten „Feen“ die Besucher ins Labyrinth. Der Eintritt zur „Nacht im Labyrinth“ ist frei. Spenden sind willkommen.

Die sonst übliche Aufführung des Feuertheaters Sancto Petrolio findet, vorbehaltlich der polizeilichen Genehmigung, am Samstag, 8. September, statt. Es gibt keinen Vorverkauf. Spenden für die ehrenamtlichen Darsteller sind erwünscht. Die Veranstaltung ist Teil des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda. Infos und Wegbeschreibung unter .

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