Verkehr

Ortsbeirat Heldenberg diskutiert heftig über die Konrad-Adenauer-Allee

  • schließen

Auf der Tagesordnung des Ortsbeirats Heldenbergen standen nun das Wohngebiet Allee Mitte, eine Busverbindung zur Friedberger Straße und die Reparatur der Bahnhofstraße. Eine Grundsatzdebatte lösten aber die Fragen zu dem vielleicht meistbeachteten Verkehrsprojekt der Stadt aus.

Die jüngste Sitzung des Ortsbeirates Heldenberg begann stürmisch. Als es um die Sanierung der Konrad-Adenauer-Allee ging, kam es zu einem heftigen Disput zwischen dem Nidderauer Magistratsmitglied Hanstheo Freywald (SPD) und der Stadtverordneten Anette Abel (FWG), die im Stadtteil Heldenbergen wohnt.

Erster Streitpunkt: Die Kostenexplosion des Bauprojekts. „Wie können aus geplanten und vom Stadtparlament bewilligten 250 000 Euro plötzlich 900 000 Euro werden?“, wollte Abel wissen. Außerdem ärgerte sie die angekündigte Verzögerung der Arbeiten und die dadurch verlängerten Einschränkungen des Verkehrs. „Warum braucht man für das Asphaltieren zweier Kreisel fünf Wochen?“, setze Abel nach.

Freywald erwiderte, das seien Fragen, für die nicht der Ortsbeirat sondern die Stadtverordnetenversammlung zuständig sei. Doch Abel ließ nicht locker. Der Ortsbeirat sei das einzige politische Gremium, in dem Bürger fragen dürften, argumentierte sie. Und holte erneut aus: „Warum werden wir nicht rechtzeitig und umfassend informiert und wie können Aufträge erteilt werden, wenn der Haushalt noch gar nicht bewilligt ist?“

Als Freywald darauf beharrte, dass Abel mit ihrem Anliegen im Ortsbeirat falsch sei, unterbrach Ortsvorsteher Erich Lauer (CDU) die lautstarke Auseinandersetzung. „Wir machen daraus einfach eine offizielle Anfrage an die Verwaltung“, schlug er vor. Über die laufende Sanierung konnte aber auch er nicht mehr sagen.

Bereits abgelehnt hat der Landkreis Main-Kinzig als Grundstückseigentümer eine zusätzliche Ausfahrt vom Kino-Parkplatz auf die Konrad-Adenauer-Allee. Der Ortsbeirat regte deshalb an, mehr Streifengänge auf dem Gelände zu veranlassen, weil es dort wegen der Enge vermehrt zu erheblichen Verkehrsproblemen komme.

Zu den neuen Betreuungsräume für die Albert-Schweitzer-Schule gab es gute Nachrichten: Lauer berichtete, dass die Bauarbeiten dort inzwischen in Gang seien.

Neuigkeiten gab’s auch zur Erweiterung des Areals Allee Mitte. Zwischen der Umgehungsstraße und dem Freizeitgelände sollen auf 14 Hektar Wohnungen entstehen. Dies ist seitens der Stadt bei der Baulandoffensive Hessen, eine Initiative zur Unterstützung der Kommunen bei der Baulandentwicklung, inzwischen angemeldet worden. Nun muss der Planungsverband zustimmen. Eine Machbarkeitsstudie ist auf dem Weg.

Vorerst auf Eis gelegt wurde die Anregung, eine Busverbindung zum Einkaufszentrum an der Friedberger Straße einzurichten. Zwar soll nach dem neuen Nahverkehrskonzept der Schnellbus X 27 demnächst dort halten. Wünschenswert wäre die Verlängerung einer bereits bestehenden Stadtbuslinie. Weil das neue Konzept aber erst seit wenigen Wochen umgesetzt wird, beschloss der Ortsbeirat, mit neuen Ideen noch zu warten.

Informationsbedarf gab es zur geplanten Reparatur der Bahnhofstraße in Höhe Straubelgasse. Nach Auskunft der Verwaltung an den Ortsbeirat soll diese noch2018 erfolgen. Das dementieren die anwesenden Magistratsmitglieder augenblicklich. „Die Maßnahme ist erst für das kommende Jahr geplant und deshalb auch im kommenden Haushalt erst enthalten“, korrigierte Günter Brandt (CDU).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare