Nidderauer Sängervereinigung existiert seit 175 Jahren

Sechs Chöre feiern Jubiläum mit Konzerten und Musicals

  • schließen

Im Jahr 1842 ist erstmals erwähnt, dass es in Windecken Chorgesang gibt. Damals, vor 175 Jahren, sind Elektrizität und Automobile Vorläufer einer neuen Zeit. Der erste Zug zwischen Hanau und Friedberg verkehrt am 15. Oktober 1881. Seit dieser Zeit singen Menschen in Windecken, die Sängervereinigung besteht aus insgesamt sechs Chören. Das große Jubiläum begeht die Sängervereinigung am 11. März mit einer Akademischen Feier.

Nach einigen Gründungen, dem Erliegen zahlreicher Nidderauer Gesangvereine bedingt durch den Krieg und Neugründungen, haben sich ab dem 1. April 1970 die stark dezimierten Vereine „Chorgemeinschaft Windecken 1945“ und der „Männergesangverein Concordia“ zur „Sängervereinigung Nidderau-Windecken“ zusammen geschlossen. Auf den 40. Geburtstag kann auch der Frauenchor im Jubiläumsjahr zurückblicken. Der Verein hat jedoch nicht nur das Liedgut gepflegt und gefördert sondern im Jahr 1985, mit der Gründung der Nidder-Bühne, der Theatergruppe des Vereins auch einen kulturellen Akzent gesetzt.

1992 haben die Sänger die Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten erhalten. Ein Jahr später wird der „Nidderauer Jugendchor“, der spätere Chor „SATuB“, unter der Leitung von Leonore Kleff gegründet. „Unser Vereinsheim haben wir 1997 gebaut“, sagt der Vorsitzende Rudi Leibold. Ab 2001 widmet sich der „Junge Chor“ der modernen Chormusik, löst sich aufgrund einer zu geringen Zahl an Sängern im Jahr 2008 jedoch wieder auf.

Ein Jahr später haben die Sänger mit einem Projektchor den erfolgreichen Versuch gewagt, neue aktive Mitglieder für die Chorgruppen zu gewinnen. 110 Sänger, begleitet vom Kammerorchester Seligenstadt, haben an dem Projekt teilgenommen. Ein Musicalprojekt von Leonore Kleff findet 2009 im Vereinsheim Aufnahme und Anerkennung. 2010 wird das erste Musical „Anatevka“ erfolgreich aufgeführt. In diesem Jahr wird die Operette „Die Czárdásfürstin“ mit acht Aufführungen auf die Bühne gebracht. Seit Herbst 2010, treffen sich 40 Kinder des Kinderchores „Bunte Töne“ im Vereinsheim. Immer wieder suchen die Sänger auch die Zusammenarbeit mit anderen Formationen, wie mit den Musikern des Blasorchesters Nidderau.

Mit dem Orchester und über 130 Sängern ist die Kantate „Missa brevis“ von Jacob de Haan aufgeführt worden. Seit 2013 gibt es den Jugendchor „Klangfarben“. Nachfolger von „SATuB“ ist der Junge Chor „TonArt“, mit über 20 Sängern ab 20 Jahren. Am Benefizkonzert der Nidderauer Gesangvereine im vergangenen Jahr, für die Flüchtlingshilfe Nidderau, haben die Sänger der Sängervereinigung mit vielen anderen Chören erfolgreich mitgewirkt. „

222 Mitglieder

in sechs Chören, sind heute in der Sängervereinigung aktiv“, sagt Leibold. Unter dem Motto „Junggebliebener Verein mit Tradition“, habe die Sängervereinigung seit 2010 drei Chorgruppen und die „Windecker Stubn’musi“ gegründet, ergänzt Kassiererin Anke Knobel. Die Stammchöre und der Jugendchor „Klangfarben“ werden von Thomas Kiersch dirigiert, der Junge Chor „TonArt“ von Benedikt Bach und die zwei Gruppen des Kinderchores von Melanie Laubmeier und Rebecca Hild.

Die Moderation und Laudatio für die Veranstaltung „175 Jahre Chorgesang in Windecken“ mit Sektempfang, übernimmt Bernd Reuter. Der Kinder-, Jugend-, Frauen-, Männer-und Gemischter Chor sowie der Junge Chor wirken gesanglich mit. Ehrungen, ein Rückblick mit Bilderschau und Grußworten runden das Programm ab.

Doch damit nicht genug: Im Jubiläumsjahr stehen weitere wichtige Termine auf dem Programm. Am 18. März ist die Premiere der „Czárdásfürstin“ in der Willi-Salzmann-Halle in Windecken, am 22. April ein Jubiläumsliederabend in Üttingen. Am 24. Mai sind die Sänger beim Wartbaumfest gefordert und am 11. Juni beim Kinderchorfestival. Auch Jubiläums-Konzerte und das Treffen der Kiersch-Chöre am 4. November in der Halle setzen Übungsstunden und großes Engagement voraus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare